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Die Architektin Regine Hartkopf ist zugleich die Dombaumeisterin in Merseburg und Naumburg sowie Schriftführerin der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister. In einem Interview mit „t-online“ sprach sie über Brandschutz und den Brand der Notre Dame.

Darauf angesprochen, ob sich ein solcher Brand auch in deutschen Kathedralen ereignen könne, sagte sie, dass beispielsweise der Kölner Dom einen Dachstuhl aus Eisen habe. Dieser sei relativ schwer in Brand zu setzen. Doch auch jahrhundertealtes Holz brenne nicht so schnell, so Hartkopf. Zwar sei das Holz des Dachstuhls der Notre-Dame-Kathedrale sehr trocken, doch mit der Zeit entwickle es auch einen Schutz. Das Holz sei dann nicht mehr leicht entzündlich – es brauche eine gewisse Zeit. Viele Dämmstoffe würden sehr viel schneller brennen.

Zwar wolle sie damit nicht sagen, dass sie von Brandstiftung ausgehe – es müsse aber definitiv eine Zündquelle gegeben haben. Einfach so entstehe kein Brand in einem Holzdachstuhl. Es sei auch deshalb so unbegreiflich, weil der Dachstuhl bislang so viele Jahrhunderte unbeschadet überstanden habe, so Hartkopf.

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat Dupon-Aignan schließt einen Anschlag allerdings nicht aus. Ein Funktionär der Partei Rassemblement National sprach von zwei Brandherden, berichtet Sputnik-France. Die französische Zeitung „Le Parisien“ berichtete von wichtigen Details, die sie offenbar von der polizeilichen Untersuchungskommission erhalten hat. Demnach soll es bereits um 18:20 Uhr den ersten Feueralarm gegeben haben und einen zweiten um 18:43 Uhr. Es wird nun spekuliert, weshalb die Feuerwehr erst so spät eingetroffen ist und ob möglicherweise das Branderkennungssystem fehlerhaft war.

Zwischen den beiden Feueralarmen wurde der Brand von einem Sicherheitsbeamten der Notre-Dame entdeckt. Der Sicherheitsbeamte befand sich gerade am Fuße des Turms, auf der der Seine zugewandten Seite der Kirche, als er den Brand entdeckte. Da schlugen die Flammen aber bereits meterhoch in den Himmel. Der Sicherheitsbeamte soll Fotos des Feuers gemacht haben, das jedoch bereits vollkommen außer Kontrolle war, als die Feuerwehr eintraf.

Die polizeilichen Ermittler untersuchen auch die Lastenaufzüge hinauf zum Gerüst, die in der Nähe des Punktes errichtet wurden, an dem das Feuer aus dem Dachstuhl ausbrach. Die Lastenaufzüge wurden für die Sanierungsarbeiten benutzt. Die Baufirmen, die inzwischen befragt wurden, versichern, alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten zu haben. Die Ursache des Brandes steht noch nicht fest, auch wenn die System-Medien unisono von einem Unfall ausgehen.

Nicolas Dupont-Aignan, französischer Präsidentschaftskandidat, sagte gegenüber Sputnik-France, die Pariser hätten das Recht zu erfahren, ob es sich tatsächlich um einen Unfall oder einen Anschlag gehandelt hat und warum das passiert ist. Dupont-Aignan schlug auch eine parlamentarische Untersuchungskommission vor. Jean Messiha, Mitglied der RN-Partei und selbst Architekt, behauptete, es habe zwei Brandherde gegeben. Allerdings machte er keine Angaben über die Quellen, auf die er sich bezog. Nicht nur die Pariser, sondern mindestens ganz Frankreich wartet auf eine Antwort, wie es zu diesem verheerenden Brand in der Notre Dame kommen konnte.

Weitere Hintergründe zu den Bränden recherchieren wir zur Zeit für „Capitol Post“, den Aufklärungsdienst, der auch Hinweisen hinterhergeht, die ansonsten unterdrückt werden. Mehr dazu für Sie: https://www.digistore24.com/product/248615/?ds24tr=CAP_Neopresse_shop

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  1. Da werden doch meine Gedankenverbindungen zum Reichstagsbrand von 1933 genährt. Ein Brand, der nicht nur von einer Person gelegt werden konnte. Aber der Politik der Hitlerfaschisten zu passe kam. So kam doch schon die Meldung, dass dieser Brand die französische Nation wieder zusammenschweißt, was eine Rede der Macrone an die Nation, die durch den Brand ausfiel, nicht geschafft hätte.

    • Wie anderswo schon geschrieben: Die Gelbwesten werden als massiv störend für den französischen Eliten-Frieden angesehen. Da musste doch mal etwas gegen getan werden. Und dass Macron das Ruder noch rumreißen kann glaubt auch in Franzosenland niemand mehr, genausowenig wie in Deutschland jemand der Krakeler-Nahles noch etwas zutraut!
      —-
      Und sowas gibt’s auch: da möchte bei „3-2-1-meins“ jemand sein „Mautin-Bike“ loswerden …

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