in Wirtschaft

Die Deutsche Bank befindet sich fast im freien Fall. Der Kurs des Wertes ist gegenüber 2007 um mehr als 90 % gesunken. Nun könnte es der Bank noch schlechter gehen. Der Vorstand möchte 18.000 Stellen streichen. Weltweit sind Angestellte verbittert, die ihre Büros bereits räumen. Experten sprechen von einer letzten Chance für das Institut, das sich nun auf das Kerngeschäft, auf die Finanzierung von Privatkunden und Unternehmen, konzentrieren möchte. Aus dem Investmentgeschäft wird sich die Bank eher zurückziehen, heißt es. Nun kommt es darauf an, wie teuer die Sanierung wird. Im Zweifel könnte es sogar zum ersten „Rettungsfall“ einer größeren Bank in der Euro-Krise kommen. Wir dokumentieren auszugsweise einen Beitrag von anderer Stelle.

Umbaupläne der Bank

Nur einen Tag nach Veröffentlichung (7. Juli) ihrer radikalen Umbaupläne mussten erste Angestellte in New York, London und Asien ihre Sachen packen. Zugangskarten wurden teilweise bereits deaktiviert. Die Pläne, mindestens 18.000 Angestellte zu entlassen, kommen bei Deutsche-Bank-Anlegern allerdings nicht gut an. Die Aktie sinkt weiter und weiter, denn die Entlassungen erinnern an die dunklen Tage von 2008 und Lehman Brothers.

Die „Sanierung“ der Bank soll rund 7,4 Milliarden Euro kosten. Nach drei Verlustjahren und einem vernachlässigbar geringen Gewinn im Jahr 2018 drohen der Bank 2019 erneute rote Zahlen. Der seit einem Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing will die Deutsche Bank nach zahlreichen Finanzskandalen wieder „zu ihren Wurzeln“ zurückführen. Es gehe darum, „eine neue Epoche einzuleiten. Er wolle die Bank wieder voll und ganz auf die Kunden ausrichten.“

Der Ausflug in den Aktienhandel soll bald Geschichte sein. Viele Investmentbanker aber auch „normale“ Bankangestellte müssen sich nun neue Jobs suchen, denn das Management will die hauseigene Investmentbank deutlich reduzieren. Praktisch jede fünfte Stelle fällt weg. Aktionäre müssen 2019 und 2020 erneut auf Dividenden verzichten. Der Bereich, der viele Jahre für Milliardengewinne stand, verursachte seit der Finanzkrise allerdings viele Milliardenstrafen.

Der Konzernumbau wird die Deutsche Bank noch tiefer in die roten Zahlen stürzen. Im zweiten Quartal werden Verluste von etwa 500 Millionen Euro Steuern erwartet und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern im Zeitraum April bis Ende Juni. Bei diesen „Verlusten“ dürfte es kaum bleiben. Es würde kaum verwundern, wenn der Deutschen Bank hinter den Kulissen Milliarden zugesteuert werden, um das marode Schiff weiter über Wasser zu halten.

Wie es weiter geht….

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Spätestens seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sollte jeder wissen, wer die Spielwiesen und Tummelplätze des internationalen Finanzkapitals betritt, darf zwar Brotkrumen einsammeln, die größeren Gewinne haben aber gefälligst beim internationalen Finanzkapital zu verbleiben.

    Wer dagegen verstößt wird empfindlich abgestraft. Wer dann immer noch nicht hören will, der wird vernichtet.

    Ob die Manager der Deutschen Bank das wirklich begriffen haben, wage ich zu bezweifeln.

  2. nicht umsonst hatte Ackermann einmal in einem Gespräch mitgeteilt…er wolle ja nicht wie ein andere ehem. DB Banker sterben.

Webmentions

  • Deutsche Bank: Ende für diese Republik? - Leserbriefe 16. Juli 2019

    […] • Weiterlesen • […]

  • Deutsche Bank: Ende für diese Republik? – Bizzcheck.de 16. Juli 2019

    […] Die Deutsche Bank befindet sich fast im freien Fall. Der Kurs des Wertes ist gegenüber 2007 um mehr als 90 % gesunken. … (Orginal – Story lesen…) […]