in Wirtschaft

In vielen westlichen Ländern wächst die Skepsis gegenüber der freien Marktwirtschaft, so auch in den USA. Die anhaltende Rezession in vielen europäischen Ländern und das geringe weltweite Wirtschaftswachstum haben zu einer Veränderung der Wahrnehmung des Kapitalismus geführt. 25 Prozent der Amerikaner glauben nicht länger an den Kapitalismus und  daran, dass man von ihm länger profitieren könne. Das zeigt eine neue Studie vom Meinungsforschungsinstitut Pew Research. Zwar sagen noch immer 70 Prozent der US-Bürger, dass der freie  Markt gut und sinnvoll sei, aber der ehemals gefeierte Markt, der die USA zu dem gemacht hat, was sie heute sind, hat Makel bekommen. Vor allem 2010 war die Zahl der Befürworter des freien Marktes in den USA zurückgegangen, wie eine weitere Untersuchung von Pew Research zeigt.

Glaube an den freien Markt in Entwicklungsländern

Am größten ist der Glaube an den freien Markt derzeit in den Entwicklungsländern wie etwa Bangladesch (80%), Ghana (75%) und Kenia (74%). Schwellenländer haben bezüglich des Kapitalismus ganz unterschiedliche Auffassungen. Obwohl in Vietam die Zustimmung bei 95 und in China bei 76 Prozent liegt, ist das Vertrauen in den freien Markt in Ländern wie Kolumbien (43%); Argentinien (33%) und Ägypten deutlich geringer. In Ländern, die von der Krise betroffen sind, ist die Zustimmung dementsprechend drastisch gesunken. Zwischen 2007 und 2014 sank die Zustimmung bei den Spaniern um 22 Prozent und bei den Italienern um 16 Prozent. Im Hinblick  auf diese Ergebnisse lässt sich auch erklären, dass mehr als die Hälfte der Befragten (es wurden Menschen aus 44 Ländern befragt) angab, dass die Kluft zwischen arm und reich ein großes Problem ist. Über die Hälfte der US-Bürger sehen diese Tatsache allerdings nicht als großes Problem an.

Deutschland: Zustimmung zum freien Markt steigt

Trotz der Finanzkrise und der Tatsache, dass bis auf Frankreich in allen befragten Ländern ein deutlicher Negativ-Trend zu erkennen ist, sehen die Deutschen in der freien Marktwirtschaft die ideale Wirtschaftsform und bessere Chancen für den Einzelnen. Wenn es um das Problem der wachsenden Ungerechtigkeit geht, sagen 61 Prozent der deutschen Bevölkerung, Steuererhöhungen seien ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Ungerechtigkeit.

Studie:  http://www.pewglobal.org/2014/10/09/emerging-and-developing-economies-much-more-optimistic-than-rich-countries-about-the-future/#free-market-seen-as-best-despite-inequality

Querverweis:  http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/30/deutschland-trotz-krise-steigt-die-zustimmung-fuer-freie-marktwirtschaft/

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Kommentar

  1. Eine Freie Marktwirtschaft ist ein Ideal .
    Und funktioniert in der Praxis nicht .
    Die Frage ist ,
    wer wieviel zu welchem Zweck kontrolliert wird .

    Während sich sich heute ein Mensch auf dem freien Markt bewähren muß ,
    sind Banken und Konzerne „too big to fail“
    Monopole wie US Ratingagenturen bestimmen Kursverläufte und Monopolmedien die Meinung .
    Und Monopole bestimmen die Politik und die Gesetzgebung .

    Wie „Demokratie“ ist heute der Begriff
    „freie Marktwirtschaft“ bezogen auf die Realität
    eine Farce .

  2. Freie Marktwirtschaft stelle ich mir so vor. Ein ehemaliges Staatsgefüge wird für einen Euro privatisiert. Die früher staatlich festgelegten Einzelhandelspreise mit einer festgelegten Gewinnmarge von 40 % werden aufgehoben. Die neue marge von 100 – 2000 % legt der Anbieter fest. In der Pharma wird der Preis für den Leidensdruck -über den Daumen kalkuliert. Wer nicht zahlen kann verreckt. Ich liebe die CDU – Spitzbuben – Netiquette beachtet

  3. Die entfesselte liberalisierte freie Marktwirtschaft wird von vielen getragen, selbst von den manipulierten, gehirngewaschenen Opfern.

    Solange Otto Normalbürger sich über die Zinsen auf seinem Konto freut, lieber billige Nahrungsmittel aus Dritte-Welt Ländern kauft, statt solche zu einem fairen Preis aus seiner Region, solange er sich nicht die Mühe macht, Fragen zu stellen.

    Solange man ihm glaubhaft verklickern kann, dass Ausländer und Arbeitsfaule seine heile Welt bedrohen. Solange ist auch die Gesellschaft krank und alles geht weiter wie bisher, einschl. einer latent ansteigenden Kriegsgefahr auch hier. Traurig aber war.

