in Finanzsystem

Jeder der die Ereignisse in der Ukraine aufmerksam verfolgt hat, dürfte sich mittlerweile die Frage stellen warum die Regierungen der führenden Nationen des Westens offenbar gegen unser gemeinsames Primärinteresse, dem Erhalt des Weltfriedens, handeln. Immerhin droht die bundesdeutsche Kanzlerin der Russischen Föderation, einer Atommacht, unverholen mit wirtschaftlichen Sanktionen und der Ausgrenzung aus der Weltgemeinschaft, wobei sie sich dabei sowohl moralisch wie auch völkerrechtlich auf zumindest sehr fragwürdigem Boden bewegt. Da die Details zu dieser Feststellung bereits in verschiedenen hervorragenden Artikeln der Neopresse beleuchtet wurden, erspare ich mir eine nähere Erleuterung derselben und konzentriere mich auf die globalen Hintergründe dieser Politik.

Es wäre ein Fehler, Berlin, Brüssel oder Washington Dummheit oder Ignoranz zu unterstellen. Man mag sich über die Vorgehensweise gegenüber der Ukraine und der Russischen Föderation noch so ärgern, dennoch sollte man die Architekten dieser Politik niemals unterschätzen. Sie sind umgeben mit Heerscharen von Analysten die ihrerseits, wiederum bestens verdrahtet, mit den aktuellsten Weltereignissen aus sämtlichen Lebensbereichen in Echtzeit versorgt werden. Es wäre demnach klüger davon auszugehen, dass unsere Regierungen genau wissen was sie tun und warum sie es tun. Wenn es auch ein Spiel mit dem Feuer ist…

Währungen sind wie Anzüge

Wenn eine Person die einen Anzug trägt alt, schwach und ausgemergelt ist, sieht sie darin nicht besonders sportlich aus. Die USA wirkt im Verhältnis zu ihrer Glanzzeit schwach, ausgezehrt und alt, was folglich den US Dollar als müde und wie wir alle wissen, pflegebedürftige Währung erscheinen lässt (Stichwort „QE Unlimited“).

Im Gegensatz dazu sind sowohl die Russische Föderation wie auch China auf bestem Wege in die US amerikanische Hegemonialstellung als derzeit alleinige Supermacht einzubrechen. Aufgrund des Rohstoffreichtums Russlands und der Produktivität Chinas gewinnen deren Märkte und Währungen für Investoren aus aller Welt zunehmend an Attraktivität. Aber noch wichtiger ist die Tatsache, dass der US Dollar (und alle seine Derivate, einschliesslich des Euros) mit dem Schuldenvirus infiziert ist. Die Billionen die unter der Obama Administration zur Bekämpfung der Finanzkrise aufgeworfen worden sind, blieben den Anlegern, Investoren und Analysten natürlich nicht verborgen.

In der Folge ihrer Politik des „Quantitative Easings“ hat die oberste Hüterin der westlichen Währungssysteme, die FED, es nicht geschafft die Welt davon zu überzeugen, dass der US Dollar der alleinige oder zumindest verlässlichste Schlüssel für das zukünftige Wohlergehen der Weltwirtschaft ist.

Zeit für einen Wechsel

Vor einigen Jahren noch wäre die Idee einer neuen Leitwährung undenkbar gewesen. Aber warum eigentlich nicht? China und Russland verfügen beide über eine vergleichsweise moderate, beziehungsweise sehr niedrige Staatsverschuldung. Insbesondere China ist darüberhinaus eine wirtschaftliche Supermacht, während Russland zumindest über die grössten Rohstoffreserven der Welt und eine überdurchschnittlich gut ausgebildete Bevölkerung verfügt. Hingegen leiden die altersmüden Vereinigten Staaten von Amerika und Europa unter der selbst verursachten Schuldenlast. Sie haben ihre Fabriken seit den 1970er Jahren nach Asien verlagert, während ihre eigenen Bürger in die Arbeitslosigkeit oder schlecht bezahlte Service-Jobs getrieben wurden.

