in Wirtschaft

Die Corona-Krise hat die Goldpreise im laufenden Jahr kontinuierlich nach oben getrieben. Das Edelmetall profitierte dabei von seinem Ruf als krisensichere Währung. In den USA ist zwischenzeitlich sogar die 2000-Dollar-Marke für kurze Zeit überschritten worden. Nicht nur Gold wird verstärkt gekauft, sondern auch Silber und andere Edelmetalle. Edelmetallhändler berichten inzwischen von einer zweiten „Kaufwelle“, ihnen würde regelrecht „die Bude eingerannt“, so ein Bericht des „Focus“.

Wie aus den Daten des Internationalen Währungsfonds hervorgeht, haben die Zentralbanken ihre Goldkäufe in der zweiten Hälfte des Jahres etwas gedrosselt. „Nur“ noch knapp neun Tonnen Gold sind im Juli 2020 gekauft worden. Damit wurden die Reserven der Notenbanken so wenig aufgestockt wie seit Dezember 2018 nicht mehr. Insgesamt haben die Notenbanken weltweit bis Ende Juli rund 200 Tonnen Gold erworben.

Die 2000-Dollar-Marke, die vor wenigen Wochen kurzzeitig erreicht wurde, werde deswegen nicht dauerhaft erreicht, weil der schwächer gewordene Euro dafür verantwortlich sei, meint der Rohstoff-Experte der Commerzbank Carsten Fritsch. Die Goldpreise seien im Hinblick auf die US-Arbeitsmarktdaten zunächst gefallen, hätten sich dann aber wieder erholt. Der Goldpreis richtet sich eng an die Bewegungen des Euro-Dollar-Wechselkurses. Der starke Rückgang der Arbeitslosenquote in den USA hatte vorübergehend Druck auf den Euro-Dollar-Wechselkurs ausgeübt.

Die EZB will eine Aufwertung des Euro aufgrund der Exporte verhindern und tagt diese Woche zu diesem Thema. Der Rohstoff-Experte sieht in einem möglichen Abwertungswettlauf zwischen Euro und Dollar einen langfristig positiven Impuls auf den Goldpreis. Die Gold-Nachfrage von privaten Sparern ist indes ungebrochen hoch. Nach einer ersten Gold-Kaufwelle zu Beginn der Pandemie sei die Nachfrage zuletzt wieder stark angestiegen, berichtet ein Goldhändler des Hauses ProAurum. Kunden hätten ihm zeitweilig die „Bude eingerannt“.

ProAurum hat im ersten Quartal doppelt so viel Gold verkauft wie im Vorquartal. Im Mai und Juni war die Nachfrage abgeschwächt, nun zieht sie offenbar wieder an, trotz des hohen Preisniveaus. Immer mehr Sparer wollen ihr Geld in Gold anlegen, weil die Unsicherheit aufgrund der Coronakrise weiter gestiegen ist. Diese Chance sollten Sie sich genau ansehen. 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar