Krisen bewältigen: Mentale Gesundheit stärken

Beim Thema Survival denken die meisten Menschen zunächst an einen Ausflug in die Wildnis, ausgestattet mit einem zuvor zusammengestellten Survival-Kit. Die Auswahl ist groß und kann überfordernd sein – deshalb sollten Sie sich zunächst mit dem wichtigsten aller Survival-Kits auseinandersetzen und Ihre Mentale Gesundheit stärken.
Positiv formuliert: Mit der richtigen mentalen Gesundheit können Sie einige Mängel kompensieren. Alles Material nutzt nichts, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Situation insgesamt zu meistern. Daher empfehlen wir an verschiedenen Stellen immer wieder: Achten Sie auf Ihre mentale Gesundheit und halten Sie Ihren Geist fit!

Inhaltsverzeichnis:

  • So können Sie Ihre mentale Gesundheit stärken
  • Methoden zum Stressabbau
  • Die sieben Säulen der Resilienz

Mentale Fitness muss trainiert werden

Mentale Gesundheit ist ein Thema, das immer mehr Aufmerksamkeit erlangt. Dennoch hat nicht jeder das Glück, schon in den ersten Lebensjahren darauf trainiert zu werden, stressresistent und optimistisch durchs Leben zu gehen.

Sollten Sie zu jenen gehören, die gerade erst anfangen, sich mit dem Thema mentale Gesundheit stärken auseinanderzusetzen, haben wir eine gute Nachricht für Sie: Es ist nie zu spät, sich um sich selbst zu kümmern!
Die Angebote sind heutzutage vielfältig: Es gibt unzählige Webinare sowie spezielle Seminare vor Ort, in denen Ihnen beigebracht wird, wie Sie gut zu sich selbst sind. Denn auch Experten bestätigen, dass eine gelassene Herangehensweise den Erfolg maßgeblich beeinflusst.

So können Sie Ihre mentale Gesundheit stärken

Es gibt viele Arten, die eigene mentale Gesundheit zu stärken und mentale Fitness zu trainieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Punkte vor, die essentiell sind:

  • Herausforderungen statt Probleme: Wenn Sie Probleme und Schwierigkeiten als Herausforderungen ansehen, wird es Ihnen leichter fallen, diese zu lösen. Wer nur an die Lösung denkt, wird diese auch schneller finden!
  • Hürden sind ein Geschenk: Jede Hürde und jedes Hindernis, das Sie überwinden, wird Sie stärker machen. So trainieren Sie Ihre Widerstandsfähigkeit.
  • Ziele und Pläne schaffen: Gehen Sie in sich und finden Sie heraus, wo Sie hinwollen. Es leichter ans Ziel zu kommen, wenn Sie genau wissen, wie dieses aussieht. Achtung: Bleiben Sie realistisch und übernehmen Sie sich nicht, da dies zu Frustration führen kann. Ein gesundes Maß an Zielvorstellungen wird Sie hingegen erfüllen.
  • Routinen durchbrechen: Der Mensch ist zwar ein Gewohnheitstier, dennoch ist es wichtig, regelmäßig die eigene Komfortzone zu verlassen. Probieren Sie Neues, wagen Sie das Abenteuer! Sie können sich zum Beispiel an einem 50 Kilometer entfernten Ort absetzen lassen und versuchen, sich ohne Geld wieder nach Hause durchzuschlagen. So schärfen Sie Ihre Sinne und lernen mehr über Ihre eigene Leistungsfähigkeit.

Krisen bewältigen: Die richtige Vorbereitung macht’s

Eine Krise beschreibt zunächst einmal nur eine schwierige Lage oder kritische Situation. Abgesehen von Naturkatastrophen oder Kriegen gibt es auch persönliche Krisen, die für jeden anders aussehen.
Dennoch gilt immer: Zuerst kommt der Geist. Dabei ist es gleichgültig ob es um Ihr physisches, soziales oder finanzielles Überleben geht. Der Schock muss erst einmal verdaut werden. Für die Vorbereitung auf solche Szenarien gilt grundsätzlich:

