Journalisten-Geständnis: USA nehmen mit 27.000 PR-Beratern Einfluss auf die Medien

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Es ist schier unglaublich was der Chef der reichweitestarken Nachrichtenagentur „AP“ bei einem Vortrag offenlegt: Er halte es nicht mehr aus, dass die massive Propagandamaschinerie des US-Pentagon Einfluss auf die tägliche Berichterstattung nehme – besonders in Sachen Außenpolitik und Kriegseinsätze.

Ein bekannter Chefredakteur, sein Name ist Tom Curley, ist der Kragen geplatzt. Bei einer Vorlesung vor Journalisten an der Universität von Kansans ist dem 68-Jährigen, seines Zeichens Chef der weltweit größten Nachrichtenagentur „Associated Press“, der Kragen geplatzt. Er beklagte den massiven Einfluss, den das US-amerikanische Verteidigungsministerium auf die Berichterstattung seiner und anderer Agenturen und Medien habe. Insgesamt 27.000 „PR-Berater“, wie Curley sie nennt, seien dazu in der „riesiegen Propagandamaschinerie namens Pentagon“ angestellt. Für die Formierung dieser gigantischen „Armee der Unwahrheit“, sei die Bush-Administration maßgeblich gewesen.

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Sein Fazit: „Es wird langsam unerträglich.“ Hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren würden. Seit 2003 wurden bereits elf Journalisten der AP im Irak für mehr als 24 Stunden verhaftet.

Er unterschied dabei zwischen autoritären und totalitären Systemen, die offen repressiv gegen Journalisten vorgehen würden und den USA, die dies auf subtilere Art und Weise täten. Eine große dabei spielen Seilschaften oder alte Freundschaften mit Chefredakteuren und Verlagschefs.  Wie das „Contra Magazin“ berichtet kritisierte er schon „im Jahr 2009 den massiven Druck des US-Verteidigungsministeriums auf die Journalisten. Insbesondere bei der Kriegsberichterstattung gab es massive Repressionen durch das US-Militär, die bis heute andauern. Inzwischen dürfen die US-Behörden auch mittels Spionage und strafrechtlicher Verfolgung Journalisten unter Druck setzen.“

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