Was uns nützt, ist gut – Die Spielregeln des Raubtierkapitalismus

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Der moderne Mensch kommt nicht darum herum, will er denn seine Welt verstehen, sein Denken anzustrengen. Ansonsten wird er zum Opfer der unvermeidlichen Geschehnisse.

Als sprechendstes Ereignis, deshalb beispielhaft für diese Aussage, kann der phänomenale Gesinnungswandel der deutschen Kanzlerin innerhalb eines Jahres in Bezug auf die Flüchtlingskatastrophe betrachtet werden.

Interessenverflechtungen führen zu Unfreiheit und Gleichmacherei

Im Mai 2015 steigerte sich die Flüchtlingsfrage zur europäischen Krise und ging ihrem vorläufigen Höhepunkt entgegen, dann sagte Frau Merkel im Juli zu dem palästinensischen Flüchtlingsmädchen Reem: „Wir können nicht alle aufnehmen.“[1] Am 5. September 2015 dann: „Wir schaffen das.“ Ein paar Monate später der erneute Sinneswandel. Am 28. Januar 2016 sagte die Kanzlerin: „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist, und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht.“[2]

Wo ist da eine klare, kluge staatsmännische Analyse und Voraussicht des politisch real Machbaren?

Zur Analyse gehören die Geschehnisse um die beiden Irakkriege, den Afghanistankrieg, den arabischen Frühling und den Syrienkonflikt. Die amerikanischen Interessen wurden mit den deutschen Wirtschaftsinteressen seit Jahrzehnten derart verflochten (die USA sind nebst der EU der zweitwichtigste Handelspartner), dass amerikanische Interessen zu deutschen Interessen wurden.[3] So stand Frau Merkel 2003 im Gegensatz zum damaligen Kanzler Schröder, der sich aus dieser Abhängigkeit ansatzweise zu lösen suchte, zu Bush und Blair und verteidigte den Irak-Krieg, mit dem der ganze Schlamassel im Mittleren Osten begann.[4]

Die transatlantische Gemeinschaft

Deutschland, bzw. die EU, sind wirtschaftlich mit der „transatlantischen Gemeinschaft“ derart verknüpft und verbinden ihre Politik mit diesen wirtschaftlichen Interessen in der Weise, dass keine staatliche Unabhängigkeit gewährleistet ist. So können weder Deutschland noch die EU die großartige Chance, bzw. Aufgabe, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, wahrnehmen, ein Bindeglied und Scharnier zwischen Ost (Russland) und West (England / USA) zu werden. Im Gegenteil: Durch die Wirtschaftssanktionen, welche nach der Wiedereingliederung der Krim in die Russische Föderation durch das Diktat der USA erhoben wurden, schaden sich die deutsche Wirtschaft, bzw. die EU-Wirtschaft bis heute – während der Handel zwischen den USA und Russland floriert wie noch nie.[5]

Perversion der Menschenrechte

Dadurch, dass sich die USA für alle Zeiten zum unipolaren Weltherrscher machen wollen, dem nur ein paar unbedeutende Regionalmächte gegenüberstehen, müssen die hinter diesem Machtstreben stehenden Interessen die Hand auf die gewaltigen Energiequellen im Nahen und Mittleren Osten legen. Wer sich diesem Machtstreben entgegenstellt (China, Russland, Iran, Syrien) wird zum erklärten Feind. Den Staatsmännern dieser „Feindesmächte“ wird dann alles nur erdenklich Böse unterstellt. Eine der maßgeblichsten Kräfte hinter dieser Entwicklung ist der Multimilliardär George Soros, der mit seiner Stiftung „Open Society Foundations“[6] im Namen der Menschenrechte in sämtlichen Staaten, welche sich dem wirtschaftlichen Machtstreben des transatlantischen Bündnisses entgegensetzen, Unzufriedenheiten schürt und Chaos stiftet.

Ein Hitler – viele Hitler

Immer wieder werden Staatsführer solcher Länder zu „neuen Hitlern“ hochstilisiert und in perfider Weise entmachtet: Iran, Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Algerien, Tunesien, Ägypten, Syrien, Ukraine. Auch Russland ist im Visier dieser Pseudo-NGOs, die im Dienste der Konzerne stehen, welche wiederum die Regierungen steuern. Alle diese Länder entsprechen der Doktrin der US-Wirtschaftsmacht (Ressourcen und Bodenschätze der Welt müssen beherrscht werden) und alle diese Länder sind wichtig für die wirtschaftliche Vorherrschaft der unipolaren Denkweise amerikanischer Wirtschaftskonzerne, welche die US-Politik bestimmen. Seien dort nun demokratische oder republikanische Präsidenten an der Macht.