Die BRIC Staaten

Die internationale Finanzwelt beobachtet die Entwicklung von China und Russland und deren Währungen mit steigendem Interesse. Nicht sehr viel weniger Aufmerksamkeit erhalten die Länder Brasilien und Indien. Im Vergleich dazu verhalten sich Europa und die USA wie alte Rentner der Weltwirtschaft – alt, schwach und zunehmend uninteressant. Auch deshalb verfolgen Russland und China seit einiger Zeit die Strategie ihre Währungen vom US Dollar abzukoppeln.

Die Abkopplung

Wir werden gerade Zeugen davon wie Russland und China versuchen der Abhängigkeit zum US-Dollar schrittweise zu entkommen. Denn eine Leitwährung hat – unabhängig davon wer sie stellt – einen zusätzlichen, inneren Wert: Die Tatsache, dass der US Dollar die dominierende Währung im Handel mit Rohstoffen und industriellen Erzeugnissen ist, verleiht ihm eine gewisse Stärke und innere Stabilität. Seine Akzeptanz im internationalen Handel macht ihn für jedermann zu einer (immer noch) begehrenswerten, leicht einzutauschenden Währung. So findet der US-Dollar in den meisten Staaten (noch) Verwendung als Reservewährung. Andererseits ermöglicht es dieser Status der amerikanischen Regierung sich auf den Weltmärkten mehr Geld zu leihen, als sie es könnten wäre der US Dollar eben keine Reservewährung. Und genau hier liegt der Hund begraben.

Die Rückentwicklung des US Dollars zu einer gewöhnlichen Währung würde der amerikanischen Wirtschaft einen irreparablen Schaden zufügen. Das Eintreten einer solchen Entwicklung würde den Status des Westens als global führender Machtblock in seiner Existenz bedrohen, die Finanzmärkte würden unter der noch nie dagewesenen Schuldenlast zusammenbrechen.

Aufstrebende Mächte wie China und Russland müssen also einerseits dabei zusehen wie ihre Auslandsguthaben durch „QE Unlimited“ verwässert werden und sich dann auch noch widerspruchslos der westlichen Wirtschaftspolitik beugen – mit den entsprechenden Risiken und Nachteilen für ihre eigene ökonomische Entwicklung.

Currency Swaps zur Umgehung des Petrodollar-Systems

Bei den BRIC Staaten, allen voran China und Russland, sinkt die Bereitschaft sich weiterhin dem US-europäischen Joch zu beugen: Sie wollen das volkswirtschaftliche Versagen des Westens nicht mehr weiter subventionieren.

So haben der damalige Premierminister Russlands, Vladimir Putin und der chinesische Premier Wen Jiabao im November 2010 vereinbart ihre eigenen Währungen, unter Umgehung des US-Dollars, für den bilateralen Handel untereinander zu verwenden. China hat zudem mit vielen anderen Ländern wie Brasilien, Venezuela, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und sogar der EU(!) Currency Swap Verträge geschlossen, die es den Ländern ermöglicht ebenfalls Direktgeschäfte unter Verwendung der landeseigenen Währung zu tätigen. Zugegeben: im Vergleich zum weltweiten Dollar basierten Transaktionsvolumen, handelt es sich bei diesen Vereinbarungen noch(!) um „Peanuts“. Der Trend ist aber gefährlich wie an der Handlungsweise des Westens in den letzten zehn Jahren unschwer abzulesen ist.

Aber auch andere Länder verfolgten eine ähnliche Strategie, wie zum Beispiel Lybien… oder der Irak in den neunziger Jahren. Nicht unerwähnt sollen die Länder Iran und Venezuela bleiben.

Sehen wir uns die Liste dieser „Rebellen“ an, so müsste auffallen, dass es sich um genau die Länder handelt die entweder durch den Westen „der Achse des Bösen“ zugeordnet werden, mit „Revolutionen“ zu kämpfen haben, oder gar mit Hilfe einer „time limited, scope limited, kinetic action“ befreit worden sind… („We came, we saw, he died“, Hillary Clinton über Muammar al-Gaddafi der eine auf Gold basierende, panafrikanische Währung plante)

Da es sich bei China und der Russischen Föderation allerdings um äusserst potente Atommächte handelt, müssen zwecks Selbsterhaltung andere Strategien gefunden werden diese Länder „zur Vernunft“ zu bringen.