  • Ruhig bleiben: Zunächst sollten Sie versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Versuchen Sie die Situation nüchtern von außen zu betrachten. Nehmen Sie etwas Abstand, ordnen Sie Ihre Gedanken und atmen Sie tief durch. Dies wird Ihnen leichter fallen, je länger Sie daran arbeiten Ihre mentale Gesundheit zu stärken.
  • Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können: Je früher Sie sich mit der Situation abfinden, desto früher können Sie sich an die Lösungsfindung machen.
  • Notfallkontakte bereithalten: Sie sollten sich unbedingt im Vorfeld Gedanken machen, welche Ansprechpartner Sie für unterschiedliche Situationen brauchen könnten. Das können Freunde sein, jedoch ist es auch sinnvoll, sich die Nummern von Spezialisten, Fachkräften oder Ärzten im Handy einzuspeichern oder im Adressbuch zu hinterlegen.
  • Notfall-Tasche packen: Wir empfehlen zudem, sich eine fertig gepackte Notfalltasche oder einen Fluchtrucksack anzuschaffen. Denken Sie nicht nur an Notfall-Dokumente, sondern auch an Kleidung sowie Ihr Adressbuch!
  • Extremsituationen gedanklich durchspielen: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie bald in einer Extremsituation landen könnten, kann es helfen, sich vorab Gedanken über mögliche Szenarien zu machen. So werden Sie weniger unvorbereitet getroffen. Aber Achtung: In solchen Gedanken kann man sich auch schnell verlieren! Sie sollten also aufpassen, dass Sie trotz allem nicht den Bezug zur Realität verlieren und sich immer wieder vor Augen führen, dass dies bloß ein Gedankenexperiment ist.
  • Beobachten Sie Ihr Umfeld: Je mehr Sie über Ihr Umfeld wissen, desto besser können Sie auf dieses reagieren. Halten Sie also die Augen und Ohren offen, egal wohin Sie gehen.
    Allein das Wissen, vorbereitet zu sein, kann schon beruhigen. Sollten Sie sich unverhofft in einer Krisensituation befinden, ist vor allem Eines entscheidend: Sie werden es auch wieder herausschaffen! Sagen Sie sich diesen Satz wie ein Mantra und ehe Sie sich versehen, ist die Krise bereits gemeistert!

Methoden zum Stressabbau

Stress ist laut Definition die erhöhte körperliche oder seelische Anspannung. Diese ruft eine bestimmte Reaktion hervor und kann im Extremfall Ihrer Gesundheit erheblich schaden. Daher ist es wichtig, aufkommenden Stress zu erkennen, ihn im Keim zu ersticken und aktiv zu bekämpfen. So können Sie auch Ihre mentale Gesundheit nachhaltig stärken.

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden, um den Stressabbau zu trainieren. Wir konzentrieren uns auf das, was sich für Sie tatsächlich umsetzbar ist:

  • Wenn sich der Stress anbahnt: Stress lässt sich spüren, die Aggressivität überkommt einen, Schweißausbrüche, der Blutdruck steigt. Es gibt keinen Stressausbruch, den Sie körperlich nicht spüren. Also: Achten Sie auf die Signale – wenn der Stress steigt, dann hilft vor allem eines: körperlicher Stressabbau.
  • Körperlich Betätigen: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Stress braucht ein Ventil, und die schnellste Art, um Stress abzubauen ist, sich zu bewegen. Sie können Joggen gehen und Ihren Frust mit jedem Schritt in den Boden stampfen. Alternativ können Sie auch ein Kissen boxen, Holz hacken oder sich anderweitig sportlich verausgaben.
  • Vermeiden Sie Frustessen: Sie sollten nicht versuchen, den aufkommenden Stress durch Nahrungsaufnahme zu besänftigen – außer Sie sind gestresst, weil Sie eben zu wenig gegessen haben. Frustessen kann schnell zur Gewohnheit werden und ist im Gegensatz zur sportlichen Betätigung nicht förderlich.
  • Mit Ruhe und Distanz bewerten: Wenn Sie etwas Abstand von der Stresssituation gewonnen haben, sollten Sie diese in ruhigerer Verfassung erneut ordnen und neu bewerten. Konzentrieren Sie sich auf die Lösungsfindung. Lassen Sie Ihre Angst hinter sich und fokussieren Sie sich darauf, einen Ausweg zu finden.
  • Meditation: Für viele Menschen ist die Meditation die ultimative Methode zum Stressabbau. Es gibt verschiedene Formen und Herangehensweisen – informieren Sie sich dazu im Internet oder bei Experten.