Das Prinzip der Vorgehensweise zur Verteufelung, Chaotisierung und letztlich Beherrschung dieser Staaten ist immer gleich: Missstände werden angeprangert, hochstilisiert, Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Wohlergehen vor allem bei Jugendlichen angesprochen und missbraucht, Misstrauen geschürt, Unzufriedene finanziert, Massenbewegungen von außen inszeniert – so entsteht scheinbar ein Putsch von unten, der in Wirklichkeit ein von außen inszenierter Putsch ist. Das Resultat ist überall dasselbe: Zerstörung der über Jahrhunderte gewachsenen einheimischen Kultur, totales Chaos, von dem man später zu profitieren gedenkt.

Der islamistische Terror

Die wohl perfideste Inszenierung ist jene des islamistischen Terrors. Mit der Unterstützung des Taliban-Widerstandes gegen die sowjetische Intervention in Afghanistan, wurde der islamistische Terror ins Leben gerufen. Natürlich ist Afghanistan ein Land, das in die militär- und wirtschaftsstrategische Planung des transatlantischen Bündnisses eingebunden ist. Um die Welt wirtschaftlich und militärisch dominieren zu können, muss Mitteleuropa beherrscht werden, dieser Schritt ist dem unipolaren Bündnis gelungen.

Dann muss in Zukunft das Kernland im eigenen Einflussbereich liegen: Zentralasien. Da sind die größten Hindernisse Russland und China. Diese müssen sozial unterwandert und vom Zugang zu den großen Weltmeeren abgeschnitten werden. Mittelmeerraum, Arabischer Golf, Persischer Golf, Chinesisches Meer, Pazifik. Da finden wir alle die brisanten Konflikträume, die vom transatlantischen Bündnis zum Interessengebiet erklärt werden, in welchem die Verteidigung der, ach so lieben Heimat, beginnt. Eine Heuchelei sondergleichen. Die Heimat anderer Länder, Kulturen, Menschen, Frauen, Kindern, alter Menschen, Männer, jungen und alten, darf zerstört und ins Chaos gebombt werden … zum Schutz des Gebietes der USA und: Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt …[8]

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Was uns nützt, ist gut

Damit ist das Stichwort gegeben: Gebombt. Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Lybien, Syrien. Tausende Tonnen Bomben wurden abgeworfen. Millionen unschuldiger Opfer nimmt man zur Kenntnis. Keine Reaktionen der NGOs. Warum auch, diese sind ja von den Konzernen finanziert, von den Konzernen, in deren Interessen gebombt wird. Nebst Millionen von Opfern gibt es Millionen von Flüchtlingen. Echten und solchen, die keine Flüchtlinge sind, sondern ein angenehmeres Leben suchen, was durch die Vorspiegelung in den Massenmedien im Westen, vor allem in Europa gefunden werden möchte. Wer sollte es ihnen verdenken. Bittere Enttäuschung – auch hier liegt das Geld nicht auf der Straße.

Aber es gibt noch ein anderes, viel wirksameres Instrument als die Bomben: Die aus den Taliban hervorgehenden Mudschaheddin, die sich nach und nach in die Jihadisten metamorphosieren und in Al-Kaida und den Islamischen Staat (Daesh / IS) münden. Diese Organisationen wurden erst durch die CIA, den US-Geheimdienst ermöglicht. Sie wurden auch ein geschliffenes Messer gegen den „grausamen Neu-Hitler“ in Syrien: Assad. Unter diesem „grausamen Tyrannen“ lebten in einem wirtschaftlich und kulturell blühenden Staat friedlich Sunniten, Schiiten, Alewiten, Christen, Drusen, Araber und viele andere kleinere Gemeinschaften zusammen – solange es die transatlantische Gemeinschaft in ihren geopolitischen Überlegungen nicht störte.

