in Wirtschaft

Peter Altmaier, amtierender Wirtschaftsminister in Deutschland, möchte nunmehr nach einigen Berichten in den Medien die Autoabwrackprämie, die 2008 ausgezahlt wurde, erneut als Instrument einsetzen. Das Instrument wird einen anderen Namen erhalten, allerdings den gleichen wirtschaftsfeindlichen Charme entfalten: Hier wird Geld von unten nach oben verteilt. Warum?

Fast sechs Milliarden Euro….

Die Autokonzerne, um die es in Deutschland im Wesentlichen gehen wird, sind etwa VW oder Daimler und auch BMW. Die haben ihren Aktionären Dividenden in Höhe von fast 6 Milliarden Euro ausgeschüttet – für Gewinne, die 2019 erwirtschaftet wurden, allerdings. Die staatliche Hilfe wird Kosten in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro erreichen. Das heißt: Der Staat, die Steuerkasse, wird in etwa das ausschütten – am Ende der Autoindustrie als Subvention -, was diese den Aktionären gegeben hat.

Das alles war vorher bekannt. Deshalb wird dieser Schritt mutmaßlich absichtlich so vorgenommen werden. Die Aktionäre würden zunächst – wie auch die Politik – damit argumentieren, dass ja die Gewinne 2019 verteilt werden. Formal ist dies richtig. Gleichzeitig allerdings warb die Autoindustrie um allgemeine Mittel, für die Steuerzahler künftig werden zahlen müssen. Das Geld, das in ihren Kassen lag, gab sie ihren Eigentümern dennoch.

Hier wird es bedenklich: Wenn die Autoindustrie weiß, dass sie kein Geld mehr hat, um Autos absetzen zu können (zu denn niedrigeren Preisen), müssten die Eigentümer als Kaufleute ihr Kapital einsetzen (also die Dividenden-Forderungen), um diesen Umstand zu beheben. Sich selbst zu bedienen (oder bedienen zu lassen), um dann den Steuerzahler förmlich anzubetteln (und damit einen Absatz zu erzeugen, der wiederum den Eigentümern zugute kommt), ist ein finanzwirtschaftliches No-Go. Warum? Hier werden die Interessen der Kapitaleigner bedient, die sich indirekt bei allen Steuerzahlern bedienen – um auch künftig mehr Geld zu verdienen.

Hier verschleiert der Staat diesen Zusammenhang sogar noch. Denn Hilfen zahlt der Staat ja gar nicht aus – sondern Kaufprämien. Diese allerdings gehen dann direkt an die Industrie. Hier lesen Sie mehr. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Da kann man an den deutschen Michel nur appelieren: Kauft bitte kein neues Auto wenn es das alte noch ein paar Jahre tut, kauft Rindersteaks und Bier! Denn erstens schützen und fördern wir Metzgereien und Brauereien (welche mir wichtiger erscheinen als Autokonzerne) und zweitens löschen Autos weder den Durst, noch machen sie satt! ;-) Ich habe das Gefühl es kommt eine Zeit auf uns zu, in der ein voller Magen wichtiger ist als das Bedürfniss mit unserem Auto an den verlorenen Arbeitsplatz zu kommen! Solong!

    • Autos haben auch kein Vitamin „C“?

      Woher die Aktienspekulanten den Mut habe, zu kaufen, ist mir rätselhaft? Wahrscheinlich haben die nie was von Milliardenkreditverschuldung und Inflationsindikatoren gehört?
      Rohstoffe – Kupfer (kritisches Metall), Öl, Gold marschieren geradewegs in die Wolken.
      Ich meine, wer auf Rohstoffe setzt, kann sich in Kürze 10 Maseratis leisten und fährt damit ins Steak-House.

      Ich will niemanden verführen, ich spiele selber auch nicht. Die Börse ist asozial.

      Wenn, dann würde ich warten und alles auf einen DAX-Crash setzen. Damit schlägt man jeden Future-Spekulanten um mehrere 100%. Angst ist berechenbarer als Gier und das bessere Geschäft.

  2. Es braucht eine grundlegende Geld- und Bodenreform.
    Und es braucht eine radikale Neuordnung der Finanzindustrie.
    Geld ist Eigentum des Staates, d.h. Eigentum der Bevölkerung.
    Geld hat ausschließlich Tauschmittel zu sein, keine handelbare Ware.
    Zins und Zinseszins sind abzuschaffen.
    Spekulation mit Boden/Grundstücken und Rohstoffen/Nahrungsmitteln sind verboten. Zuwiderhandlung wird wie Mord mit Höchststrafe belegt.
    Banken und sonstige Kreditgeber dürfen nicht mehr Kredite vergeben als sie Eigenkapital haben.
    Die Finanzindustrie ist nicht systemrelevant; sie handelt auf eigenes Risiko und wird nicht staatlich abgesichert. Pleite ist Pleite.
    NeoCons und andere kapitalistische Freibeuter kommen auf die internationale Fahndungsliste.