in Gesundheit

Die Bayer AG hat über ihren Vorstandsvorsitzenden angekündigt, ein Medikament gegen das Corona-Virus weiter zu entwickeln, das den Wirkstoff Chloroquin enthält. Dafür würden nun Kapazitäten geschaffen. Das Medikament solle zudem in die Phase der klinischen Studien gehen. Wenn die Wirksamkeit nachgewiesen sei, würde Bayer dann eine Spende an die Regierungen aller Welt vorsehen. Eine schöne Idee – doch schon jetzt finden sich viele Kritiker.

Diskussion: „Gut“ oder „schlecht“

Die Diskussion dürfte offen sein. Kritiker sind der Meinung, Bayer würde hier einen recht billigen Marketing-Trick anwenden. Zum einen ist das Mittel noch nicht einmal produziert. Zum anderen würde es bis zur Anwendung wohl noch längere Zeit dauern, auch wenn der Vorstandsvorsitzende bereits mahnte, die übertrieben lange Testzeit würde Menschenleben kosten. Schließlich aber würde Bayer sich damit einen großen Markt entgehen lassen. Das sei nicht glaubwürdig.

Wahrscheinlich sei eher damit zu rechnen, dass erste Lieferungen, ggf. über Monate, „kostenfrei“ seien – um dann später marktgerecht dafür entlohnt zu werden. Ein Modell, das Microsoft über Jahre anwandte: Betriebssysteme und Anwendungsprogramme waren faktisch millionenfach kostenfrei verfügbar, zahlreiche Raubkopien machten offensichtlich wissentlich die Runde. Auf diese Weise etablierte sich Microsoft mittel- und langfristig auf nahezu allen Rechnern dieser Welt.

Bayer könnte sich – so jedenfalls Kritiker – auf diese Weise den Markt gleichfalls sichern. Das Patent auf das Medikament jedenfalls würden die Leverkusener mit hoher Sicherheit nicht abgeben.

Zudem wird beargwöhnt, dass Bayer politisch für Stimmung sorgt: Noch immer hat der Konzern Schwierigkeiten wg. des Glyphosat-Skandals von Monsanto. Milliarden-Schadenersatzzahlungen sind zu befürchten. Eine reine „Good-will-Aktion“ also?

Andere sind der Auffassung, die Vorgänge sollten nicht vermischt werden. Die Welt benötige Hilfe im Kampf gegen das Virus. Gleich, woher diese Hilfe jetzt kommt. Wir werden den Fall untersuchen – hier. 

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Kommentar

  1. Es könnte sein, dass nach Corona viele Häuser bzw. Wohnungen in Europa leer stehen. Die müssen doch mit neuem Leben gefüllt werden. Also bitte Sonderflüge einsetzen.
    Mal sehen, wie eine neue Einwanderungswelle unter den Vorzeichen einer massiven Rezession von der Bevölkerung angenommen wird?
    Europa hat aktuell definitiv andere Probleme als die Überbevölkerung anderer Kontinente aufzunehmen.