China oder Elektromobilität? Welcher Treiber wird beim Kupfer kurzfristig den Ausschlag geben?

businessman-3446136_1920

Dem Kupfer wird eine glänzende Zukunft prognostiziert, denn das rote Metall wird wie kaum ein anderes mit der Elektromobilität identifiziert. Da diese überwiegend den elektrischen Strom als Antrieb vorsieht, steht auch das Kupfer sofort im Vordergrund, wenn es um die Elektromobilität geht, denn kein anderes Material kann dem Kupfer derzeit den Rang ablaufen, wenn es darum geht, den elektrischen Strom durch die Leitungen zu transportieren.

Die zunehmende Nachfrage nach Kupfer durch die Energiewende müsste eigentlich dem Preis des Metalls kräftig Aufschwung geben, denn die geologischen Vorräte werden in den kommenden Jahren stark abnehmen und nach Berechnungen des US-Geological Survey um bis zu 80 Prozent abnehmen.

Das zu erwartende Kupferdefizit lässt sich daher schon heute antizipieren und viele Investoren setzen bereits auf diesen Engpass und positionieren sich entsprechend. Man sollte vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass der Kupferpreis wie andere Preise auch derzeit nahe an seinen Hochs notiert.

Ein gespaltener Markt weiß nicht, in welche Richtung er laufen soll

Doch davon kann momentan keine Rede sein, denn die Investoren sind verunsichert. Fragt man nach dem Grund für diese Unsicherheit, wird schnell auf China verwiesen. In den vergangenen Jahren hat das Reich der Mitte sehr stark in den Wohnungsbau und in den Ausbau seiner Infrastruktur ermittelt. Dies führte dazu, dass ein großer Teil der Kupferweltproduktion im chinesischen Staubsauger verschwand.

China und seine wirtschaftliche Zukunft sehen die Investoren derzeit allerdings kritisch. Insbesondere der Immobilienmarkt wird mit Sorge betrachtet. Sollte er noch länger am Boden bleiben, droht ein erheblicher Rückgang der Kupfernachfrage aus dem Reich der Mitte. Diesen preisen die Anleger an den Kupfermärkten derzeit ein.

Während langfristig die Zeichen somit auf Expansion und eine stark steigende Kupfernachfrage stehen, dominiert kurzfristig die Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung in China. Gleichzeitig setzen aber auch viele Anleger auf den langfristigen Zyklus. Bislang halten sich beide Positionen in etwa die Waage. Einen kräftigen Anstieg oder auch einen kräftigen Rutsch sollten die Kupfernotierungen jedoch in dem Augenblick vollziehen, in dem sich eine der beiden Seiten durchsetzt.