First Strike Capability

Wie erwähnt, sind China und die Russische Föderation militärisch nicht zu beeindrucken. Ein Angriff auf diese Länder hätte mit höchster Wahrscheinlichkeit die Auslöschung der modernen Zivilisation zur Folge.

Genau hier kommen die geostrategischen Überlegungen eines Herrn Zbigniew Brzezinski, Protegé David Rockefellers und Mitbegründer der Trilateral Comission, ins Spiel. Brzezinski ist der geistige Vater der „First Strike Capability“ Strategie, die im Prinzip darauf beruht, hochtechnisierte, konventionelle wie nukleare Waffensysteme in einer präzise orchestrierten Sequenz so abzufeuern, dass eine gegnerische Atommacht „besiegt“ werden kann, ohne dem Gegner die Chance zum Gegenschlag zu geben. Unter anderem braucht es dazu radar- und raketengestützte Verteidigungssysteme die in der Nähe des Gegners stationiert werden können…(na, geht ein Licht auf?)

Teil dieser Strategie gegen die Russische Föderation sind Länder wie die baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei und… die Ukraine. Während die polnische Regierung willfährig mit den Amerikanern zusammenarbeitet und in der Folge Radar- sowie Raketensysteme auf ihrem Grund und Boden stationieren wird (EIS – European Interceptor Site), lehnte der tschechische Präsident Milos Zeman vor wenigen Tagen erneut die Wiederaufnahme von Verhandlungen bezüglich der Installation solcher Einheiten ab.

Es ist davon auszugehen, dass der vom Westen orchestrierte, finanzierte und initiierte Coup in der Ukraine unter anderem zum Ziel hat, demnächst solche Verteidigungssysteme analog zu denen in Polen aufstellen zu können. Ein probates Mittel dazu ist das Einsetzen von Washington- oder Brüssel-gesteuerten Politmarionetten in Kiev, sowie die wirtschaftliche Unterjochung des Landes mit Hilfe „grosszügiger“ Kredite aus den mit heisser Luft gefüllten Truhen des IMF und der EU.

Ganz ähnlich auch der vom Westen initiierte und finanzierte Coup in Südossetien vor einigen Jahren mit dem Ziel Georgien in die Arme der Nato zu treiben. Im Grossen und Ganzen geht es also darum, die Russische Föderation und China mit Verteidigungssystemen der NATO einzukreisen um auf diese Weise die Drohkulisse der „First Strike Capability“ verwirklichen zu können. Das wäre ein Ende des Status Quo zwischen den beiden konkurrierenden Machtblöcken sowie die Entstehung einer ernstzunehmenden militärischen Bedrohung, welche beide „Devianten“ zum Einlenken in der Leit- und Handelswährungsfrage im Sinne des Westens zwingen würde. In der Folge könnten die Vielvölkernationen Russland und China – ähnlich der Ukraine – sogar auseinander brechen. Für den Westen wäre das der „Jackpot“. Die „Erweiterung“ der eigenen Wirtschaftszone sowie der Zugang zu neuen Ressourcen sind  wichtige Sekundärziele die der  unter stetem – und durch die Fianzkrise noch verschärften – Wachstumszwang leidende Westen natürlich gerne mitnimmt.

Offenbar glauben die Berater von Kerry, Nuland, Merkel und Obama tatsächlich an diesen Nonsense. Noch schlimmer: Es macht den Anschein, dass sie die Folgen einer solchen Strategie als notwendiges Übel betrachten um den finanziellen Zusammenbruch des Westens zu verhindern. In diesem Sinne lässt sich sagen, dass wir von äusserst gefährlichen – ja eigentlich verrückten – Persönlichkeiten vertreten werden.

