„Im Großen und Ganzen“ ist in Deutschland alles gut gelaufen – oder?

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Vor kurzem hat die Kanzlerin in aller Öffentlichkeit behauptet, in Deutschland sei im „Großen und Ganzen“ in der Corona-Frage alles gut gelaufen. Stimmt das? Oft, wenn Deutschland sich selbst lobt, wird das Gegenbeispiel Schweden genannt. Deutschland hat zeitweise harte Lockdown-Maßnahmen vorgenommen und relativ betrachtet noch immer etwas geringere sogenannte Corona-Sterbefallzahlen als Schweden. Der Vorsprung scheint dramatisch zu schmelzen, denn Schweden verzeichnet bei gut 10 Millionen Einwohnern fast 13.000 Sterbefälle (mit oder an Corona), Deutschland bei 80 Millionen Einwohnern fast 70.000. Nun rechnet allerdings Prof. Dr. Thomas Reißinger, emeritierter Professor für Mathematik und Informatik an der Fachhochschule Frankfurt auf Reitschuster.de noch einmal anders. Unter anderem vergleicht er Schwedens Zahlen für 2020 mit den schwedischen Zahlen 2019 und stellt – trotz der fehlenden harten Lockdowns – gar keine Übersterblichkeit fest.

In Schweden wird weniger gestorben als in Deutschland

Zunächst jedoch erlaubt er sich, Deutschland und Schweden noch einmal zu vergleichen. Die wohl vorherrschende Vorstellung: Wenn die Corona-Pandemie so entsetzlich viele Todesopfer und harte Gegenmaßnahmen verlangt, müsste sich dies in den Zahlen zeigen. Für 2020 sind in Schweden pro 10.000 Einwohnern 95,01 Menschen gestorben (woran auch immer). In Deutschland sind es 118 Sterbefälle pro 100.000 Einwohner gewesen (woran auch immer). Bei uns wird also mehr gestorben als in Schweden. Das aber ist nur eine Randnotiz.

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Rießinger vergleicht Schwedens Sterblichkeitsdaten von 2006 bis 2020. Hier die Zahlen pro 10.000 Einwohner: 2006 (100,77), 2007 (100,65), 2008 (99,59), 2009 (97,32) 2010 (96,87), 2011 (95,52), 2021 (96,95), 2013 (94,60), 2014 (92,25) 2015 (93,26) 2016 (92,36) 2017 (92,02) 2018 (91,09), 2019 (86,77) 2020 (95,01). Dazu zwei Bemerkungen: Die Zahlen sind von 2019 (einem ungewöhnlich milden Jahr) bis 2020 wieder gestiegen. Dies nennt Rießinger einen „Nachholeffekt“. Beleg: In einer 2-Jahres-Betrachtung sind 19/29 181,82 Menschen verstorben, 17/18 183,10 und 15/16 185,62 Menschen. Zudem bewegt sich die Zahl von 2020 bestenfalls im langjährigen Mittel.

Ohnehin sind die Menschen in Schweden älter geworden – was wiederum die Sterblichkeit nach hinten verlagert. Unter dem Strich zeigt sich, dass im liberalen Schweden die Anzahl der Verstorbenen 2020 trotz des Ausbleibens harter Maßnahmen vollkommen normal und erwartbar war. Die schwedische Politik hat Gesellschaft und Wirtschaft allerdings besser überleben lassen als bei uns in Merkelland.

 

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