in Wirtschaft

In Deutschland könnten eines Tages die Lichter ausgehen. Diese Besorgnis ist schon einige Male formuliert worden. Nun wird sie in einem bestimmten Fall konkret, über den wir an anderer Stelle gesprochen haben.

Vor kurzem ist der Strom in Berlin-Köpenick ausgefallen. Eine fast alltägliche Meldung? Nein: Der Stromausfall gilt als der größte in den vergangenen Jahrzehnten. Die Stadt sei auf solche Fälle nicht vorbereitet, so ergeben die ersten Befürchtungen. Sie zeigen, dass der Stromausfall in der gesamten Stadt nicht mehr hätte aufgefangen werden können und dass überhaupt in diesem Land möglicherweise der Katastrophenschutz nicht hinreichend funktioniert.

31.000 Betroffene

Dabei sind schon in Köpenick gut 31.000 Haushalte vom Ausfall des Stroms betroffen gewesen. Die Feuerwehr und große Rettungsdienste schafften es innerhalb kurzer Zeit, hinreichend viele hauptamtliche und freiwillige Helfer zu mobilisieren, um die Folgen abzuwehren.

Dennoch sind die erfreulich guten Nachrichten möglicherweise lediglich der Tropfen auf dem heißen Stein. Schon vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle davon berichtet, dass etwa die Berliner Feuerwehr sehr schlecht ausgerüstet ist. Dies zeigte sich laut „Tagesspiegel“ aus Berlin etwa darin, dass es auf verschiedenen Wachen noch nicht einmal „Notstromaggregate“ gegeben habe. Doch selbst, wenn es Notstromaggregate gegeben hätte, wären die alten Gebäude der Feuerwehr aufgrund technischer Limits wohl nicht mit Notstrom versorgt worden.

Daran erinnerte auch die Feuerwehr zuletzt: Würde es keinen Neubau geben, würde sie den Katastrophenschutz zum 7. März einstellen.

Das DRK hat in Person des Katastrophenschutzbeauftragten wissen lassen, dass die Stadt seit vielen Jahren den Katastrophenschutz „kaputtgespart“ haben würde. Die Fahrzeuge wären veraltet. Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern fehlten, sowie OP-Säle fehlten und auch Inventar für die Notunterkünfte.

Bereits im Jahr 2014 war eine Studie veröffentlicht worden, wonach die öffentliche Ordnung in sich zusammenbreche, wenn der Strom in der gesamten Stadt über Tage ausfalle. So sieht der zivile Katastrophenschutz vor, dass 1 % der Bevölkerung versorgt werden müsse. 37.000 Menschen also alleine in Berlin. Das DRK gibt an, zur Zeit könnten im besten Fall 3.500 Menschen mit Essen versorgt werden.

Armes Deutschland.

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