in Wirtschaft

Schon lange ist die Existenz von Steuerparadiesen ein Dorn im Auge der Steuerbehörden.

Steuerparadiese sind Orte, Inseln oder Staaten, deren Steuersituation für Unternehmen und reiche Einzelpersonen sehr attraktiv ist, da sie dort ihre Geschäfte und Finanzen ohne viele Abgaben unterbringen können. Bisher sind Karibikinseln, z.B. die Cayman Islands, Luxemburg, die Schweiz als solche Paradiese bekannt. Im Internet sind zahlreiche Artikel und Rankings zu finden, die einen detaillierten Überblick geben. Sie locken das Geld mit geringen Körperschafts- und Einkommenssteuern. Auch als Orte der Geldwäsche werden Steuerparadiese oft genutzt. Mit diesen steuerrechtlichen Grauzonen sind gerade große multinationale Unternehmen dazu in der Lage, ihre Geschäfte global abzuwickeln und auf nationaler Ebene kaum Steuern an den Staat zu zahlen, in dem sie operieren.

Seit einiger Zeit empfehlen Finanzexperten einen neuen Standort zur steuergünstigen Aufbewahrung von Vermögenswerten: Reno in den USA. Andrew Penney, Geschäftsführer von Rothschild & Co, sagte in einer Rede zum Thema ‘Wie die reiche Elite der Welt Steuerzahlungen umgehen kann’, dass die Reichtümer der Weltelite in den USA sehr gut aufgehoben sind, steuerfrei und versteckt vor nationalen Regierungen. Die USA sind “effektiv betrachtet das größte Steuerparadies der Welt”, so Penney.

Reno scheint eine willkommene Alternative zu bisherigen Paradiesen zu sein. Erst im Dezember 2015 wurde die Zeit der Cayman Islands als Steuerparadies beendet und nun sind auch andere Steuerparadiese im Visier der Steuerfahnder. Eine Expertin bestätigt den Aufschwung Reno’s mit ihrer Beobachtung, “dass es erstaunlich viele Transfers von ehemaligen Schweizer Bankkonten geben soll. Die Leute wollen raus aus der Schweiz”, so Alice Rokahr.

Quellen:
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-01-27/the-world-s-favorite-new-tax-haven-is-the-united-states

http://www.wallstreet-online.de/ratgeber/finanzen-steuern-versicherung/steuern/das-steuerparadies-als-zufluchtsort

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. „Schon lange ist die Existenz von Steuerparadiesen ein Dorn im Auge der Steuerbehörden“
    Da muss ich aber vehement wiedersprechen ! Den angbl. Dorn im Auge macht der Goldzahn wieder wett !
    Der Klüngel zwischen Wirtschaft u. Politik ist untrennbar verwoben, quasi ein fünftes Element u. somit unternimmt es nichts anderes als die Selbsterhaltung inkl. Fortpflanzung !
    Angenommen, es hätte wirklich jemals jemanden gegeben, der die Steuerparadiese hätte auflösen o. die hiesigen zuführenden Steuer-Kanäle schließen wollen, dann hätte es ihn die längste Zeit in seiner Position gegeben ! Zur Politshow wird mal ein Kanal verschlossen u. gleichzeitig mindestens ein neuer verdeckt angelegt. Das ewige „fangen und versteckspiel“, – schon langweilig…

  2. Andorra liegt mitten in der EU und der französische Präsident ist immer auch Co-Fürst von Andorra.
    Luxemburg ist ein Steuerparadies, und der Paradiesvogel Jean-Claude Juncker ist der Kommssario Maximus der EU.
    Alle Staaten in der EU liegen im Wettbewerb und betreiben Steuerdumping. Mit den unglaublichsten Vermeidungstricks können die Konzerne in der EU ihre Steuern quasi auf Null absenken.

    Wenn dieses Ersatzmedium sich mit Deutschland auseinander setzt, kommen nur Hasskommentare heraus wie die der vermeintlichen „Friedensliebe“, ansonsten flüchtet es in die Fremde, damit der Leser „NWO“ raunen kann.

  3. Dann haben die Amis doch ganze Arbeit geleistet- erst haben sie den Schweizern Druck gemacht: So geht’s ja gar nicht (1. Bankgeheimnis & 2. dass die Schweiz den Finger auf dem Kapital hat). So ist man wieder Weltmacht und sorgt dafür dass Schwarzgelder und Co da bleiben wo man sich mit Herrscherpolitik auskennt. Wenns passt wirds dann eben einfach einverleibt, war dann eben „böses“ Geld. Dumm gelaufen für die Schweizer, Luxemburger… und anderen Europäischen Steueroasen.