Wachstum, Wachstum, Wachstum!

In letzter Zeit kommen immer mehr Wachstumskritiker zu Wort.

Im Bundestag hat vor ein paar Wochen die Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, die sich grundsätzlich der Bedeutung von Wachstum in unserer Gesellschaft widmete, ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Kritik am gängigen Wachstumsbegriff ist en Vogue, gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise. Dabei übersehen die Wachstumskritiker ein kleines Detail: Solange unser Geldsystem so ist wie es ist, brauchen wir Wirtschaftswachstum.

Die Wachstumskritiker umgeben sich stattdessen immer mit einer idealistischen Aura. Weil das Leben um uns herum so furchtbar komplex und hektisch geworden sei und der Raubbau an der Natur immer größere Ausmaße annehme, sollten wir einfach weniger konsumieren und unsere Bedürfnisse wieder auf ein „natürliches“ Maß reduzieren. Dann kommt alles wieder ins Lot. Wenn´s so einfach wäre!

Schon Hans Christoph Binswanger, Schweizer Professor und Doktorvater von Jo Ackermann, hat uns gelehrt, dass das aktuelle Geld- und Wirtschaftssystem in eine Wachstumsspirale mündet. Wir sind mitten drin! Wir brauchen immer mehr – mehr Geld in Form von neuen Schulden und mehr Güter.

Wenn das Geld immer nur im Kreis laufen, sich also nicht vermehren würde, wären Gewinne und Verluste in der Gesamtwirtschaft ausgeglichen. Da aber ein positiver Investitionsanreiz nur dann entsteht, wenn im Durchschnitt öfter Gewinn als Verlust gemacht wird, muss immer mehr Geld ins System „geschossen“ werden. Dieses Geld kann von den Banken aus dem Nichts relativ unreguliert erschaffen werden. Die mit dem neuen Geld getätigten Investitionen führen dann wiederum zu mehr Nachfrage seitens der Konsumenten. Dieser Prozess muss nun immer weiter gehen. Mehr Kredite, mehr Investitionen, mehr Konsum. Hören wir damit auf, bricht das System zusammen.

Laut Binswanger könnte eine Lösung des Problems darin bestehen, dass die Banken für jeden Kredit 100 Prozent Zentralbankgeld vorhalten müssen. Die Zentralbank hätte dann die volle Kontrolle über die Geldmenge. Dieser Ansatz soll hier aber nicht weiter diskutiert werden. Viel wichtiger ist für alle Wachstumskritiker die folgende Devise: Ständiges Wachstum sollte man nicht unterbinden, solange das dahinter steckende Geldsystem so ist wie es ist. Deshalb brauchen wir im Moment Wachstum, Wachstum, Wachstum.

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