Mecklenburg-Vorpommern: CDU bei Umfrage am Abgrund!

In Mecklenburg-Vorpommern geraten die politischen Gewichte zunehmend ins Rutschen. Die neuesten Zahlen aus einer NDR-Erhebung von Infratest Dimap zeichnen ein Bild, das für die CDU kaum düsterer ausfallen könnte. Würde der Landtag heute neu gewählt, kämen die Christdemokraten lediglich auf zehn Prozent – ein Wert, der nicht nur unter den Erwartungen liegt, sondern auch den bisherigen Tiefpunkt aus dem Jahr 2021 klar unterschreiten würde. Für eine Partei, die sich lange als staatstragende Kraft verstand, ist das ein beispielloser Absturz.

Wer regiert ab Herbst?

Während die Union im Nordosten massiv an Rückhalt verliert, baut die AfD ihre Position weiter aus. Mit 36 Prozent liegt sie deutlich vor allen anderen Parteien und hat ihre Zustimmung im Vergleich zur Landtagswahl 2021 mehr als verdoppelt. Auch die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann zulegen und erreicht 27 Prozent. Die Linke verbessert sich ebenfalls und würde aktuell auf 13 Prozent kommen.
Ganz anders die Lage bei kleineren Parteien: Das Bündnis Sahra Wagenknecht muss mit fünf Prozent um den Einzug ins Parlament kämpfen, während die Grünen mit nur vier Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern würden. Die FDP spielt in der aktuellen Stimmungslage praktisch keine Rolle mehr.

Besonders brisant ist dabei die politische Signalwirkung über Mecklenburg-Vorpommern hinaus. Viele Wähler verbinden die Schwäche der CDU offenbar direkt mit der Bundesregierung unter Friedrich Merz. Vor allem die Kehrtwende bei Schuldenpolitik und Klimazielen sorgt bei konservativen Anhängern für Enttäuschung. Die Folge zeigt sich nun deutlich in den Umfragen: Die Union verliert an Profil, während die AfD von der Unzufriedenheit profitiert und sich im Nordosten als stärkste Kraft etabliert.