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Das Weltgeflecht: Diese Konzerne profitieren von Freihandelsabkommen – und hungern die Welt aus

Große Konzerne haben den weltweiten Agrar- und Ernährungsmarkt unter sich aufgeteilt. Noch nicht ganz, aber doch weitgehend. Dies mag moralisch verwerflich oder nicht verwerflich sein – wir betrachten diese Struktur aus der berichtenden Perspektive, um die Hintergründe der Freihandelsproblematik zu verdeutlichen. Gerade diese Konzerne profitieren davon, wenn Patente auf Saatgut (Beispiel Monsanto) oder andere Produktionsverfahren weltweit durchgesetzt werden und dann auch nicht durch die nationale Gesetzgebung zurückgeholt werden können. Sofern Freihandelsabkommen diese Konzerne davor schützen, die dann wiederum in der Regel freie Gerichte (ohne staatlich bestellte Richter) zur Regulation anrufen können.

Vorne dabei Bayer und Monsanto

Inzwischen ist Bayer sehr weit gekommen mit dem Vorhaben, Monsanto zu schlucken. Monsanto hat seinen Hauptsitz in St. Louis in den USA und erwirtschaftet pro Jahr mehr als 11 Milliarden Euro Umsatz. Es produziert sogenannte Pestizide, Pflanzen“schutz“mittel, die auf den Äckern verstreut werden. 1983 wurde das erste Patent auf das Segment „gentechnische Veränderung“ der Zelle einer Pflanze eingereicht. Schon 1994, vor 24 Jahren also, brachte Monsanto das erste biotechnologisch „erzeugte“ Gut an den Markt. Damals ging es um ein spezielles Wachstumshormon für Rindvieh. Inzwischen wird teils gentechnisch manipuliertes Saatgut in mehr als 150 Länder weltweit ausgeliefert.

Bayer CropScience stellt Pestizide und Insektenbekämpfungsmittel her. Auch in der Pflanzenzucht sowie in der Biotechnologie verdient Bayer CropScience hinreichend Geld. Bekannter wurde die Tätigkeit im Jahr 2008. Damals haben Untersuchungen ergeben, dass das Mittel Clothianidin für das Bienensterben in Süddeutschland verantwortlich sei. Dieses Mittel wiederum ist in sogenannten Beizmitteln des Unternehmens enthalten. Eine bis dahin nicht zugelassene sogenannte transgene Reissorte, die in den USA aufgefunden wurde, kostete viel Geld: 136,8 Milliarden Dollar Schadenersatz.

Zudem sind weitere große Markennamen als Profiteure des internationalen Agrar- und Nahrungsmittelmarktes bekannt: Nestlé, jüngst bekannter geworden durch den Wasserstreit in Vittel, bei dem es – hier nur exemplarisch für viele weitere Fälle – um die Privatisierung des Wassers geht. Syngenta, Weltmarktführer im Bereich Pflanzenschutz, Du Pont aus den USA, JBS aus Dallas, USA, Vion aus den Niederladen, Cargrill als faktischer Weltkontrolleur der Getreideproduktin (30 % des Anteils) mit Sitz in den USA, BASF, Unilever, Walmart und natürlich Coca-Cola.

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