Die tieferen Ursachen der Krise

Wiedereinmal kommt man nicht umhin einen Blick auf das Geldsystem und den weltweiten Handel zu werfen um die Ursachen dieser Krise zu verstehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg bestand für die USA kein zwingender Grund mehr auf ihr Handelsdefizit zu achten. Immerhin stellt dieses Land seit dem Bretton Woods Abkommen die globale Leit- und Reservewährung und kann bei Bedarf das Geldvolumen fast beliebig ausweiten.

Mit der Abschaffung des Goldstandards unter der Administration Nixon anfangs der siebziger Jahre, ging es dann richtig los: Geld wurde in noch nie dagewesener Menge von der FED zur Verfügung gestellt wobei die Geldmenge vollkommen vom realen Wirtschaftswachstum abgekoppelt wurde.

Dies führte dazu, dass die USA welche in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrunderts eine mehr oder weniger ausgeglichene Handelsbilanz vorzuweisen hatte, sich im Laufe der Zeit zum Land mit dem weltweit grössten Handelsdefizit entwickelt hat. Produktion und Herstellung von realen Gütern wurde ins Ausland verschoben und der Lebensstandard der Amerikaner stieg auf Kosten der Produktivität anderer Länder in nicht gekannte Höhen.

Eingangs habe ich erwähnt, dass Russland und China den Westen nicht mehr „subventionieren“ oder „beschenken“ möchten. Genau das findet aber bei einem Handelsdefizit- oder Überschuss statt: Waren werden auf „Pump“ gekauft, bzw. geliefert.

Das verzinste („fiat“) Geldsystem heutiger Ausprägung arbeitet wie eine Schuld/Guthaben Umverteilungsmaschine. So konzentrieren sich Guthaben über die Zeit bei immer weniger Marktteilnehmern, während der Rest der Bevölkerung auf den Schulden sitzen bleibt.

Am Ende solcher viele Jahrzehnte andauernden Zyklen ist immer eine extreme Vermögensdisparität zu beobachten – genauso wie es heute tatsächlich der Fall ist. Die 85 reichsten Männer dieser Welt besitzen ein kumuliert ein grösseres Vermögen als die ärmere Hälfte der gesamten Weltbevölkerung! In den USA besitzen 0.6% der Bevölkerung mehr als 40% des Volksvermögens und mehr als 60% aller Wertschriften.

Dies führt uns zu einer weiteren Ursache der Krise mit Russland: Der Schutz der westlichen Finanzoligarchie! Die Regierungen des Westens tun wirklich alles um ihre Finanzoligarchie zu schützen. Gutes Beispiel dafür in Europa ist der ESM! Ein Monsterkonstrukt, ja eine Chimäre, die auf die Bevölkerung losgelassen wurde um Investoren vor Verlusten und Banken vor der Pleite zu retten („too big to fail“ – das Ende kapitalistischer Grundsätze).

So kassiert die Finanzoligarchie fröhlich weiter, spekuliert mit den frischgedruckten Zentralbankgeldern an den Wertpapierbörsen, während ihre riesigen Vermögen in schwarzen Löchern versickern und somit dem Geldkreislauf der „Mainstreet“ entzogen werden.

Umso mehr Geld muss die Zentralbank drucken – denn für das versickerte Geld braucht es Ersatz – dem sozialen Frieden zuliebe. Was würde wohl geschehen, wenn morgen die Sozialsysteme Europas zusammenbrechen würden? Wir hätten die Revolution sofort auf der Strasse… und die Oligarchen ein Sicherheitsproblem!

Lösungen?

Werden keine tiefgreifenden Reformen unseres sozio-ökonomischen Systems, besonders aber unseres Finanzsystems vorgenommen, werden wir uns weiter von Krise zu Krise hangeln – und zwar so lange bis es wirklich kracht.

Es ist unübersehbar, dass der Westen einen tiefen Schuldenschnitt durchführen muss um dafür zu sorgen, dass Guthaben wieder einigermassen „gerecht“ verteilt werden. Das Fiat Geldsystem als solches ist in seiner Prägung, seiner Struktur und seiner Mechanik zu überdenken.

Der Handel mit weniger entwickelten Ländern ist besser zu kontrollieren. Es darf nicht sein, dass Arbeiter mit einem Einkommen von wenigen Dollars pro Tag unsere Fabriken in den Bankrott und unsere Bevölkerung in die Erwerbslosigkeit drängen.

