in Politik

Die Europäische Union, also die EU-Kommission in Brüssel, hat sich im Dezember 2017 dazu entschieden, den Einsatz des Pflanzengiftes Glyphosat in den Ländern der Europäischen Union für weitere fünf Jahre zuzulassen. Es war dem Schurkenstück des ehemaligen Landwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) der Bundesregierung unter Angela Merkel maßgeblich zu verdanken, dass die Zulassung für das Gift zugunsten der Chemie-Lobby durchgewunken wird. Watergate.tv berichtete.

Doch immer mehr Kommunen in Deutschland haben erkannt, dass Glyphosat kein Heilsbringer ist, sondern den Tod bringt – für Mensch, Tier und Natur. Viele deutsche Städte verzichten bei der Unkrautvernichtung auf ihren Grünflächen auf Glyphosat. Immer mehr Städte und Gemeinden nehmen das Glyphosat-Verbot auch in ihre Pachtverträge mit Landwirten auf, die stadteigene Äcker bewirtschaften.

Glyphosat gilt als krebserregend. Die IARC (International Agency for Research on Cancer) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Österreich hat sogar vor wenigen Wochen als erstes EU-Land den Einsatz von Glyphosat vollständig verboten.

In Deutschland wenden die meisten Kommunen Glyphosat nicht mehr auf Grünflächen an. Beim sogenannten „Nichtkulturland“ wie Straßen, Wegen, Gleisanlagen, Betriebsflächen oder Hafengeländen wird das Gift meistens noch versprüht, obwohl es dafür eine Genehmigung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft braucht. Aber die liegt ja vor… und wird auf Landesebene auch regelmäßig erteilt.

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Städten ergab, dass immer weniger Städte Glyphosat einsetzen. In Stuttgart etwa wird Glyphosat nicht mehr in Parks, Grünanlagen und auf Friedhöfen versprüht. Der Verzicht auf Glyphosat ist also durchaus möglich. Frankfurt am Main versprüht schon seit Anfang der 1990er Jahre kein Glyphosat mehr, stattdessen wird gebürstet oder gehackt. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass seit 2012 eine Biodiversitätsklausel jeden Landwirt zu einer Maßnahme für den Artenschutz auf mindestens einem Prozent der Ackerflächen und im Erwerbsgartenbau verpflichtet. Der Kampf gegen Glyphosat lohnt sich, wie Sie hier lesen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Alle die behaupten Glyphosat sei nicht giftig sollten ab Morgen statt eine Tasse Kaffee oder Milch zum Frühstück die gleiche Menge Glyphosat zu sich nehmen.
    Die Bestatter freuen sich über gute Geschäfte.
    Danke an die Landwirte und die Kommunen die für ein Verbot einstehen,

Webmentions

  • Immer mehr Kommunen verbannen Glyphosat - Leserbriefe 26. Juli 2019

    […] • Weiterlesen • […]