Trump lädt Kanada überraschend aus!

Die jüngste Initiative von Donald Trump sorgt international für Aufsehen – und für diplomatische Verstimmungen. Kaum hatte der US-Präsident beim Weltwirtschaftsforum in Davos seinen neuen sogenannten „Friedensrat“ vorgestellt, kam es bereits zum ersten Eklat: Die Einladung an den kanadischen Premierminister Mark Carney wurde öffentlich und demonstrativ zurückgezogen.

Politische Bühne statt diplomatischer Feinarbeit

Auslöser der Affäre war eine Rede Carneys, in der dieser die Vereinigten Staaten scharf für ihre Handelspolitik kritisierte. Er warf Washington vor, wirtschaftliche Abhängigkeiten gezielt als Druckmittel einzusetzen und Zölle als geopolitische Waffe zu missbrauchen. Gleichzeitig forderte er eine stärkere Zusammenarbeit mittelgroßer Staaten, um sich gegen den Einfluss von Großmächten zu behaupten. Diese Worte fanden in Davos großen Anklang – was Trump offenbar als Affront verstand.

Die Antwort des US-Präsidenten folgte prompt und in gewohnt zugespitzter Form. In einer öffentlichen Erklärung stellte er die wirtschaftliche Bedeutung der USA für Kanada heraus und erteilte dem Nachbarland eine deutliche Lektion in Machtpolitik. Kurz darauf wurde Carney offiziell aus dem neu gegründeten Gremium ausgeladen – über eine Ankündigung auf Truth Social, was dem Vorgang zusätzlichen Symbolcharakter verlieh.

Der neu ins Leben gerufene Friedensrat ist Teil eines umfassenderen Plans, der insbesondere den Konflikt im Nahen Osten adressieren soll. Mitglieder des Gremiums sollen hohe finanzielle Beiträge leisten, was bereits im Vorfeld für Kritik sorgte. Mehrere Länder haben sich angeschlossen, darunter Staaten aus dem Nahen Osten – während einige traditionelle westliche Verbündete eine Teilnahme bislang ablehnen.

Besonders brisant ist die Einladung an Wladimir Putin, dessen internationale Rolle seit dem Ukraine-Krieg stark umstritten ist. Dass Trump ihm dennoch einen Platz in diesem Kreis in Aussicht stellt, wirft Fragen über die politische Ausrichtung und die Glaubwürdigkeit der Initiative auf.

Trumps Bemerkung, das Gremium könne künftig „so ziemlich alles tun“, verdeutlicht den Anspruch, geopolitische Prozesse neu zu ordnen – notfalls unilateral. Gleichzeitig verschärft der Vorfall die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und ihren Handelspartnern, insbesondere im Kontext neuer Zollmaßnahmen.

Der Eklat um Kanada zeigt, wie schnell politische Allianzen unter Druck geraten können, wenn Machtansprüche, wirtschaftliche Interessen und persönliche Eitelkeiten aufeinandertreffen. Für viele Beobachter ist der neue Friedensrat daher weniger ein Instrument für Stabilität – als vielmehr eine Bühne für Trumps ganz eigene Art von Weltpolitik.