Ebenso ist es allerhöchste Zeit sich die Folgen der Automatisierung und ihre Auswirkung auf Arbeitsplätze zu überlegen. Persönlich wünschte ich mir, dass die Menschen wenigsten teilweise aus dem Zwang arbeiten zu müssen befreit werden könnten. Vielleicht durch das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens?

Wir brauchen eine Renaissance der Versorgungswirtschaft im Westen – also eine Wirtschaft die wieder reale Werte erzeugt anstelle das BSP künstlich durch Spekulation mit Wertpapieren, Derivaten und was es sonst noch gibt aufzublähen.

Dafür braucht es aber politischen Willen. Und der kann nur von jedem einzelnen Bürger kommen. Damit sind nicht unbedingt „Wahlen“ gemeint, sondern unübersehbare, friedliche Aktionen an denen sich der politische Wille der Bevölkerung erkennen lässt.

Fazit:

Beide Seiten nehmen gezwungenermassen Positionen ein, die sie unmöglich verlassen können. Entsprechend sieht es nicht danach aus, dass in der Frage der Ukraine einer der beiden Kontrahenten einlenken wird. Das vorläufige, ergebnislose Ende der Gespräche zwischen dem russischen Aussenminister Lawrow und seinem amerikanischen Kollegen „Ketchup King“ Kerry (verheiratet mit einer Heinz) bestätigen dies nur allzu deutlich.

So ergibt am Ende sowohl die Handlungsweise Brüssels, wie auch die von Berlin plötzlich einen Sinn. In gewisser Weise verfolgt Brüsslin tatsächlich unsere existenziellen Interessen – und schert sich dabei, ganz opportunistisch, einen Teufel um demokratische, freiheitliche oder gar moralische Werte die sich die Friedensnobelpreisträgerin EU so gerne ans Revers heftet.

Es bleibt aber auch festzuhalten, dass die Zeit gegen den Westen arbeitet: Würde die Russische Föderation es schaffen einen für sie annehmbaren Kompromiss auszuhandeln, wäre das ein diplomatischer Erfolg von grossem Wert. Denn mit jedem Jahrzehnt wachsen die Kräfte der bRiC Staaten, während man kein Hellseher zu sein braucht um vorhersagen zu können, dass sich die Schulden- und Finanzprobleme in den „entwickelten Industrienationen“ (also den Rentnern unter den Industriestaaten) weiter verschärfen – sie demzufolge international an Macht und Einfluss verlieren werden. Das Fatale dabei ist, dass die eingangs erwähnten Analysten das auch wissen müssen und womöglich der Meinung sein könnten, dass jeder Tag an dem ein militärischer Konflikt mit dem östlichen Machtblock nicht begonnen werden kann, ein verlorener sein könnte.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Sehe die Dinge recht ähnlich wie im Aufsatz.

    Würde man die Wirtschaftsentwicklungkurven der USA und der BRICs als Funktionsgraphen darstellen sähe man wahrscheinlich, dass der der USA mit laufender Zeit abwärts geht, der der BRICs nach oben.

    Die USA kann nun warten, bis sie finanziell kollabiert – oder per Militär versuchen, ihre wirtschaftliche inkompetenz auszugleichen, der Weltkrieg.

    Wer genau hinschaut, bemerkt eine sehr ähnliiche Konstellation in der Zeit um 1913, als die Deutschen Innovationen den Weltmarkt eroberten, Anglikaner und Franzosen hingegen immer weiter zurückfielen.

    Opiumkrieg gegen China gleiches Spiel. Außenhandelsdefizit Englands gegenüber China.

    • Die speziell in der BRD überbordernden NSA-Aktivitäten sind ein weiteres starkes Indiz für die technologische Inkompetenz des usraelischen Imperiums. Man versucht hier zu stehlen, was man selber nicht hinbekommt.

      Was wäre der Ausweg?

