in Wirtschaft

Die Social-Media-Plattform Facebook will nun auch den geldpolitischen Bereich beherrschen. Die geplante Digitalwährung „Libra“ soll dem Dollar und dem Euro Konkurrenz machen. Die neue Währung soll 2020 an den Start gehen. Die Pläne des Internet-Giganten haben jetzt Regierungen und Finanzaufseher aufgeweckt – es wird Front gegen die Pläne zur Einführung eines „Facebook-Geldes“ gemacht.

Allen voran kritisiert US-Präsident Donald Trump das Vorhaben von Facebook. Er „sei kein Fan von Bitcoin und anderen Währungen“, sagte er auf Twitter. Es handele sich nicht um Geld, sondern um „dünne Luft“. Unregulierte Cyber-Geld-Anlagen könnten illegale Machenschaften wie den Drogenhandel fördern, so Trump. So werde auch der „Libra“ wenig Ansehen und Zuverlässigkeit haben, twitterte Trump.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte, „der Konzern werde viel Arbeit damit haben, die Regierung davon zu überzeugen, dass die Währung sicher sei. Facebook sei weit davon entfernt, von den US-Behörden grünes Licht für Libra zu bekommen. Sie werden uns mit sehr hohen Standards überzeugen müssen, bevor sie Zugang zum US-Finanzsystem erhalten“, so Mnuchin. In den kommenden Tagen wird sich der Finanzausschuss in Washington mit dem „Libra“ beschäftigen. Das Thema steht ebenfalls beim Treffen der G7-Finanzminster in Frankreich auf der Tagesordnung.

Auch andere Finanzpolitiker sowie Zentralbankchefs sehen den Libra kritisch, darunter Fed-Chef Jerome Powell, der französische Finanzminister Bruno Le Maire und der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney. Auch der deutsche Finanzminister Olaf Scholz sieht im Libra eine Bedrohung für den Euro: „Die Herausgabe einer Währung gehöre nicht in die Hände eines Privatunternehmens, denn sie sei ein Kernelement staatlicher Souveränität“. Die Bundesregierung werde mit der Bundesbank prüfen, wie eine Etablierung des Libra als Alternative zur staatlichen Währung verhindert werden kann, so Scholz.

Angesichts der Finanzmacht, die Facebook mit dem Libra haben würde, haben die US-Demokraten jetzt offenbar schnell einen Gesetzentwurf vorgelegt. Großen Internet- und Tech-Unternehmen soll es demnach untersagt werden, als Finanzinstitution aufzutreten.

Die Hintergründe der gesamten Finanzindustrie sind ausgesprochen aufschlussreich….

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ist denn die Fed, die US- Amerikanische Zentralbank, in staatlichen Händen? Es scheinen wohl Rothschild, Rockefeller & Co die Pfründe abhanden zu kommen…

  2. Mir sind 2 Leute bekannt, länger zurückliegend, die das starteten.
    Dauerte nicht lange und sie befanden sich außer Gefecht. (sprich im Knast).

    Weshalb ist dieser Ansatz nun einem „Facebook“ Unternehmen gestatten?
    Wer steht dahinter?
    Ein Ableger der Feed?

  3. Schon daran, daß FB bei Politikern! um eine Zulassung bettelt, kann man klar erkennen, daß die Libra eben keine richtige Kryptowährung ist. Bei einer echten Kryptowährung gibt es als ganz großen Vorteil eben gerade keine staatliche Kontrolle und keinerlei Eingriffsmöglichkeiten, weder durch Politiker noch durch Notenbanken. Damit sind dann auch Dinge wie Inflationierung durch massenhaftes Gelddrucken, Währungsreformen (z.B. der Zwangstausch einer starken nationalen Währung gegen eine lausige Esperanto-Weichwährung) und Enteignungen über Nacht unmöglich.
    Da eine echte Kryptowährung dezentral ist, gibt es noch nicht einmal jemanden, der eine Zulassung irgendwo beantragen könnte.

  4. … Die Libra ist auch schon deshalb keine echte Kryptowährung, da ihr Wert an (einen Korb von) Fiatgeld gebunden werden soll. Damit sind nicht nur Wertsteigerungen wie beim Bitcoin völlig unmöglich, im Gegenteil: ihr Wert wird zusammen mit dem Fiatgeld dahin gehen, wohin noch jede Fiatwährung in der Geschichte gegangen ist, nämlich gegen 0!

    … Ceterum censeo islamismum esse delendam!

  5. Zuckerberg ist größenwahnsinnig geworden! Wenn er es tatsächlich wagt, in den Kernbereich des alten Geldadel, d.h. die Kontrolle der Währungen und der Geldschöpfung vorzudringen, wird ihm sicherlich schon bald etwas zustoßen. Posthum wird er dann zu einer Kultfigur wie Steve Jobs und erhält ein gebührendes Gedenken im Walk of Fame.

Webmentions

  • Widerstand gegen Datenkraken-Digitalwährung „Libra“ - Leserbriefe 19. Juli 2019

    […] • Weiterlesen • […]