Regierung will die Ticketsteuer auf Passagierflüge anheben

Bis vor wenigen Tagen galt als ausgemacht, dass die Regierung die sogenannte Flugbenzin-Subventionierung aufheben würde – das Kerosin sollte anders besteuert werden. Nun allerdings hat sich der Wind erneut gedreht. Gewerbliche Kunden sollen weiter wie bislang behandelt werden. Dafür wird die Ticketsteuer angehoben, die für Passagierflüge zu zahlen ist.

Passagiere werden mehr zahlen müssen

Das Gesamtaufkommen, mit dem die Regierung „mehr“ rechnet, soll sich nicht ändern. Die Regierung möchte demnach für den Bundeshaushalt Mehreinnahmen von bis zu 580 Millionen Euro erreichen. Die „zusätzlichen“ Einnahmen würden so angepasst, dass damit die Kerosinsteuer quasi nicht mehr nötig wäre.

Ein Grund dafür waren die Warnungen von Fachleuten. Die hatten darauf verwiesen, dass der innerdeutsche Verkehr dann reduziert würde. Gerade die gewerblichen Kunden könnten auf andere Strecken ausweichen. Auch die Fluggesellschaften würden dann ggf. die innerdeutschen Drehkreuze meiden und stattdessen nahegelegene andere Flughäfen avisieren.

Die Passagierflugzeuggäste können nicht so einfach ausweisen, sondern sind in aller Regel eher auf die Angebote angewiesen, die es von Flughäfen aus gibt. Die zusätzlichen Kosten sollen in etwa je nach Endziel einen Preis von 12,73 Euro bis zu 58,06 Euro ausmachen.

Betroffen sind jeweils Flüge, die von deutschen Flughäfen aus abheben. Der jeweilige Rückflug bei Auslandsflügen wäre dieser Darstellung nach nicht betroffen, da der Flughafen, von dem aus geflogen wird, nicht betroffen ist.

Gewerbliche Reisende werden jeweils die Belastung durch die steuerliche Relevanz reduzieren können. Private Reisende übernehmen die Mehrkosten voll und ganz. Eine – Steuererhöhung, die ja eigentlich nicht kommen sollte. So hate es vor allem die FDP innerhalb der Ampel mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung versprochen.