in Wirtschaft

Dass die Öffentlichkeit bezüglich des nach wie vor unaufgearbeitenden NSA-Skandals von unseren Politdarstellern ignoriert wird, verwundert nicht. Deswegen ist es auch nur folgerichtig, dass eine immer tiefergehende Zusammenarbeit zwischen Regierungen und den Online-Giganten, wie Google, Facebook oder Twitter, erfolgt. Zusätzlich „schaufeln“ immer mehr Menschen ihre Daten ins Internet, ohne sich auch nur ansatzweise über die Folgen Gedanken zu machen.

Dabei sollten denjenigen Meldungen, wie die nachfolgenden, zu denken geben:

  • Twitter setzt seit kurzem ein Programm namens ChatterGrabber ein, dass used to monitor tickborne diseases, such as Lyme disease, public sentiment involving vaccines, and gun violence and terrorism, serving as an early warning system for public health officials through suspicious tweets or conversations. (verwendet wird um durch Zecken übertragene Krankheiten wie Lyme-Borreliose, die öffentliche Meinung zu Impfstoffen und Schießerein und Terrorismus zu überwachen, und das als Frühwarnsystem für die Beamten des öffentlichen Gesundheitswesen aufgrund verdächtiger Tweets oder Gespräche dient.)
  • Kurz darauf gab Twitter bekannt, dass es seine komplette Datenbank (Einträge seit 2006) dem MIT zur Verfügung stellen wird.
  • Facebook erweitert die Überwachung seiner Nutzer dadurch, dass es Algorithmen einsetzt, die sogar die Emotionen der Nutzer manipulieren können.
  • Die „Truthy“-Studie, die von der National Science Foundation finanziell unterstützt wird, beschäftigt sich unter anderem mit der Verbreitung von „politischer Hetze, Astroturfing, Fehlinformationen und anderer sozialer Verschmutzung“. Selbst Republikaner bezeichnen „Truthy“ als ein Programm, das direkt aus George Orwells Klassiker 1984 entsprungen ist.

Und jetzt kommt der Hightech-Gigant IBM dazu, der auch ein Auge auf die 500 Millionen Tweets pro Tag der mehr als 280 Millionen monatlichen Nutzer von Twitter geworfen hat.

So hat der Konzern IBM, bei dem immer gerne die engen Verbindungen zum Nazi-Regime und die Unterstützung beim Holocaust durch seine Lochkartensysteme „vergessen“ wird, eigens eine Daten- und Analysepartnerschaft mit Twitter gegründet, um seine, wie es IBM bezeichnet, Unternehmensentscheidungen zu verbessern.

Das mag auf den ersten Blick nichts besonderes sein, aber die Vereinbarung erlaubt IBM einen beispielslosen Zugang und Zugriff auf die Daten von Twitter, die IBM verwenden kann, um seinen IBM-Kunden zu helfen, dass sie wiederum mehr über ihre Kunden in Erfahrung bringen können.

Laut IBM werden alle neuen Daten in ihre Cloud-basierten Systemen einfließen und auch IBMs Supercomputer Watson soll damit gefüttert werden. IBM will zusätzlich seinen Kunden die Twitter-Daten, inkl. Analysen und speziellen Apps, zur Verfügung stellen

Die Partnerschaft IBM und Twitter ist ein weiterer Schritt Profile, Konsumgewohnheiten und andere Daten der Menschen miteinandner per Data-Mining in Verbindung zu setzen. Einige mögen darin keine Gefahr sehen und den Klassiker „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ anbringen. Denen sei nur am Rande gesagt, dass dieser Ausspruch von niemand geringerem als Joseph Goebbels, Reichspropagandaminister im Dritten Reich, anlässlich einer Rede 1933 zur Einführung der GeStaPo stammt. Und welche Folgen das für die Menschen in der damaligen Zeit hatte, können wir uns täglich auf irgendwelchen Spartenkanälen anschauen.

Quellen:
Social Media Surveillance Expands as IBM Taps Twitter
New social media surveillance tool vital to public health preparedness, researchers say
Twitter Opens Entire Database to MIT – How Will It Be Used?
Here’s what you need to know about that Facebook experiment that manipulated your emotions
About Truthy
What Will You Do With Watson?
IBM And Twitter Just Announced A Huge New Partnership

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