Russland und China: Die neue Öl-Allianz

Ölrenten: Sie speisen fast die Hälfte des russischen Staatshaushalts. Die politische und wirtschaftliche Eiszeit zwischen Moskau und dem Westen sowie vor allem die Ölförderpolitik Saudi-Arabiens, die offenbar die Ausweitung der unkonventionellen Ölförderung speziell in Nordamerika eindämmen soll, haben zu einem Ölpreisverfall geführt. Moskau ist daher in Schwierigkeiten und will sich unabhängiger von den westlichen Abnehmern machen.

„Russland drängt mit Macht auf den chinesischen Markt – nicht nur aus wirtschaftlichem Kalkül. Der Kreml sieht das Bündnis mit China als geopolitisches Projekt, um ein Gegengewicht zum Westen zu bilden, insbesondere zu den USA. Die westlichen Sanktionen haben die Führung in Moskau darin noch bestärkt, Rosneft-Chef Setschin sieht darin „eine Art Krieg“, wie er dem SPIEGEL sagte. Die niedrigen Ölpreise hält Setschin für vom Westen „manipuliert“.

Moskau und Peking haben einen gigantischen Ölpakt geschlossen. In den kommenden 25 Jahren zahlt China Russland 270 Milliarden Dollar, im Gegenzug verpflichtet sich Rosneft zur Lieferung von 300.000 Barrel Öl pro Tag – das entspricht rund 90 Prozent der Fördermenge von Wankor. 200.000 weitere Barrel Öl sollen für zehn Jahre an die chinesische Sinpec Gruppe gehen, für 85 Milliarden Dollar. Der Kreml hat das Ölgeschäft mit Asien zur Chefsache erklärt. Zum Förderbeginn in Wankor reiste Wladimir Putin persönlich nach Ostsibirien.

Zugleich wächst aber auch Russlands Abhängigkeit vom großen Nachbarn im Osten, der am Verhandlungstisch deutlich selbstbewusster auftritt als die kleineren Partner aus Europa – schon allein deshalb, weil er sich seiner enormen Marktmacht bewusst ist.

Russland bestreitet 46 Prozent seines Staatshaushalts allein mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Mit anderen Worten: Das Land ist darauf angewiesen, potente Käufer zu finden, um Renten und Beamtengehälter zahlen zu können.Rosneft ist wegen der Sanktionen weitgehend von westlichen Krediten abgeschnitten. Der Ölkonzern braucht dringend Geld für die Erkundung neuer Ölfelder und die Entwicklung von ebenso kostspieligen wie prestigeträchtigen Bohrprojekten vor Russlands Küste. Nachdem Rosneft vor zwei Jahren den mächtigen russischen Konkurrenten TNK-BP übernommen hatte, beliefen sich die Konzernschulden auf 55 Milliarden Dollar. Branchenexperte Michail Krutichin spricht von „Größenwahn“, der sich rächen werde.“ – so der SPIEGEL.

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