China: Schwenk zur nächsten Weltmacht

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Die Weltordnung geht nach Meinung zahlreicher Beobachter nun eine neue Richtung ein. China wird immer mehr zu einer bestimmenden Kraft, während die USA und vor allem der sonstige Westen an Einfluss verlieren. Dies wird sichtbar an dem Treffen zwischen Xi Jinping und Joe Biden beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in San Francisco. Dieses Treffen fand hier in den Medien quasi kaum statt.

Asiatisch-pazifische Nachbarschaft: China dominiert

Für China geht es lange nicht mehr um China alleine. Washington weiß dies. 1989 wurde die Apec als Organisation schon begründet, zu einer Zeit, als es die osteuropäischen Länder noch gab als Teil eines großen, von der Sowjetunion nicht mehr beherrschten Systems. Die verabschiedete sich in dieser Konfiguration gerade von der Weltbühne. 1991 dann trat China bei. Barack Obama widmete sich ab 2011 dem Thema und sah in der „Asien-Pazifik-Region“ seine zentrale Interessen- und Einflusssphäre. Es ging um den „Schwenk nach Asien.

Donald Trump, so ein Bericht, habe als „Isolationist“ mit dem Rückzug aus dem Transpazifischen Handelsabkommen TPP auch die Bündnisse mit zahlreichen Anrainer-Staaten von China zerschlagen. Die Gelegenheit scheint China genutzt zu haben. Es sei „integraler Bestandteil der Vereinigung südostasiatischer Länder (Asean), Indien und Russland seien zusammen mit China Gründungsnationen für die BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die neue Seidenstraße finde immer mehr Partner und seit 2020 hat die südostasiatische Freihandelszone RCEP mit China als Antrieb die Arbeit aufgenommen.

China trage mittlerweile 33 % zum Wachstum des weltweiten Sozialprodukts bei.

In Deutschland findet eine ernsthafte Aufnahme außenpolitischer Gespräche mit diesem Handelspartner, so der Eindruck, kaum mehr statt.