in Wirtschaft

Zum 1. Juli wird die Mehrwertsteuer in Deutschland herabgesetzt. Die Gelehrten streiten darüber, wie stark die Effekte überhaupt an Verbraucher weitergegeben werden. Fakt ist allerdings, dass eine derartige Aktion wohl von keiner funktionieren den Bürokratie ohne Nachzudenken je in Gang gesetzt worden wäre. Dies zeugt, so Kritiker, eher von einer Panik-Attacke.

Die Wirtschaft läuft nicht

Die Grundidee ist recht einfach: Senke die Mehrwertsteuer, dann werden auch die Anbieter die Steuer senken, die Preise fallen, die Verbraucher kaufen mehr. Das allerdings ist ein Vorgehen, das mit Ansage floppen wird. Es bleibt fraglich, ob die Anbieter überhaupt die Preise senken – das ist ein erster Programmfehler. Stellen Sie sich vor, Sie wären Buchhändler.

Es gibt eine Buchpreisbindung, ein Buch, das für 19,90 Euro angeboten wird, soll bei verschiedenen Anbietern dasselbe kosten. Wie will der Buchhändler den Abschlag der Umsatzsteuer weiterreichen? Wird er seinen Kunden heimlich Geld geben?

Stellen Sie sich vor, Sie verkauften Waren, deren Bruttopreise fest in den Kassensystemen verankert sind. Würden Sie dann per Taschenrechner ermitteln, wie die neuen Preise aussehen? Oder würden Sie sämtliche Waren einzeln durchgehen und korrigieren? Programmierer berichten von exakt dem Problem im Einzelhandel und davon, dass die Steuerreduktion nicht weitergereicht wird.

Wenn Sie Reisen anbieten würden, wenn Sie Hotelzimmer anbieten würden, wenn Sie Minigolf anbieten würden – senkten Sie in diesen Tagen automatisch die Preise? Nehmen wir an, Sie täten es – würden Sie mit einer erhöhten Nachfrage bei (Beispiel Minigolf) vielleicht 23 Cent Ersparnis rechnen dürfen?

Das Problem stellt sich nicht nur im Kleinen. Die Frage, die gar nicht beantwortet ist: Wie verhält es sich künftig mit der Mehrwertsteuer dem Ausland gegenüber? Werden die Waren auch dortigen Händlern oder Kunden gegenüber billiger? Was machen Exporteure? Die werden nicht senken. Ökonomen schütteln den Kopf. Besser wäre es gewesen, wie Trump den Haushalten jeweils z. B. 1.000 Euro per Briefumschlag zu schenken. Nur hätte die Bürokratie dann kaum Arbeit gehabt. Das ganze Wirtschaftsdesaster lesen Sie hier nach – und was Sie dagegen unternehmen können. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. 3% weniger Steuern ist eine Spaßbremse, gell? die nutzt doch nur den Firmen welche Milliarden bekommen, und nebenbei den Vermietern keine Miete mehr zahlen. Damit denen der Mietvertrag nicht gekündigt werden darf, hat die Politik in derem Sinne artig dafür gesorgt. Was bekommt ein Politiker an Kohle für den Gefallen?

  2. Zitat von Albert Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“
    Das trifft zur Zeit auf alle Politiker und deren Maßnahmen zu.

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  • Wenn Ahnungslose Steuern senken – der Merkel-Schlag für die EU – Die Welt 18. Juni 2020

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