Werden Boris Johnsons ambitionierte E-Mobilitätspläne zum Flop?

Seit die Briten die Europäische Union verlassen haben, herrscht Wettbewerb zwischen dem Kontinent und der Insel. Dieser erstreckt sich auch auf die Klimaziele. Soll will Premierminister Boris Johnson die EU bei der Einführung der Elektromobilität schlagen. Schon für das Jahr 2030 wurde deshalb das Ende des Verbrennungsmotors in Großbritannien angekündigt.

Die Ziele sind ehrgeizig, doch auf dem Weg dorthin droht die Regierung ihrer Majestät über ihre eigenen Füße zu stolpern, denn auf der Insel fehlt es nicht am Interesse der Verbraucher an der neuen Elektrotechnologie. Dieses ist zweifellos vorhanden wie die jüngsten Absatzzahlen eindrucksvoll belegen.

Den Briten mangelt es aber an einer wichtigen Schlüsseltechnologie, ohne die sich die Umstellung auf Fahrzeuge mit Elektromotor nicht realisieren lassen wird: Es gibt nicht genügend Giga-Factories, die all jene Batterien produzieren können, die in Zukunft gebraucht werden.

Ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit

Während Deutschland und die EU an dieser Stelle kräftig Gas geben, kommt der Ausbau in Großbritannien nur zögerlich voran. Bis 2025 will das Land eine Kapazität von zwölf Gigawattstunden aufbauen. In Deutschland werden zum gleichen Zeitpunkt, falls alle Pläne termingerecht umgesetzt werden, jedoch bereits 164 Gigawattstunden an Kapazität aufgebaut sein.

Frankreich dürfte zu diesem Zeitpunkt eine Kapazität von 32 Gigawattstunden haben und die USA über 94 Gigawattstunden verfügen. Soll die britische Fahrzeugproduktion auf ihrem aktuellen Niveau gehalten werden, wird der Aufbau von 60 Gigawattstunden auf der Insel notwendig. Anderenfalls müssten die Batterien importiert werden, was beim Verkauf der Autos in die EU zu erheblichen Zollnachteilen führen könnte.

Die Zulieferer und ihre Arbeitnehmer sind deshalb bereits alarmiert. Sollte bis 2030 nur eine Kapazität von 15 Gigawattstunden aufgebaut werden, könnten bis zu 90.000 Arbeitsplätze auf der Insel verloren gehen. Doch selbst wenn ein Aufbau von 80 Gigawattstunden gelingen sollte, sind immer noch 40.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Infrastruktur. Aktuell gibt es 20.000 Ladestationen im Land. Ihre Zahl müsste auf 2,3 Millionen erhöht werden. Gleichzeitig muss das in die Jahre gekommene Stromnetz modernisiert werden, denn es ist für die höhere Auslastung, die durch das Laden der vielen Fahrzeuge entsteht, nicht ausgelegt.

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