Nun begann eine weitere Schizophrenie durch den größten Verbrecherstaat, den die Menschheitsgeschichte bis dato kannte: die USA. Die Vereinigten Staaten und mit ihr die NATO unterstützen menschenverachtende Regimes wie Saudi-Arabien, so es ihnen denn dient. Das taten sie immer und sie werden es immer tun, denn wer ihnen nützt, ist gut. Sie unterstützen „Daesh“ und „ISIS“, dort wo sie ihnen nützlich erscheinen … dort, wo sie ihnen zu gefährlich werden, bekämpfen sie diese satanischen Organisationen. Das ist die Schizophrenie. Wo ist der Aufschrei der NGOs. Das ist Schizophrenie.

Weltkonzerne versus Evolution des Individuums

Was geschieht, liegt in den Interessen der Weltkonzerne, die das geschilderte Chaos durch das transatlantische Bündnis heraufbeschwören. Es ist dies ein Verbrechen gegen die Evolution des menschlichen Individuums.

Der Impuls Europas, der seit der Französischen Revolution aus dem kollektiven Unbewussten der Völker immer wieder ins Bewusstsein drängen will, wird seit je von den Mächtigen unterdrückt, und zu oft von den Bürgern verdrängt: Freiheit im kulturellen Schaffen (liberal und progressiv) und damit in der freien Entfaltung des Individuums, Gleichheit vor den Gesetzen, welche diese Entwicklung zu schützen haben, die durch die Politik (demokratisch) geschaffen und durch die Staatsmacht (konservativ) durchgesetzt werden und Brüderlichkeit im Sozialen, als Existenzgrundlage, welche durch die Finanzen einer blühenden Wirtschaft im primären Wirtschaftskreislauf ermöglicht wird, wenn der Spekulation in einem sekundären Wirtschaftkreislauf ein Ende gesetzt wird.

Dieser Impuls drängte mit der deutschen Nationalversammlung 1849 wieder an die Oberfläche. Er wurde mit Bismarck und dem Deutschen Reich, welches in den Ersten Weltkrieg führte, verdrängt. Der Impuls wollte sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges wieder zeigen. Er zerschlug sich in den Auseinandersetzungen zwischen den deutsch-national-sozialen Kräften und der sozialistischen Internationalen. Auseinandersetzungen zwischen nationalistischer Gleichmacherei und sozialistisch erzwungener Brüderlichkeit führten zur Zerstörung der Freiheit des Individuums, die in den Zweiten Weltkrieg mündete.

Die heutige EU, welcher der Vertrag von Lissabon zugrundeliegt und der sozusagen einem Ermächtigungsgesetz der EU-Kommissionen entspricht, die keiner wirklichen parlamentarischen Kontrolle unterliegen, bahnt den Weg zu neuen transatlantischen Abkommen wie TTIPP[9] und CETA[10], welche den Konzernen die Macht über die Souveränität der europäischen Staaten ermöglicht. Da fehlen nur noch die billigen Arbeitskräfte, sprich Sklaven. Der Daimler-Chef, Dieter Zetsche, sieht in den Flüchtlingen genau dasjenige, was dem Konzern noch gefehlt hat: „Die meisten Flüchtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch.“ Er fügte hinzu: „Sie können uns – ähnlich wie vor Jahrzehnten die Gastarbeiter – helfen, unseren Wohlstand zu erhalten beziehungsweise zu vermehren. Deutschland kann doch die freien Arbeitsplätze gar nicht mehr allein mit Deutschen besetzen.“[11] Dann kann auch der Mindestlohn aufgehoben werden – eine der Forderungen von TTIPP wäre dann erfüllt. Dennoch könnte es sein, dass sich Herr Zetsche täuscht.

Manipulation

Sämtliche ausgedachten Regeln des EU-Konstruktes werden durch die gegenwärtigen Wanderbewegungen außer Kraft gesetzt. Es gibt keine Erstaufnahme-Länder mehr. Es gibt die von Frau Merkel medial geschaffene Willkommenskultur mit Selfies, auf denen sie mit Flüchtlingen posiert. Endlich ist die Möglichkeit gegeben, das kollektive schlechte Gewissen, das jeder deutsche Bürger in die Wiege gelegt kriegt, zu korrigieren. Bei diesem schönen Gefühl wird aber das Denken nicht angestrengt. Mit diesem schönen Gefühl wird gerade das erreicht, was nicht erreicht werden wollte: Viele, zu viele Menschen in unserer Gesellschaft fühlen sich bedroht von der gewaltigen Menge fremder Menschen, die oft zweihundert- bis dreihundert Jahre in der Bewusstseinsentwicklung von einem Monat auf den anderen aufholen sollten. Die mit unserer Rechtsauffassung nichts anfangen können und die sich durch unsere Abwehrmechanismen ebenso bedroht fühlen wie unsere Bevölkerung sich durch sie bedroht fühlt. Sie stammen aus Ländern, in denen Diebstahl mit drastischen Strafen bis zum Handabhacken gesühnt wird. Wir wollen sie durch Einsicht integrieren. Das kann nicht funktionieren – so etwas braucht Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte.

