Slowakei und Tschechien lehnen Stationierung von Nato Truppen ab

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Der slowakische Ministerpräsident sowie der tschechische Regierungschef haben das Angebot von US-Präsident Barack Obama abgelehnt, mehr Nato Truppen in den eigenen Ländern  zu stationieren. Seit der Invasion sowjetischer Truppen 1968 gäbe es „besondere Empfindlichkeiten“.

Obamas Angebot

Vor einigen Wochen machte US-Präsident Barack Obama den Vorschlag, die „Nato Präsenz in Osteuropa“ zu stärken. Die Initiative Obamas muss noch vom US-Kongress bestätigt werden. Die USA hatten die europäischen Nato-Staaten in der Vergangenheit immer wieder aufgefordert, mehr in Verteidigung zu investieren und ihre Militärbudgets nicht zu kürzen. „Die Lage in der Ukraine erinnert uns daran, dass es Freiheit nicht umsonst gibt“, hatte Obama bei einem Besuch in Brüssel im März gewarnt. „Obama hatte außerdem am Dienstag angekündigt, jene osteuropäischen Mitgliedstaaten des Militärbündnis zu unterstützen, die sich durch die Ukraine-Krise von Russland bedroht fühlten. Dazu sollte auch die Truppenpräsenz der USA in Europa „im Lichte der neuen Sicherheitsherausforderungen“ überprüft werden. Für die Militärpräsenz auf dem Kontinent soll rund 735 Millionen Euro bereitgestellt werden“ so der Spiegel. Die Bundesregierung lehnte weitere Stationierungen bis jetzt ab, so die Funke-Medien Gruppe. Die Gruppe bezieht sich dabei auf eine noch unveröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen.

Slowakei und Tschechien gegen weitere Nato Truppen

„Ich kann mir ausländische Soldaten in eigenen Stützpunkten in unserem Land nicht vorstellen“

sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico am Mittwoch. Fico erklärte, seit der Invasion sowjetischer Truppen 1968 gebe es in seinem Land „besondere Empfindlichkeiten“.

Auch der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka hatte eine Stationierung von US-Truppen abgelehnt.

„Die Tschechische Republik gehört nicht zu den Ländern, die nach einer Verstärkung der Nato-Streitkräfte in Europa rufen“

hatte der Sozialdemokrat nach Angaben seines Sprechers am Dienstag bei einem Besuch in Wien erklärt. Die Sicherheitslage erfordere dies nicht. Der christdemokratische Koalitionspartner KDU-CSL griff die Entscheidung Sobotkas kurz darauf als „unannehmbar und unverantwortlich“ an.

Quellen:
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0EF1H620140604
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/04/absage-an-obama-slowakei-will-keine-nato-truppen-staitionieren/
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tschechien-und-die-slowakei-lehnen-stationierung-von-us-truppen-ab-a-973440.html
BILDQUELLE: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:NATO%27s_Chairman_of_the_Military_Committee_General_Knud_Bartels_makes_opening_statements_140521-D-HU462-160.jpg?uselang=de
http://www.aktiencheck.de/analysen/Artikel-WAZ_Bundesregierung_gegen_Stationierung_von_Nato_Truppen_Osteuropa_Schreiben_Bundestag_Ziel_bleibt_Partnerschaft_Russland-5854452
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-06/barack-obama-europa-polen-ukraine-sicherheit-nato
http://www.t-online.de/nachrichten/id_70446644/deutsche-regierung-gegen-stationierung-von-nato-truppen-in-osteuropa.html

5 Kommentare zu "Slowakei und Tschechien lehnen Stationierung von Nato Truppen ab"

  1. Richtig so!!!
    Nato und USA sollten sich lieber um eigenen Dreck in ihren Ländern kümmern.

    Sauerei was die in der Welt veranstalten und wie viele Menschen sie getötet und ermordet haben.

  2. Die Slowakei und Tschechien sind für ihre souveräne Haltung zu beglückwünschen. Warschauer-Pakt Streitkräfte gegen NATO Personal auszutauschen ist kein Gewinn. Insbesondere dann, wenn die ursprünglich als Verteidungsbund gedachte NATO in den letzten 15 Jahren als Angriffspakt aufgetreten ist, die es noch dazu mit dem Völkerrecht und der UNO nicht ganz so genau nimmt.

  3. Bürgerdieserwelt | 9. August 2014 um 22:13 | Antworten

    Sehr schön ! Es gibt noch Länder in der EU, die selbst Entscheidungen treffen! Im Interesse ihrer Länder!

  4. Absolut begrüßenswert! Aber Vorsicht! Die Angelsachsen und ihre “ Freunde“ sind mit ihren Strafmaßnahmen nicht zimperlich! Trotzdem Durchhalten und viel Glück!

  5. Renrew Nipanak | 10. Juli 2015 um 00:28 | Antworten

    Bleibt standhaft und Europa-Eurasien-Russland treu. Für den Frieden gegen die Krieg-Finanz-Mafia der USA. Gott stehe uns bei. (Der 140. Psalm) MfG WK4+

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