in Wirtschaft

Gold gilt als Krisenwährung. Dementsprechend sind Goldkäufe eines der wertvollsten Signale dafür, dass Investoren mit einer Krise an den Märkten rechnen, gegebenenfalls mit einem Crash. Jetzt gibt es ein enormes Zeichen aus den USA: An einem wichtigen Markt haben die Händler die Gold-Käufe insgesamt vervierfacht(!). Das kann einen deutlichen Stimmungswandel signalisieren.

Gold-„Commercials“ mit Kaufattacke

Gold wird an verschiedenen Märkten gehandelt. Hier geht es um die Börse COMEX in den USA, um eine sogenannte Warenterminbörse. Dort werden die Goldgeschäfte für die Zukunft getätigt. Lieferverpflichtungen, die zu einem bestimmten Termin zu bestimmten Preisen eingelöst werden müssen. Dies allerdings wird in der Regel nicht passieren, das Wettgeschäft mit Termingeschäften hat sich verselbstständigt, signalisiert allerdings die Stimmung am Markt.

Die aktuell vorliegenden Daten sind besorgniserregend. Die „Commercials“, also Großhändler, haben sich eindeutig auf die Position gestellt, dass die Goldpreise steigen werden. Sie haben die „Netto-Long-Position“, also die unter dem Strich sichtbaren Positionen, bei denen sie gewinnen, wenn der Preis steigt, auf ein neues Hoch getrieben. Die Positionen haben um den Faktor 4(!) zugenommen. Ein unglaublicher Anstieg.

Großbanken gehören sogar zur Gruppe derjenigen, die einen Anstieg dieser Positionen um den Faktor 17(!) veranlasst haben. Sogenannte „große Spekulanten“ haben indes die Menge an Short-Positionen, die von fallenden Notierungen profitieren, um den Faktor 62 % erhöht.

Spricht dies gegen einen Anstieg des Goldpreises? Nein. Spekulanten versuchen in der Regel, die Preise mit solchen Gegengeschäften zu drücken, um dann möglichst günstig an die Handelsgüter zu kommen. Steigen die Preise im Anschluss daran wieder auf das natürliche Niveau, sind die Gewinne enorm.

Das Handelsgebahren an der COMEX ist daher ein wichtiges, wenngleich nicht allein entscheidendes Signal dafür, dass wir alle vorsichtig bleiben sollten – der Crash kann jederzeit einsetzen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Nachdem der Goldpreis kurz stieg ,
    ist er nun wieder weiter auf niedrigem Niveau .
    DieManipulation des Goldpreises per Papier- und Digitalgold funktioniert noch .
    Hoch aufschlussreich wäre eine unabhängige Überprüfung der behaupteten physischen Goldreserven .
    Dagegen wehren sich Staaten und Institutionen – über den Grund darf spekuliert werden .

  2. Nun ist Gold bekanntlich ein knappes Gut. In der westlichen Hemisphäre ist der Goldhandel fest in der Hand des internationalen Finanzkapitals. In der unendlichen Gier wird nun versucht das Gold mehrfach mit Gewinn zu verkaufen.

    Das passiert dadurch, dass imaginäre oder reale Angstsituationen erzeugt werden, die zum Goldkauf animieren. Danach werden Phasen einer relativen Stabilität geschaffen, die dann wiederum zum Verkauf des Goldes anregen, da Gold in dieser Situation totes Kapital ist.

    Trotz dieses ständigen Wechsels ist der Goldpreis über den Gesamt-Zeitraum immer weiter gestiegen, dadurch wird die Flucht in das Gold immer unattraktiver und der Goldpreis hat seine Barometerfunktion verloren.