in Wirtschaft

Seit Freitag bleiben die Maschinen der ungarischen Fluggesellschaft Malév am Boden. Da die Regierung nach einem EU-Urteil kein Geld mehr in die angeschlagene Gesellschaft stecken darf, ist die Finanzdecke zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebes nicht mehr vorhanden.

40 Prozent aller Flugbewegungen am Budapester Flughafen sind Malév-Flüge, womit sich die Frage der Rentabilität des Flughafens stellt. Andere Fluggesellschaften werden jetzt verstärkt Ungarn anfliegen, um den Ausfall der Malév-Flüge auszugleichen. Die deutsche Firma Hochtief hält Anteile am Budapester Flughafen, will sich jedoch von diesen trennen.
Wegen Zahlungsrückständen wird in Israel und Irland je ein Flugzeug von Malév am Boden festgehalten. Das sind zwei von insgesamt 22 Maschinen, die der Fluggesellschaft für den Betrieb zur Verfügung standen. Alle Flugzeuge wurden geleast. Malév beschäftigt 2.600 Mitarbeiter, die jetzt um ihre Arbeitsplätze fürchten. Bis auf fünf Prozent ist die Gesellschaft im Besitz des Staates. Die Privatisierung von Anteilen war in der Vergangenheit gescheitert. Anfang Februar 2012 hatte die EU-Kommission Malév aufgefordert, illegale Staatsbeihilfen zurückzuzahlen. Das finanziell schlecht gestellte Ungarn trägt derzeit mehrere Konflikte mit der EU aus.Eine Bombardier Dash 8Q-400 der Malév Bei Einstellung des Flugbetriebs im Februar 2012 bestand die Flotte der Malév aus 22 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,1 Jahren. (de.wikinews.org)

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