in Politik

„Der türkische Präsident Erdogan hat am Montag die Gründung einer neuen Weltordnung angekündigt“, so lauten die einleitenden Worte eines Berichts der Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN), die auf einem Bericht von CNN Turk basieren. Die Corona-Krise führe zum Ende der Globalisierung und zum Ende des Zeitalters des Geldes und der Aktienmärkte, so Erdogan.

Die aktuelle Krise habe gezeigt, dass es in der Weltwirtschaft nicht nur um die Erhaltung der Aktienmärkte gehe, sondern um eine gerechte Verteilung. Nach der Corona-Pandemie werde nichts mehr so sein, wie zuvor, prophezeit Erdogan. Die Menschen müssten fortan viel stärker zusammenarbeiten, um die neue Weltordnung jenseits der Globalisierung zu etablieren. Die Fähigkeiten eines jeden Bürgers seien in dieser neuen Ära gefragt.

Globalisierung: „Moderne Sklaverei“

Die Globalisierung sei nichts anderes als „moderne Sklaverei“, so Erdogan und ein „Neo-Kolonialismus“. IWF und Weltbank würden zu den Urhebern dieser Missstände gehören. Nach Recherchen der DWN spricht sich Erdogan schon seit längerem gegen die Globalisierung aus. Damit reiht er sich in die Haltung von Präsident Trump, Präsident Putin und Ungarns Ministerpräsident Orbán ein, die in der globalisierten Welt eine Gefahr für die Menschheit sehen. Eine Gefahr, die durch die Corona-Pandemie ganz deutlich geworden sei. Putin hat die Vertreter der Globalisierung und des Neoliberalismus bereits vor langer Zeit aus Russland verbannt, ebenso wie Soros und seine Open Society Foundation.

Bereits 2016 sagte Erdogan bei einem Wirtschaftsforum in Istanbul: „Ich sehe die moderne Globalisierung als neuen Weg des Kolonialismus, der modernen Sklaverei. Die Türkei weigert sich, ‚Bürger zweiter Klasse‘ zu sein“, so das Zitat der DWN.  „Der IWF und die Weltbank würden so tun, als ob sie den Entwicklungsländern helfen wollen. Doch in Wirklichkeit gehe es darum, dass die betroffenen Länder sich innerhalb festgesetzter wirtschaftlicher Grenzen bewegen dürfen. In den Bereichen der infrastrukturellen Entwicklung und der Entwicklung der Verteidigungsindustrie werden den Staaten Grenzen gesetzt, die sie nicht verletzen dürfen. Wenn Sie ein Teil des globalen Systems sein wollen, wird von ihnen erwartet, dass sie dieses Diktat widerspruchslos hinnehmen“, so das Zitat Erdogans des türkischsprachigen Dienstes von Bloomberg. Kommt es tatsächlich zur De-Globalisierung? Und wer profitiert davon? Lesen Sie hier mehr dazu. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Auch nach dem Ende der Pandemie wird sich Herr Erdogan nicht ändern:

    Er wird weiterhin die Kurden verfolgen und diskriminieren, ebenso jeden, den er zum Gülen-Anhänger erklärt; er wird weiterhin seine Expansionspolitik in Richtung Syrien betreiben; und die Islamisierung der BRD und deren Eroberung als neuen Lebensraum türkischer Menschen wird er auch nicht beenden.

    Ansonsten teile ich seine Beurteilung hinsichtlich der Gründe des politischen und ökonomischen Elends in der Welt.

    Was die BRD angeht, wissen wir um die Alternativlosigkeit der Kanzlerin: Da es für die sozialistische Funktionerin keine Alternative zur DDR gibt, geht es mit der BRD weiter in Richtung DDR.02 – begleitet von standing ovations ihrer Parteigenossen.

Webmentions

  • Das Ende der Globalisierung – Die Welt 8. April 2020

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