in Umwelt

Monsanto ist vielen Menschen heute ein Begriff. Der Chemieherrsteller des im Vietnamkrieg verwendeten Agent Orange ist seit längerer Zeit im landwirtschaftlichen Bereich aktiv – mit genmanipulierten Pflanzen und dem dazu anwendbaren Herbizid Round Up. Es ist eines der meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittel weltweit.

Doch die Inhaltsstoffe sind wegen einer potentiellen Gefährdung von Mensch und Tier sehr umstritten. Glyphosat ist eines der wichtigsten Bestandteile vieler Pestizide. Nun werden immer mehr Studien zur Wirkung von Glyphosat auf sein Umwelt durchgeführt und veröffentlicht und die Ergebnisse scheinen deutlich: Lungenprobleme, Nierenschäden, Auswirkung auf Fortpflanzungsorgane, krebsfördernd.

Wissenschaftler haben nun untersucht, ob und in welchen Mengen Glyphosat in verschiedenen Produkten auftritt. Während Produkte aus Korn und Soja die Grenzwerte nicht überschreiten, sind die Ergebnisse für Honig erschreckend: Mehr als die Hälfte der konventionellen (59% von 58 Proben) und knapp die Hälfte der organischen Honigproben (45% von 11 Proben) hatten eine Glyphosat-Konzentration oberhalb der gesundheitlich zugelassenen Grenzwerte.

Die Studie schließt sich den Erkenntnissen der Internationalen Agentur für Forschung auf Krebs (IARC), die im Februar für Schlagzeilen gesorgt hat. Das IARC hat eine direkte Verbindung zwischen Glyphosate und einem erhöhten Krebsrisiko belegt. Daraufhin hat die Weltgesundheitsorganisation das Gesundheitsrisiko für Glyphosate als hoch eingestuft.

Folglich haben sich schon einige Länder für ein Verbot der Verwendung von Round Up entschieden. El Salvador und Sri Lanka haben ein Verbot durchgesetzt, Frankreich hat die Nutzung stark eingeschränkt. In anderen Ländern wird das Thema heftig diskutiert. Die neusten Erkenntnisse werden im Kontext weiterer Verbote sicherlich eine gewichtige Rolle spielen.

Quellen:
http://www.epa.gov/safewater/pdfs/factsheets/soc/tech/glyphosa.pdf
http://omicsonline.org/open-access/survey-of-glyphosate-residues-in-honey-corn-and-soy-products-2161-0525.1000249.php?aid=36354
http://netzfrauen.org/2015/06/17/monsanto-ruiniert-den-honig-glyphosat-aus-roundup-im-honig-nachgewiesen-monsanto-has-ruined-our-honey-its-contaminated-with-glyphosates-from-roundup-2/
http://www.tagesschau.de/ausland/glyphosat-101.html
http://netzfrauen.org/2015/05/26/nach-el-salvador-bermudas-nun-sri-lanka-verbot-von-glyphosat-wann-kommt-die-eu-sri-lankas-new-president-immediate-ban-on-glyphosate-herbicides/

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21 Kommentare

  1. „Die Bedürfnisse Weniger sind wichtiger als das Wohl Vieler.“ Für das Sterben eines Drittels aller Bienenvölker weltweit noch mal ein zusätzliches Lob an Monsanto(d)!

  2. Monsanto ist ein menschenverachtendes Unternehmen, geführt von macht- und profitgeilen Verbrechern. Jedes Mittel sollte in Betracht gezogen werden, um diese Leute zu stoppen. Wir dürfen niemals zulassen das diese Mörder an Mensch, Tier und Natur ihren Gendreck jemals nach Europa bringen. Leistet Widerstand wo ihr nur könnt und STOPPT TTIP!

  3. Man hätte schon dazusagen können, dass die Studie in Philadelphia gemacht wurde, wo die Situation von GMO/Roudup eine ganz andere ist wie in Europa.
    Die Werte lagen auch meist knapp über den feststellbaren Bereich.
    Die GMO Pflanzen halten eben eine Spritzung mit Roudup aus, daher kommen auch die Bienen damit in Kontakt – in den USA.

    In Europa ist die Situation doch eine ganz andere, Roundup wird für die Sikkation verwendet oder gegen Unkraut, und tote Pflanzen interessieren Bienen nicht.
    Der Artikel ist verantwortungslose Panikmache, ein Tritt in den Hintern heimischer Imker, deren Produkt miesgemacht wird, obwohl man mit ein bisserl nachdenken draufkommen hätte können, dass diese Studie für unsere Breiten gar nicht zutreffen kann.

