Rüstungskonzern verdient kräftig an Corona-Krise

An der Corona-Krise scheinen weitaus mehr Unternehmen mitzuverdienen als bekannt. Der Rüstungskonzern Rheinmetall, der bislang kräftig an Waffenexporten – in Abstimmung mit der Bundesregierung – verdient hat, hat offenbar einen Millionen-Deal mit Spahn-Merkel gemacht. Dabei geht es nicht um Waffenexporte, sondern um „Schutzausrüstung“ im Wert von rund 16 Millionen Euro. Da offensichtlich kaum bis keine Kriege mehr stattfinden – was wir Donald Trump und Wladimir Putin zu verdanken haben – muss der Rüstungskonzern auf andere Weise seine Millionen verdienen. Dabei hat der Konzern Unterstützung aus Berlin bekommen.

Der Millionen-Auftrag umfasst hohe Stückzahlen von Atemschutzmasken in verschiedenen Ausführungen, Schutzanzüge und Schutzbrillen sowie Handschuhe. Bis heute hat Rheinmetall rund 20 LKW-Ladungen an behördliche Kunden geliefert, darunter vor allem Atemschutzmasken – sowohl des Typs FFP-2 (partikelfiltrierende Halbmasken) wie auch einfachere OP-Masken. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr aus dem Rahmenvertrag mit der Merkel-Regierung Bestellungen über sogenannte PSA-Materialien (Schutzausrüstung) im Gesamtwert von etwa 100 Millionen Euro.

Nach eigenen Angaben liefert Rheinmetall bis zu 6 Millionen Atemschutzmasken an die Bundesbehörden. Das Unternehmen hat ein globales Standort- und Vertriebsnetzwerk – vor allem in China – und ist daher in der Lage, schnell massenhaft Schutzmaterialien zu produzieren und zu liefern. Innerhalb von wenigen Tagen wurden zu Beginn der Plandemie rund eine Million Atemschutzmasken aus der Fertigung eines chinesischen Unternehmens an die zuständige Bundeswehr-Beschaffungsbehörde in Koblenz ausgeliefert. Rheinmetall hatte kurz zuvor einen entsprechenden Vertrag mit dem Koblenzer Bundesamt für Beschaffung, Ausrüstung und Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr unterzeichnet.

Rheinmetall wurde nach eigenen Angaben Anfang März vom Verteidigungsministerium zur Beschaffung bei der „Bewältigung der Corona-Pandemie gebeten“ und zur Bereitstellung des „dringend benötigten Materials zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems sowie zum Schutz der Bevölkerung“ aufgefordert. Das Verteidigungsministerium soll vom Bundesgesundheitsministerium, also von Herrn Spahn, um „Amtshilfe“ in der Corona-Pandemie“ gebeten worden sein. Rheinmetall sieht sich selbst „nicht nur als ein führender Bundeswehr-Ausrüster in der Verantwortung, in der gegenwärtigen Lage zu helfen und einen Beitrag zu leisten, um Ausrüstungslücken im medizinischen Bereich zu schließen.“ Den Millionen-Auftrag und die folgenden weiteren Aufträge von der Spahn-Merkel-Regierung nimmt der Rüstungskonzern bestimmt gerne (und völlig selbstlos) an.

Rheinmetall ist nicht der einzige Konzern, der an der Plandemie mitverdient. Auch die Frau von Bayerns Ministerpräsident Söder soll mit ihrer Firma Baumüller Services an der Plandemie mitverdienen – durch die Produktion von sogenannten Face-Shields. Daher dürfte die Maskenpflicht noch Monate fortdauern, denn das Geschäft muss sich ja rentieren. Falls nicht, könnte ein zweiter Merkel-Lockdown dem schleppenden Schutzausrüstungsgeschäft wieder mehr Umsatz verleihen.

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