Ist die Maskenpflicht die umstrittenste aller COVID-19-Debatten?

Zur Zeit überschlagen sich die Ereignisse, Diskussionen und neue Verordnungen der Politik fast täglich. Was gestern noch galt, ist heute schon längst nicht mehr gültig. Deshalb schauen wir von Neopresse mal über den berühmten Tellerrand hinaus und beschäftigen uns mal mit dem wohl wichtigsten Corona-Produkt, welches aus dem normalen gesellschaftlichen Leben seit März 2020 nicht mehr wegzudenken sind: Die Masken!

Was wir wirklich wissen

Wissenschaftliche Untersuchungen der Northeastern University of Boston zeigen, dass Gesichtsbedeckungen verschiedener Art kaum dazu beitragen, Atemwegserkrankungen zu verhindern, die durch an Aerosole gebundene Viren ausgelöst werden. Die Influenzaviren – Coronaviren, die Erkältungen und SARS-CoV-2 verursachen – verbreiten sich alle über die Luft, nicht nur über Tröpfchen oder den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. Durch das Verhindern einer Tröpfchenkontamination lässt sich die Übertragung an Aerosol gebundener Viren nicht verhindern, erklärt die Studie der WissenschaftlerInnen.

Im Detail bedeutet das Ungereimtheiten

SARS-CoV-2 ist ein Beta-Coronavirus mit einem Durchmesser zwischen 60 und 140 Nanometern (nm), das heißt 0,06 bis 0,14 Mikrometer (μm). Virusbeladene Speichel- oder Atemtröpfchen, wie sie beim Sprechen oder Husten ausgestoßen werden, messen zwischen 5 und 10 Mikrometer. FFP2-Masken (auch N95-Masken genannt) können Partikel bis zu einer Größe von 0,3 Mikrometern filtern, so dass sie zwar einen Großteil der Atemtröpfchen am Entweichen hindern können, nicht aber an Aerosole gebundene (»aerosolierte«) Viren. Labortests in der Studie haben gezeigt, dass 3M-Operationsmasken bis zu lediglich 75 Prozent der Partikel zwischen 0,02 Mikrometer und 1 Mikrometer blockieren können, während Stoffmasken 30–60 Prozent der Atmungspartikel dieser Größe blockieren. Die Art der Maske kann also grundsätzlich nicht verhindern, aerosolierte Viren auszuatmen oder einzuatmen.