  4. Es wäre schon hilfreich zu schreiben, welche Honigsorten getestet wurden UND von dem diese Tests durchgeführt werden !!

  5. Die meisten Honigsorten werden in Supermärkten vertrieben.Diese enthalten Mischhonig aus verschiedenen Ländern innerhalb und ausserhalb Europas.Die Chancen bei diesen Honigsorten auf Glyphosat zu stossen sind hoch.Also Augen auf beim Einkauf oder nur Honig beim Imker des Vertrauens kaufen.Mit den verschiedenen Freihandelsabkommen wie TTIP,Ceta und Tisa wird Glyphosat aber auch hier auf zukünftige Genpflanzen gespritzt.Dann ists vorbei mit glyphosatfreiem Honig.

  6. Vom Entlaubungsmittel Agent Orange, das wahrlich nur Menschen degeneriert, bis zu den heutigen pestizid- und antibiotika-verseuchten Lebensmitteln ist es ein konsequenter Weg. Eine mehrheitlich verseuchte Bevölkerung demonstriert nicht, kümmert sich um sich selbst. Aber bei Verhältnissen, wie unter United Fruit- kontrollierten Regierungen, sollte man vorsichtig sein. Für den Kanzleramtsminister, seine Schranzen stehen ausgesuchte BIO- Produkte, z.B. Würstchen, Annehmlichkeiten, Belustigungen und Lobby-Mätressen bereit. Man weiß, wie tief man fällt, durch false flag operations: Isolieren, Kriminalisieren, Demoralisieren, „bis zum politischen Mord“ [Zitat]. Die Täter schreddern Akten, beseitigen Beweise, erhalten den Maulkorb, z.B. Kassel.

  7. Beim Honig gibt es ein in Europa eingetragenes Siegel Gentechnikfrei. Die europäischen Honighersteller könnten also mit dazu beitragen das TTIP nicht kommt. Anders würde es vielleicht aussehen wenn gegen europäischen Honig eine Rufmordkampagne gestartet wird. In diesem Zusammenhang ist dieser Artikel zu sehen!!! Wo findet überall Rufmord statt bei der FIFA. Kam aus den USA, Die US-Spitzellisten werden nicht veröffentlicht. Gerade lese ich das der Siemensmanager sich vor vier Wochen das leben genommen hat wie der Ermittler von Charlie Hebdo. Siemens hat sich vor einigen Monaten gegen die Russlandsanktionen ausgesprochen. General Elektrik hat in Frankreich eine Sparte übernommen für die sich auch Siemens interessierte. Irgendwie viele Zufälle

  8. Nach meiner Meinung kann man Neopresse ebenfalls mittlerweile vergessen. US, Tendenziöse Propaganda Artikel. Wir haben in Deutschland mittlerweile eine transatlantische aktuelle Kamera!!!!

  9. Habe gerade das Meßgerät eingeschaltet: gepulste Mikrowellenstrahlung läuft, Radioaktivität 0,14 mSv/h -10:05 Uhr .
    In Italien – Waschwasser Gardasee bei 300, Seewasser knapp über 200, Trinkwasser bei 120 nS

    In Deutschland, Evian 600, Leitungswasser ca. 600 – Quellwasser knapp unter 600 nS – vor 10 Jahren Grenzwert für Brauchwasser bei 200 – man möchte fragen, was läuft hier?

  10. Wenige verdienen durch skrupellose Geschäftspolitik ein Vermögen, die Politik nickt es ab, wir in der Masse werden krank und bezahlen auch noch dafür.
    Irgendwie auch schon wieder ein perfektes System.

  11. die ganze chemie industrie waren und sind weltvergifter und mord maschienerien . cyclon b und heute round up , das grenzt doch schon an ein wunder das diese bosse noch am leben sind .

  12. Währ.d. Vietnamkrieges stellten Dow Chemical & Monsanto das dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange her, durch dessen Einsatz tausende Vietnamesen und auch amerikanische Soldaten gesundheitlich geschädigt wurden. Bis heute kommt es zu einem vermehrten Auftreten von Schwangerschaftsschäden und Fehlbildungen unter der betroffenen Bevölkerung.
    [ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Chemical ]
    Das die B90/Grünen nun gegen d. Einsatz von Glyphosat „kämpfen“ ist anerkennswert. Doch gegen die Kriminellen in Brüssel u. Berlin u. sonst wo… ist es ein Ruf gegen den Wind.
    Glyphosat ist ein Stoff v. Millionen Verbindungen in unseren teils versauten Lebensmitteln. Das d. Bienen Gefahr laufen auszusterben, haben d. noch nicht…