      Der österreichische Prof. Franz Hörmann schlägt eine gütliche Einigung mit den Reichen bei einem Systemwechsel vor. Man räumt ihnen soviel Reichtum ein, dass sie ihren Lebenstandard halten können. Im Gegenzug willigen sie in einen Systemwechsel zugunsten eines gerechteren Wertschöpfungssystem ohne Kapitalakkumulation ein.

      Einen Weltkrieg kann sich die Menschheit nicht mehr leisten.

      Man wird sich auf einen sanften Übergang ohne Reibungsverluste einigen müssen.

  2. Eine exzellente Analyse der aktuellen, zukünftigen und Hintergründe der von der NATO, äh USA gegonnenen kriege gegen andere Staaten!

  3. „Die tieferen Ursachen der Krise“ ist nicht der Dollar oder Euro, sondern der Zwang dieses „Geld“ zu nutzen.
    Erst wenn wir auch im Geldsystem einen wirklich freien Markt haben wird der Bürger das Geld, auch verschiedene gleichzeitig, nutzen, das für ihn das Beste ist. Der Staat hat immer nur alles versaut, mit Planwirtschaft und Zentralisierung.

  4. Bis auf die Lösungsansätze ein sehr guter Artikel.

    Der größte Irrtum besteht jedoch weiterhin eindeutig darin, zu denken, daß der Handel den maßgeblichen Lebenssinn des Menschen darstellt.

    Handel und eine wirtschaftliche gesunde Basis ist sicherlich sehr wichtig, aber sie sind nicht die finale Bestimmung des Menschen, sondern eben nur Basis. Wir müssen die Wirtschaft als unseren Gott wieder ablegen und zum Wesentlichen des Lebens finden. Deswegen haben wir diese Krisen überhaupt.

    Keine Lösung wird zum Gelingen führen, die sich nicht zuvor die Frage beantworten kann. Was ist der Sinn des Lebens. Woher soll man sonst wissen wo es hingehen soll.

    Gruß aus Bremen

  5. @Argonautiker
    Handel + Produktion: Das sehe ich ähnlich wie Sie und bedauere es, dass dies nicht deutlicher aus meinem Artikel hervorgeht. In diesem Zusammenhang war es mir allerdings wichtig auf die Problematik der „Fronarbeit“ für andere Länder wie die USA (Stichwort „Handelsdfizit“) hinzuweisen. Wir verschenken auf diese Weise einen Teil unserer produktiven Lebenszeit. Ansonsten bedeutet Wirtschaft für mich vorallem Versorgung – nicht Kasino und schon gar nicht alleiniger Lebensinhalt.

  6. @Vandenplas
    Na das freut mich doch ganz besonders, wenn wir das auch in der Lösung ähnlich sehen. Ich kann das auch verstehen, wenn einen die Versklavung derzeit am meisten aufstößt.

    Wie gesagt, das ist schon ein außergewöhnlich guter Artikel und mein Kommentar sollte auch nicht die Gesamtheit in Frage stellen, sondern eher im Detail etwas dazu beitragen.

    Ich vermisse eben manchmal einfach die Idee, daß man auch wieder mal was tut, ohne überhaupt an ein wirtschaftliches Interesse zu denken. Weil das austauschen eines Systems mit einem Anderen wird eben einfach nicht genügen.

    Mal so grob geschätzt, wenn jeder so 3 Stunden am Tag gemeinschaftlich an der Erhaltung der Existenz arbeitet, (abgesehen von der Aufbauphase), dann würde…

    • dann würde das im Schnitt, je nach Land und Klima, durchaus ausreichen, um diese zu sichern, und den Rest verbringt man dann mit singen, tanzen, denken, lachen, weinen, palavern, oder was auch immer in einem so auftaucht.

      Aber das muß man erst mal können. Die meisten haben eben einfach einen Blackout, verfallen Drogen, werden aggressiv oder depressiv, wenn sie nichts zu arbeiten haben, also wenn sie nicht etwas Vorgeschriebenem folgen, und das ist ein Problem.

      Wir werden nicht nur versklavt, sondern die Meisten wissen eben auch nicht was sie tun sollten, wenn man sie frei ließe.

      Gruß aus Bremen