Oskar Lafontaine: Bundesregierung blockierte Tot-Impfstoffe als Alternative

Der frühere SPD-Parteivorsitzende und Superminister der ersten Schröder-Regierung, Oskar Lafontaine, äußerte sich per Facebook zur Entwicklung der Impfstoffe in Deutschland. Er sei der Auffassung, die Regierung Merkel inklusive Jens Sahn würde nichts dafür getan haben, die alternativen Tot-Impfstoffe zu fördern. Diese etwa seien aktuell schon im Einsatz; er verweist auf die chinesischen Impfstoffe CoronaVac und Sinopharm, die mit gut 3,5 Milliarden Impfstoffdosen weltweit für annähernd die Hälfte aller verabreichten Impfstoffdosen verantwortlich zeichneten.

Vorwürfe gegen die EMA

Lafontaine geht dabei der Frage nach, warum der Impfstoff in Deutschland und in Europa noch nicht eingesetzt würde. Als mögliche Erläuterung erwähnt er die Präsidentin der Zulassungsbehörde EMA Emer Cooke. Diese „war jahrelang auf europäischer Ebene Lobbyistin für die Pharmakonzerne AstraZeneca und Pfizer. Zur Erläuterung: Diese Unternehmen haben aktuell eingesetzte Corona-Impfstoffe hergestellt (Pfizer zusammen mit BioNTech einen mRNA-Impfstoff).

Sofern man den Bock zum Gärtner mache, dürfe mach sich nicht darüber wundern, dass die klassischen Impfstoffe in Deutschland nicht eingesetzt würden. Er bezeichnet die entsprechende Haltung der Regierung als „Impfverweigerung“ der Regierungsstellen. Sie sei neben dem Abbau an Personal für Intensivbetten oder dem Abbau der Anzahl der Intensivbetten ein weiteres Beispiel für ein Ablenkungsmanöver der Regierung. Diese würde mit dem Kampfbegriff einer „Pandemie der Ungeimpften“ zusammen mit ihrer Lobby die tatsächlichen Probleme nicht angehen, so ist dem Beitrag zu entnehmen.

Die chinesischen Impfstoffe sind in Europa nicht zugelassen. Dasselbe gilt für den russischen Impfstoff Sputnik V. Der wird außerhalb Russlands durchaus in anderen Ländern verimpft. Bald soll zudem ein Tot-Impfstoff des französischen Unternehmens von Valneva zugelassen werden.