in Wirtschaft

Die Wohnungsnot in Deutschland greift immer weiter um sich. Nach jüngsten Berichten ist die „Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe“ regelrecht auf der Hut. Es gäbe wohl eine „hohe Zahl mutmaßlicher Kältetoter“. Die Gruppierung fürchtet, es würde in Deutschland erstmal mehr als 1 Million Menschen ohne „eigenen Wohnraum“ geben.

Erfrorene Menschen

Schon jetzt berichtet die Arbeitsgemeinschaft von „neun Menschen“, die nachts verstorben wären, ohne dass es dabei ein Fremdverschulden gegeben habe. Dies berichtet die „Rheinische Post“. Es würden zwar noch „gerichtsmedizinische Untersuchungen“ ausstehen. Dennoch ginge die Gruppierung davon aus, diese Menschen hätten keinen Wohnraum gehabt. Bei den herrschenden Niedrigtemperaturen seien sie wohl erfroren.

Dabei sind in Hamburg seit Oktober bereits vier Tote gezählt worden. In Köln, in Essen sowie in „Lauchhammer“ findet sich jeweils ein Verstorbener. Die Gruppierung schätzt, dass 2017 in Deutschland 860.000 Menschen ohne eigene Wohnung gewesen wären. 52.000 Menschen „davon“ hätten überhaupt kein Dach über dem Kopf gehabt. Jetzt könnten es demnach bereits mehr als eine Million Menschen sein. Insgesamt wird befürchtet, dass die Zahl sogar noch auf 1,2 Millionen Menschen ansteigt, heißt es. Demnach sind die Zahlen so hoch wie nie zuvor.

Wie kommt das? Die Mieten steigen. Die Miete orientiert sich am Kaufpreis von Immobilien. Eigentümer kalkulieren zumindest, dass die Mieten eines Jahres * 12 bis 16 mal gezahlt werden. Das heißt auch, dass der Kaufpreis, sofern er steigt, auf höhere Mieten heruntergerechnet wird. Wer heute 400.000 Euro zahlen muss, wird damit demnach zumindest 25.000 Euro Miete verdienen müssen, also 2.000 Euro im Monat. Die Immobilienpreise sind der geringen Zinsen und der Geldflut wegen in den vergangenen Jahren explodiert. Entsprechend ziehen die Mieten an. Bei Neubauten und dann in der Folge auch bei Alt-Beständen. Und dann können sich Menschen diesen Betrag nicht mehr leisten.

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Kommentar

  1. Wenn die Zahlen nur annähernd stimmen – auch 100.000 Menschen wären schon für diese hochgelobte BRD ein Desaster. Deutschland rangiert beim Einkommen auf Platz 18, beim Vermögen noch weiter unten. Frau Merkel ist selbst ein Armutszeugnis für dieses Deutschland. Wir wissen zur Genüge, daß sie bisher den Problemen stets hinterher lief.
    Deutschland ist inzwischen das Land der Irren.

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  • Wohnungsnot immer schlimmer: 1 Million Menschen ohne Unterkunft – alternative news 29. Dezember 2018

    […] Original Artikel hier Quelle: NEOPresse […]

  • Wohnungsnot immer schlimmer: 1 Million Menschen ohne Unterkunft – alternative news 29. Dezember 2018

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