in Wirtschaft

Angesichts weiter steigender Fallzahlen stellt sich fast nicht mehr die Frage, ob, sondern wann ein zweiter Lockdown droht. Immer mehr Beobachter gehen davon aus, dass es in der einen oder anderen Form einen solchen Lockdown auch in Deutschland geben wird. Fraglich ist letztlich dann nur, wie weit die Ausgangssperren führen und wie lange welche Geschäfte als „systemrelevant“ noch geöffnet haben dürfen. Es wird allerdings kostspielig, so der Ökonom Thomas Straubhaar über den „Focus“.

Teuerste Lösung für uns alle

Volkswirtschaftlich betrachtet wäre dies aus seiner Sicht sogar die kostspieligste Lösung überhaupt. Deshalb gelte es unter allen Umständen, diesen Weg zu vermeiden. Vielmehr  könnten möglicherweise regionale oder „sektorielle“, also auf Branchen bezogene Lockdowns das Mittel der Wahl sein.

Die Politik müsse als oberste Pflicht ein „vernünftiges Gleichgewicht zwischen direkten Schäden durch das Corona-Virus und indirekten Schäden der Maßnahmen“ herzustellen. Nebenher – redaktionell – bemerkt: Genau diese Aussage hatte Donald Trump schon im Frühjahr formuliert und war als „Verharmloser“ gebrandmarkt worden.

Ein landesweiter Lockdown jedenfalls schaffe dieses Gleichgewicht nach Straubhaars Meinung nicht – bezogen auf die Gesundheit, die Freiheit sowie unseren Wohlstand. Er runiere unsere Wirtschaft.

Hintergrund seiner Opposition gegenüber dem teils auch geforderten harten Lockdown, wie der Internationale Währungsfonds IWF ihn haben möchte, ist der Umstand, dass dies schon im Frühjahr nicht gereicht habe, um das Virus insgesamt zu verdrängen.

Die „Eindämmungsstrategie“, die Politik und Gesellschaft ja offenbar wünschen, müssten wir akzeptieren, dass das Virus „noch lange ein Teil unseres Alltags sein wird“. Dies dauere so lange, bis ein geeigneter Impfstoff gefunden wäre.

Er empfehle eine 80:20-Strategie. Mit 20 % Einschränkungen zum Normalfall würden bis zu 80 % der Risiken einzudämmen sein. Die 20 % sind beispielsweise „AHA“-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen). Auch das Lüften im Winter und das Verbot großer Ansammlungen von Menschen rechne dazu. Immerhin – die Opposition gegen harte Maßnahmen wächst. Hilft dies? Sehen Sie selbst. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Warum wird nicht überall der Schwedenweg eingeführt? Bin 83 Jahre alt und noch rüstig, aber auch mit Krankheiten belastet. Wegen uns alten Menschen kann man doch den Jüngeren nicht ihr ganzes weitere Leben in Frage stellen und vermiesen. Wer stirbt, der stirbt halt. Sterben gehört zum Leben egal wovon und wodurch.

  2. Ob Schwedenweg oder Afrika, die Todesraten sind lächerlich gering, da sterben mehr an einem der anderen 100.000 Grippeviren. Altmeier kann man zum facelifting nur eine Maske empfehlen, aber das wars dann auch schon – die kommen aus ihrem G20 Märchen nicht raus…