in Wirtschaft

Die Strafzinsen in Deutschland werden langsam auch die Vermögen und Kleinvermögen von Privathaushalten angreifen und aufzehren. Dies räumen unverhohlen auch die Banken inzwischen ein. Dies ist eine schon nicht mehr zu verheimlichende totale Enteignung, von der wir an dieser Stelle auch bereits gesprochen haben. Bis dato wurden die Konten von Privatanlegern, die bis zu 100.000 Euro sparten, nicht belangt. Inzwischen hat das Internet-Vergleichsportal „Verivox“ hier ein Institut, die Volksbank Magdeburg, ermittelt, das auch Strafzinsen auf kleinere Vermögen erhebt. So müssen seit dem 4. November Guthaben von mehr als 25.000 Euro auf Girokonten mit 0,5 % „Verwahrungsentgelt“ leben.

Auch die Commerzbank langt nun zu, wie wir berichteten…

Wurden bis vor kurzem die Zinsen auf Erspartes auf nahezu null gesetzt, hat die Commerzbank jetzt angekündigt, Minuszinsen für Sparer einzuführen. Wer sein Geld also auf Commerzbank-Konten herumliegen lässt, muss demnächst Strafzinsen dafür bezahlen. Bankkunden sollen für ihr Ersparten bezahlen, dank Mario Draghi, den Bundeskanzlerin Merkel jüngst bei seiner Verabschiedung für sein Engagement und seinen Einsatz lobte.

Der Finanzchef der Commerzbank, Stephan Engels, sagte: „Wir haben zahlreiche Privatkunden angesprochen. Wir beginnen jetzt, Maßnahmen umzusetzen. Das Potenzial ist sehr groß.“ Bislang habe die Commerzbank keinem Kunden Strafzinsen in Rechnung gestellt. Doch jetzt fange man mit Kunden mit hohen Einlagen an. Ab welcher Einlagenhöhe die Strafzinsen gelten sollen, ließ Engels bislang offen. „Einfache Sparer“ würden aber verschont.

Engels sagte, die Commerzbank versuche Kunden, die „deutlich mehr als eine Million Euro“ auf dem Bankkonto haben, von alternativen Anlagemöglichkeiten zu überzeugen: „Bei privaten Kunden kehren wir die Treppe von oben, wir sind da im Moment noch weit weg von einer Annäherung an die Grenze von 100.000 Euro. Wir wollen die Kunden nicht vertreiben, sondern wir wollen ein Problem, das wir alleine nicht mehr tragen können, vernünftig managen“, so Engels.

Bei Firmenkunden erhebt die Commerzbank ab einer bestimmten Einlagenhöhe schon seit längerem Strafzinsen und passt diese nun an den weiter von Draghi gesenkten Leitzins an. „Wir prüfen auch die Freibeträge“, sagte Engels. Die Commerzbank will mit Preiserhöhungen und Optimierungen des Produktangebots erreichen, dass die Einlagen nicht weiter steigen. Ende September hatte die Commerzbank angekündigt, 2.300 Stellen zu streichen. Zudem wird jede fünfte Filiale geschlossen. Seit 2014 müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank parken. Diesen sogenannten Einlagesatz hatte die EZB zuletzt auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Hier lesen Sie, wie Sie sich dagegen wehren.

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  • Strafzinsen: Belastung steigt und steigt – Sie zahlen… – Die Welt

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