In diesem Video wird auf drei verschiedene Stresskompetenzen eingegangen, die Ihre mentale Gesundheit stärken können:

Die sieben Säulen der Resilienz

Einer der Grundpfeiler der mentalen Gesundheit und Fitness ist die Resilienz. Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandskraft und die Fähigkeit, schwierige oder belastende Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigungen zu überstehen.

Im Allgemeinen geht es also darum, die Schutzfaktoren den Risikofaktoren gegenüberzustellen – Ziel ist es, dass sich die Faktoren gegenseitig ausgleichen. So schützen Sie sich davor, sich Stress zu sehr zu Herzen zu nehmen und bewahren auf Dauer auch in brenzlichen Situationen einen kühlen Kopf.

Bei den sieben Säulen der Resilienz wurden verschiedene Schutzfaktoren ausgearbeitet, die – wenn Sie ausreichend vorhanden sind – Ihre Resilienz stärken.

  1. Lösungsorientierung: Fokussieren Sie sich bei Problemen immer darauf, eine Lösung zu finden, anstatt sich zu sehr in das Problem selbst reinzudenken.
  2. Selbstregulierung: Verlassen Sie die Opferrolle und finden Sie heraus, wo Ihre persönlichen Grenzen liegen. Im Anschluss stehen Sie für sich ein und setzen diese Grenzen auch gegenüber Ihren Mitmenschen durch.
  3. Eigenverantwortung: Machen Sie sich bewusst, dass Sie Ihr Leben in der Hand haben. Alle Entscheidungen sowie deren Konsequenzen müssen von Ihnen getragen werden. Stellen Sie daher sicher, dass Sie nichts tun, womit Sie sich unwohl fühlen.
  4. Akzeptanz: Dinge, die nicht in Ihrer Macht liegen, können Sie nicht verändern. Je früher Sie sich dies bewusst machen und akzeptieren, desto früher können Sie sich mit möglichen Lösungsansätzen beschäftigen.
  5. Netzwerkorientierung: Bauen Sie sich ein Netzwerk auf, das Sie in Krisenzeiten auffängt und stützt. Ihr Netzwerk kann aus Familie, Freunden oder anderen vertrauten Personen bestehen.
  6. Zukunftsplanung: Wie gut sind Sie auf das vorbereitet, was kommt? Wir bei Waldhammer leben nach dem Motto: Wer beim Vorbereiten scheitert, bereitet sein Scheitern vor. Richten Sie sich Ihren persönlichen Notfallplan ein und achten Sie auf Ihre Umgebung.
  7. Realistischer Optimismus: Bleiben Sie realistisch. Ein „Das schaffe ich nie!“ sollten Sie aus Ihrem Wortschatz streichen und sich stattdessen sagen: „Ich kann das schaffen!“. Pessimismus bremst Menschen aus – lassen Sie die negative Denkweise also hinter sich und treten Sie neuen Herausforderungen positiv entgegen.

Andere Menschen mental unterstützen

So, wie Sie sich vielleicht manchmal Unterstützung wünschen, tun es auch Ihre Mitmenschen. Wenn Sie selbst stabil genug sind und sich in der Lage dazu fühlen, können Sie auch andere mental unterstützen.
Achten Sie auf Ihre Mitmenschen, versuchen Sie den Gemütszustand einzuschätzen und fragen Sie nach, wie es Ihren Liebsten geht. Ein einfacher Blickkontakt, ein Lächeln oder ein Kompliment können schon Wunder bewirken.

Auch Worte der Ermutigung oder leichte Berührungen wie ein sanftes Streicheln können Trost spenden. Letzteres kann aber auch schnell in einer Katastrophe enden, wenn die oder der Betroffene keine Berührungen gewohnt ist, oder diese mit Schlechtem verbindet. Fragen Sie daher nach, bevor Sie körperlich Trost spenden.

Eine Steigerung des Selbstwertgefühls kann auch durch Erfolgserlebnisse erzielt werden. Eine kleine Aufgabe kann also nicht nur Ablenkung verschaffen, sondern den oder die Betroffene bei Erfolg auch mit Glücksgefühlen belohnen.