TTIP: Es wird nur einen Gewinner geben…

…und das sind die Vereinigten Staaten von Amerika.

Damit auch dem letzten faktenresistenten Mitglied des Bundestags klar wird, was mit TTIP wirklich verfolgt wird und welche Konsequenzen, insbesondere für Deutschland, daraus erwachsen, seien nachfolgende Beispiele an die Hand gegeben.

Freihandelsabkommen USA und Peru (seit Februar 2009)

2006 wurde zwischen Peru und den USA ein Freihandelsabkommen auf den Weg gebracht, das nach Ratifizierung und einigen Nachbessserungen im Februar 2009 in Kraft trat. Seit jenem Tag drehte sich die Handelsbilanz Perus ins Negative. War Peru zuvor Exporteur sind sie seitdem reiner Importeur US-amerikanischer Leistungen:

 

Freihandelsabkommen USA und Kolumbien (August 2011)

Auch hier finden wir das gleiche Bild. Kolumbien befindet sich seit Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen diesen beiden Ländern fast aussschließlich im Defizitbereich:

Wer jetzt immer noch denkt, dass TTIP – neben den ganzen anderen Problemfeldern Schweinereien – einen wirtschaftlichen positiven Effekt für uns bringen wird, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen und verargumentiert, dass es sich bei den Beispielen um Peru und Kolumbien handelt bzw. glaubt auch daran, dass TTIP zwischen den USA und Europa auf „Augenhöhe“ verhandelt wird.

Quellen:
The Free Trade Agreement (FTA) between Peru and The USA: Take a guess as to who’s getting the better of the deal
Trade in Goods with Peru
Colombia’s trade balance with The USA
Trade in Goods with Colombia