in Wirtschaft

Erst wollte der Elektroautohersteller Tesla viele seiner Läden schließen. Die Fahrzeuge sollten, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch online erhältlich sein. Der Hintergrund war, dass Tesla Kosten einsparen wollte um die versprochenen Verkaufspreise bei seinen Modellen einhalten zu können. Nun kommt die Kehrtwende: weniger Läden sollen geschlossen werden, dafür steigen die Fahrzeugpreise.

Weniger Verkaufsstellen sollen geschlossen werden

Es ist gerade mal zehn Tage her, da verkündete Tesla-Chef Elon Musk, dass er den Vertrieb beim Elektroautohersteller grundlegend umstrukturieren möchte. Das Konzept dazu sah unter anderem vor, dass bis auf wenige, repräsentative Filialen von Tesla alle weiteren Vertriebstellen geschlossen werden. Also ein Großteil der rund 378 Verkaufsstellen des US-Autobauers. Hintergrund waren Sparpläne bei Tesla. Durch die steigenden Betriebskosten wären die Fahrzeugpreise stark angestiegen. Das sog. Model 3 beispielsweise drohte für die Kunden deutlich teurer zu werden als die versprochenen rund 31.000 Euro (Basisausführung).

Die Sparmaßnahmen hätten bis zu sechs Prozent niedrigere Fahrzeugpreise bedeutet. Doch Elon Musk hat es sich anders überlegt. „Wir werden nur halb so viele Läden schließen, aber die Kosteneinsparungen sind deshalb nur halb so hoch.“ Die Angestellten in den Filialen von Tesla dürfte dies freuen, für Freunde der amerikanischen Elektroautos allerdings sind das schlechte Nachrichten.

Elektroautokäufer müssen künftig tiefer in die Tasche greifen

Um die Verkaufsstellen von Tesla zu erhalten, müssten nämlich die Preise für die Luxusmodelle S und X, als auch der teureren Varianten des neuen Models 3 im Schnitt um 3 Prozent steigen. Die Basisausführung des neuen Model 3 sei davon jedoch ausgenommen. Auch bleibe es dabei, so Elon Musk, dass die tatsächlichen Verkäufe der Elektroautos nur noch online stattfinden. In den Verkaufsstellen sollen lediglich Fahrzeuge für Testfahrten bereitstehen und Mitarbeiter die Kaufinteressenten zeigen, wie sie binnen von Minuten online an ein Tesla-Model kommen. Auch per Mobiltelefon, ersteht sich.

Eine andere Sache, die gleichbleiben wird, ist das großzügige Rückgaberecht, das Tesla seinen Kunden einräumt. Gekaufte Wägen können binnen einer Woche mit bis zu 1.600 gefahrenen Kilometern zurückgegeben werden. Diese Regelung ist recht neu bei Tesla und soll von der jetzigen Kehrtwende bei den Sparmaßnahmen unberührt bleiben.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass in den Filialen dennoch Arbeitsplätze abgebaut werden. Weiterhin stehe rund ein Fünftel aller Standorte von Filialen auf dem Prüfstand. Tesla möchte genau prüfen, wie gut die einzelnen Filialen arbeiten und dann nach der jeweiligen Effizienz entscheiden, welche Läden geschlossen werden und welche nicht.

Anders als viele andere Autobauer hat Tesla selbst die volle Kontrolle über die Autohäuser. Sie sind firmeneigene Verkaufsstellen und keine Franchiseunternehmen. Die rund 12 Verkaufsstellen in Deutschland werden also weiter geöffnet bleiben. Zumindest vorerst. Selbiges gilt für die sieben Service-Center des US-Autobauers hierzulande.

Autor: Thomas Schmied

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