in D/A/CH

Der Auftrag eines Autors, vor allem eines unabhängigen und freien, ist es, zu hinterfragen. Auch und gerade, Obrigkeiten und offizielle Erlässe. Inwiefern eine solche Hinterfragung stattfindet liegt an den Erfordernissen. Woran jedoch wiederum bemessen sich diese Erfordernisse?

Diese Frage ist leichter zu beantworten, als vielen lieb sein mag, denn die einzige Richtlinie kann und darf sein, in welchem Ausmaße sich die objektiv und allgemein wahrnehmbaren Auswirkungen der Taten einer Obrigkeit von deren Absichtsbekundungen unterscheiden. Kurz- Im Widerspruch zwischen Gesagtem und Erreichtem.

Nehmen wir an, eine Obrigkeit stellt an sich selbst den Anspruch, demokratische, freiheitliche und sozial harmonische Interessen zu verfolgen. Ferner noch, sie schwört sogar darauf. Ist es dann vermessen, nach einer gewissen Zeit die Früchte ihrer Arbeit zu überprüfen? Darf man sich in einem Gesellschaftsmodell mit oben genannten Grundpfeilern nicht die Frage stellen, ob das offiziell geäußerte Ziel erreicht wurde?

Diese Frage bezieht zusätzliche Brisanz in den Fällen, in denen es offensichtlich ist, dass diese Ziele NICHT erreicht wurden. Mehr noch- Wenn nicht nur diese Ziele nicht erreicht wurden, sondern sich die Hinweise darauf häufen, dass hinter verschlossenen Türen mit aller Kraft und viel Energie auf das Gegenteil der Absichtsbekundungen hingearbeitet wurde und wird. Dass sozusagen der Bevölkerung nur vorgemacht wurde, die Obrigkeit würde für edle Werte einstehen und arbeiten, de facto aber andere Ziele verfolgt. Sprich- Betrug.

Alleine mit einigen aufmerksamen Blicken, ganz ohne journalistische Recherche und ohne unzählige Quellenangaben lässt sich auch für einen mündigen, aufmerksamen und objektiven Bürger feststellen, dass viele Erlässe und Gesetze nicht in demokratischen Prozessen stattgefunden haben und verabschiedet wurden. Ein paar Beispiele mögen verdeutlichen, welche Dinge ins Dasein kamen, ohne den Souverän der BRD auch nur ansatzweise zu Wort kommen zu lassen:

  • Hartz IV
  • Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • Alle Gesundheitsreformen
  • Gründung der EU
  • Alle Beschlüsse der EU
  • Lissabonvertrag
  • Waffenlieferungen an wen auch immer
  • Rettungsschirme für Banken und Kapitalunternehmer
  • uvm.

Es sollte also für jeden, der mehr als nur flüchtig auf die ihn umgebende Welt schaut, leicht erkennbar sein, dass es sich bei unserer Form der parlamentarischen Demokratie um nichts anderes als eine Scheineinrichtung handelt, um der Bevölkerung vorzuspielen, sie habe alle vier Jahre aktives Mitgestaltungsrecht in der politischen Landschaft.

Dies kombiniert man mit der Tatsache, dass es absolut keine Rolle mehr zu spielen scheint, vor welche Farbe man sein Kreuz setzt. Man betrachte die Regierungsbildungen der letzten 20 Jahre. Die BRD hatte alle möglichen und unmöglichen Regierungskonstellationen und keine davon hat auch nur einen Hauch dazu beigetragen, der etablierten politischen Landschaft berechtigtes Vertrauen zu gewähren. Offensichtlich verfahren die verschiedenen politischen Parteien gleich verschiedenen Abteilungen eines einzelnen Unternehmens. Alle haben sie andere Schwerpunkte, jedoch alle arbeiten daran, das gleiche Produkt zu fertigen und zu vertreiben. Der oft geäußerte Vorwurf an die Politik, dass jeder „das Spiel mitspielen“ muss, wenn er an die Macht kommen will, scheint mehr als bestätigt. Ohne Unterwerfung an eine Agenda, die nachgewiesenermaßen nicht vom Souverän der BRD ausgeht, lässt sich politisch in diesem Lande kein Einfluss erreichen.

Der Vorwurf der Politiker an die Bevölkerung indes, sie sei politikverdrossen und desinteressiert, ist mehr als Heuchlerei. Denn bevor Politiker anderen diesen oder einen ähnlichen Vorwurf machen, müssen sie erst einmal unter Beweis stellen, dass sie des Vertrauens würdig sind, welches sie einfordern. Mit Lügen, Betrug und Heuchlerei geschieht dies aber gewiss nicht.
Bevor also jemals wieder ein Politiker einen solchen oder ähnlichen Vorwurf gegenüber seinem Souverän äußert, hat er zuerst ganz tief in sich selbst zu gehen und zu prüfen, ob er wirklich gewissenhaft seinen Auftrag und seinen Schwur nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt. Ansonsten ist dieser Politiker, ganz offen und emotional gesprochen, bestenfalls ein schlechter und unfairer Mensch.

Doch zurück zum Hinterfragen. Objektiv lässt sich für unsere aktuelle Situation nur festhalten, dass in unserer politischen Landschaft de facto nicht von Demokratie die Rede sein kann. Bestenfalls von einer Vortäuschung derselben. Doch die Fassade ist schon längst am Einstürzen und es ist auch kein großes Geheimnis mehr, was genau sich hinter dieser Fassade verbirgt.
Denn auch dies ist für jeden zu sehen, der mit offenen Augen durch seine Welt geht.

All jenen, die dies nicht tun, wünscht der Autor eine gute Nacht und ein nicht all zu schlimmes Erwachen.

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Guter Artikel. Es sollte ein Gremium geben, was zu einem gewissen Teil aus ganz normalen, zufällig berufenen Bürgern besteht und das prüft regelmäßig, ob die demokratischen Prozesse eingehalten werden. Ich für meinen Teil gehe deshalb schon seit geraumer Zeit nicht mehr wählen. Es gibt nichts zu wählen. Wenn in den unterschiedlichen Parteien die wichtigsten Köpfe merkwürdigerweise im selben Club (Transatlantische Brücke) Mitglied sind dann brauche ich auch nicht wählen, es wird am Schluss immer das gleiche herauskommen. Wir haben faktisch keine Demokratie mehr. Unser Parteiensystem ist hochgradig unterwandert. Man kann das mit mafiösen Strukturen vergleichen aber die Folgen hier sind um so schlimmer, wie wir ja jeden Tag erleben dürfen.

    • Glauben Sie wirklich es gäbe nur die Clubs wie Transatlantische Brücke, Trilaterale Kommission oder Council on foreign realations?
      Es gibt noch ganz andere Organe welche die internationale Machtpolitik global stark beeinflussen z.B.
      Global Green Network (GGN),IDU (International Demcoratic Union),centrist democratic internationale (CDI) ,Alliance of Democrats,CALD (Council of Asian Liberals and Democrats) oder kennen Sie einen der mächtigsten Bankster-Clubs überhaupt den IIF (Institute of International Finance) oder den übermächtigen internationalen UnternehmerVerbände wie Transatlantic Business Council und der Global Services Coalition (GSC).
      Nein! Weil Alternativmedien uns lieber über irgendwelche Bilderberger Schrott überschütten..