„Fleischfressende“ Geschlechtskrankheit breitet sich in Großbritannien aus

Eine seltene „fleischfressende“ Geschlechtskrankheit breitet sich im Vereinigten Königreich weiter aus, laut einem Bericht eines englischen Web-Portals. Die Behörden werden langsam unruhig.

Die Geschlechtskrankheit Donovanosis gilt in Europa als bisher eher unbekannt. Wie ein britischer Arzt in einem ungewöhnlichen TikTok Video erklärt, könnte sich das aber bald ändern. Die Krankheit ist auch unter den Namen Granuloma inguinale oder als „fleischfressende“ Geschlechtskrankheit bekannt. Fleischfressend deshalb, weil sich tellergroße Geschwüre bilden können, die das Gewebe angreifen und es allmählich zerstören, sollte die Infektion nicht ärztlich behandelt werden. Dann können dauerhafte Narben zurückbleiben. Die Fälle von Donovanosis – die dicke Wunden verursacht, die das Genitalgewebe schädigen – haben in der Region um Birmingham seit 2016 stetig zugenommen, und es wird erwartet, dass die Zahl der Fälle weiter steigt, so die von Birmingham Live zitierten Daten und Experten.

„Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Krankheit Donovanosis, von der man bisher annahm, dass sie auf Orte wie Indien, Brasilien und Neuguinea beschränkt ist, immer häufiger auftritt“, so Dr. Datta von der MyHealthCare Clinic in London in einem Interview.

Zunächst keine Schmerzen

Die Geschlechtskrankheit wird in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, aber in seltenen Fällen kann sie auch durch nicht-sexuellen Haut-auf-Haut-Kontakt und über die Mutter auf Neugeborene übertragen werden.

Das Bakterium Klebsiella granulomatis löst die Krankheit. Bei Ausbruch der Krankheit bilden sich zunächst juckende Knötchen im Genital- und im Analbereich, die aber keine Schmerzen bereiten. Deshalb wird Donovanosis oft nicht gleich erkannt. Ohne Behandlung können sich sogar größer werdende blutrote Geschwüre bilden, die übel riechen und bei Berührung zu bluten beginnen.