in Wissenschaft

Das Uniklinikum Essen hat eine Studie veröffentlicht, die das Glyphosat-haltige Pflanzenschutzmittel Roundup von Monsanto als nervenschädigend erklärt. „Roundup, das von dem US-Konzern Monsanto entwickelt wurde, schädigt die Nervenstruktur“, sagte Mark Stettner, Oberarzt für Neurologie am Uniklinikum Essen in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“: „Unsere Versuche haben gezeigt, dass das Glyphosat-haltige Herbizid Roundup in Zellkulturen die Nervenstruktur schädigt. Bei dem Einsatz von Roundup wird weniger Myelin gebildet, das die Nerven wie eine Schutzhülle umgibt. Die Nerven liegen förmlich blank.“

Das Uniklinikum in Essen konnte laut Oberarzt Stettner zudem belegen, dass Roundup toxische Stoffe wie die Schwermetalle Blei und Chrom enthalte, die eine Nervenschädigung auslösen können. Wird Myelin im menschlichen Körper reduziert, entsteht eine Nervenkrankheit, die zu Schmerzen und Lähmungen führen kann, so Stettner.

Bayer indes weist auch diese Vorwürfe zurück. Alle Wirkstoffe und Zubereitungen von Herbiziden seien von Aufsichtsbehörden geprüft und zugelassen worden. Hunderte Studien hätten die Sicherheit von Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung bestätigt, so Bayer. Bayer anerkennt in der Studie des Uniklinikums Essen keine Daten, die auf das Vorhandsein von Schwermetallen hinweisen. Der Einfluss auf Zellen, der in der Studie beobachtet worden sei, sei auf die Anwendung eines Tensids zurückzuführen, das in Roundup enthalten sei, so Bayer. Das Tensid sorge dafür, dass Wirkstoffe die Außenhaut von Unkrautblättern durchdringen könne.

Bayer redet sich weiter heraus, wie einst Monsanto: Die US-Umweltbehörde EPA habe im Jahr 2009 keine Hinweise dafür gefunden, dass diese Tenside schädlich für die Nerven seien. Oberarzt Stettner indes plant weitere Versuche und will epidemiologische Studien auswerten, so die „Wirtschaftswoche“.

In den USA ist Bayer mit über 13.000 Klagen wegen Roundup konfrontiert. Der Pharma- und Chemiekonzern, der Monsanto übernommen hat, wurde in drei Gerichtsprozessen bereits zu Millionenstrafen verurteilt, weil Roundup krebserregend ist. Bayer weist, wie Monsanto, die Vorwürfe zurück: Hunderte Studien hätten die Sicherheit von Glyphosat bestätigt. Bayer will gegen die Urteile in Berufung gehen.

Wir haben darüber mehrfach berichtet – und werden das Thema weiter verfolgen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Liebe Neopresse,
    bisher dachte ich, hier findet keine Meinungszensur statt. Ich verstehe ja, daß Sie nicht immer erbaut sein können, wenn ein Blogger Ihre Meinung nicht teilt, aber ich muß Sie jetzt wohl meiden, da Sie sich der Meinungsdiktatur der ganz überwiegenden Mehrheit Ihrer Genossen angeschlossen haben.
    Oder warum ist mein Kommentar in zwei Versuchen nicht durchgekommen?

    • Wer hat die „Studie“ beauftragt, wer bezahlt?
      Erst Krebs, jetzt die Nerven? Warum erst jetzt? Ist denn bisher kein Anwender krank geworden?

      Wir leben im Zeitalter der käuflichen Wissenschaft, siehe Klimawandel. Jedes Ergebnis ist erhältlich.

      Das unverdächtige IPCC hat im letzten Bericht ausdrücklich von einer Stagnation der Welttemperatur von 2000 bis 2013 berichtet. Dann hat unter mutmaßlicher Führung des PIK eine „Neubewertung“ gemessener Temperaturen der letzten 30 Jahre stattgefunden. Ergebnis: Es ist ständig wärmer geworden. Irrt das IPCC?
      Zudem weichen terrestrische Messungen, nachdem die Meßstationen halbiert worden sind (welche, wer hat sie ausgesucht?), von Satellitenmessungen immer mehr ab.
      Wer glaubt noch Wissenschaftlern?

      • 5. Versuch ist geglückt.
        Die Verbindung von Wissenschaft und den Damen des käuflichen Gewerbes ist offenbar der Grund für die Zensur. Reicht schon das Wort H u r e?