  4. Seit Jahrzehnten wird dem Volk doch die neoliberale Wirtschaft als einzig erfolgreich verkauft.Freiheit bedeuten für Merkel (und Gauck) nur die Freiheit der Wirtschaft, nicht der Bürger.

    Das System muss doch zerbrechen, wenn die Effizienz des Wirtschaftswachstums und die Macht der Märkte nicht von den Staaten im Interesse des Wohls der Allgemeinheit ein wenig korrigiert wird! Leider sind sich alle „political player“ einig, dass sie alles laufen lassen wollen, weil sie längst alle Macht aus der Hand gegeben haben.

  5. Das Herumschmeißen mit sinnlosen Begriffen erzeugt sinnlose Diskussionen. Marktwirtschaft war eine Phase, in der man die überlegene Seite einer Herrschaftsform darstellen wollte. Da beide Seiten über die privaten Zentralbanken gesteuert werden, hat man die Strategie geändert und wie sollte man die neue Strategie der gezielten Verarmung der breiten Schichten, mit dem gleichen Namen bezeichnen . Das ist doch hirnrissig.

  6. Um welche vermeintlich „freie Marktwirtschaft“ geht es denn hier ? Um den vom Staat gegeisselten Kapitalismus, der unter so viel staatlichen Auflagen, Steuern und Zinsmanipulation gar nicht mehr weiss wohin und sich nicht mehr selbst ausbalancieren kann. Oder reden wir hier von einer wahrhaft freien Marktwirtschaft, die es de facto in den westlichen Industrieländern nicht mehr gibt ?
    So wird übrigens der Weg zum Welt-Kommunismus geebnet; Durch Bürger, die eine vollkommen falsche Vorstellung von „freier Marktwirtschaft“ haben und die Probleme im System ausmachen. Schon Lenin hat die Parole ausgegeben, die Bürger müssten zwischen Steuern und Inflation zerrieben werden um reif für den Sozialismus zu sein.

  7. Dass die derzeitige Form der Marktwirtschaft hinterfragt wird, das ist notwendig.
    Menschen haben schon seit jeher getauscht, Kinder tauschen von sich aus ohne Anleitung durch Erwachsene: Marktwirtschaft ist also höchstwahrscheinlich eine menschengerechte Wirtschaftsform.
    Aber mensch kann alles übertreiben.
    Ein System, in dem menschliche Arbeitskraft wie eine Ware gehandelt wird und die meisten Menschen ihre Abeitkraft auf dem ‚Abeits-Markt‘ anbieten müssen, um überleben zu können, so ein System ist menschenverachtend und instabil.
    Menschenverachtend, weil dadurch der Mensch selbst zur ‚Ware‘ wird: gekauft zum Marktpreis, wenn gebraucht; abgestoßen(‚freigesetzt‘ ist eine beschönigende Umschreibung), wenn nicht gebraucht – mit…

    • WEN DIE MENSCHEN KEINE EINFLUSS AUF DIE BEDIENUNGEN AUF ARBEIT UND ARBEITSPLATZ HABEN;EINIGE MENSCHEN ÜBER 300stunden im Monat arbeiten müssen,andere nur par stunden,und viele mit lohn nicht überleben können,dann ist etwas am System falsch !

  8. – mit ‚freigesetzt‘ wird aber ungewollt zugegeben, dass der in der derzeitigen Marktwirtschaft arbeitende Mensch unfrei ist.
    Die Entwicklung zu diesem System war auch nicht freiwilllig, sondern wurde mit Gewalt durchgezogen
    http://www.heise.de/tp/artikel/43/43293/1.html
    also ’natürlich‘ ist die derzeitige Form der Marktwirtschaft offenbar nicht.
    Instabil, weil bei an sich belanglosen Störungen, z.B. Finanz- oder Polit-Krisen, viele Menschen arbeitslos werden können, was diese Menschen dann möglicherweise in
    ExistenzAngst bringt und in der Folge entweder trübsinnig oder ‚radikal‘ werden lässt.
    Das kanns für die Zukunft auch nicht sein,
    wir werden uns da doch etwas Intelligenteres ausdenken müssen.

  9. Kapitalismus ist das Moderne Mittelalter. Wenn ich Geld habe nehme ich mir was ich will. Wie ein Wikinger mit seinem Schwert. Es muss immer Aufwärts gehen ansonsten empfindet man sich als Verlierer. Der Umsatz muss stimmen, ja nicht Stagnieren oder Verlieren. Die Moral geht vor die Hunde und Andere……..??? Für das eigene Dasein Ist doch eh Jeder selbst Schuld. Wenn du Umfällst, ist das Privatsache. Wie einfach und wie dumm !!!