Soziale Katastrophe

Wo liegen dann die Lösungsansätze? Es ist alles eine Frage des Bewusstseins. In allererster Linie erfordert die moderne Welt ein eigenständiges Denken von uns Europäern. Wir müssen uns aus den Fesseln der von Konzernen geführten Denkfabriken befreien. Die Länder, welche durch den Egoismus der us-amerikanischen Konzerne ins Elend gestürzt wurden, sollen wiederaufgebaut werden. Woher anders soll das Geld dazu kommen, wenn nicht von diesen Konzernen? Aufbau beinhaltet immer auch Profitmöglichkeiten … Wie anders aber ist die Macht der Konzerne über die Regierungen zu brechen, als durch eigenständiges Denken, welches durchschaut, was durch die konzerngesteuerten Medien an manipulativen Berichten verbreitet wird.

Wo entsteht die Bewegung eigenständig denkender Menschen, die in Kauf nimmt, dass sie von der Welt der Medien verteufelt wird und sich nicht unterwandern lässt – weder durch rechtsextremes noch durch linksextremes Gedankengut. Die aber bewusst und hartnäckig vertritt, dass der Mensch in seiner individuellen Entwicklung zur Freiheit bestimmt ist. Dass dieses Recht jedem Menschen zusteht, dass er aber dieses Recht auch jedem andern zugestehen muss, aus Freiheit, die durch den Rechtsstaat geschützt und gestützt wird. Und der im Sozialen aus Freiheit ein brüderliches Zusammenleben will, das durch die Finanzkraft der Wirtschaft, nicht des Staates, gewollt wird. Wo findet sich eine genügend große Anzahl solcher Menschen?

Finden sie sich nicht, dann ist der Weg in die totale soziale Katastrophe vorgespurt. Und keiner soll darüber weinen.

[1] Die Zeit, Nr. 38/2015, 17. September 2015, Tina Hildebrandt, Bernd Ulrik, Im Auge des Orkans.
[2] SPIEGEL-ONLINE POLITIK, 30.01.2016, Merkel zur Flüchtlingspolitik, dpa: Wir erwarten, dass ihr wieder in eure Heimat zurückgeht.
[3] Statistik zum Außenhandel, 2014, Deutscher Industrie- und Handelskammertag,
[4] Frankfurter Allgemeine, 27.03.2003, Merkel verteidigt Irak-Krieg
[5] SPIEGEL-ONLINE WIRTSCHAFT, 30.05.2015, Trotz Sanktionen: Handel zwischen, dpa: USA und Russland floriert.
[6] Weitere NGOs: The MacArthur Foundation, The National Endowment for Democracy, The National Democratic Institute for International Affairs, Freedom House, The Charles Stuart Mott Foundation, The International Republican Institute, The Ukrainian World Congress, The World Coordinating Council of Ukrainians, The Crimean Field Mission for Human Rights, The East European Democratic Center (Polen), The Education for Democracy Foundation (Polen)
[7] SPIEGEL-ONLINE WIRTSCHAFT, 23.01.2016, Wirtschaftsforum in Davos, Stefan Kaiser: Die Welt bangt um Europa.
[8] Frankfurter Allgemeine, 26.05.2010, Dr. Th. Petersen: Wird Deutschland am Hindukusch verteidigt.
[9] Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP, früher Trans-Atlantic Free Trade Agreement, TAFTA), ist ein aktuell verhandeltes Freihandels- und Investitionsschutzabkommen in Form eines völkerrechtlichen Vertrags zwischen der Europäischen Union und den USA.
[10] CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist ein Freihandelsabkommen, das demnächst zwischen Kanada und der EU abgeschlossen werden soll.
[11] Handelszeitung, 6.09.2015, sda / ise: Daimler-Chef Zetsche will Flüchtlinge anstellen

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