in Wirtschaft

Mit der Übernahme von Monsanto hat sich Bayer offensichtlich gewaltig verkalkuliert. In den USA drohen dem Pharma- und Chemiekonzern Milliardenklagen wegen Glyphosat. Eine Klage wurde bereits zu Ungunsten des Konzerns von einem kalifornischen Gericht beurteilt. Watergate.tv berichtete. Jetzt müssen offenbar die Angestellten des Konzerns dafür büßen, auch wenn die Geschäftsleitung andere Gründe für die „Sparmaßnahmen“ angibt.

Der Chemieriese aus Leverkusen gab jetzt bekannt, weltweit 12.000 Beschäftigte entlassen zu wollen. Allein 4.500 Stellen sollen in Deutschland betroffen sein. Ein großer Teil soll in der Verwaltung und im Bereich der Medikamentenherstellung wegfallen. Der Großteil mit 3.000 Stellen wird in der Leverkusener Zentrale verloren gehen. Auch die Forschung ist vom Stellenabbau betroffen. Künftig soll stärker mit Partnern, anstatt nur intern geforscht werden.

Der Gesamtbetriebsrat schrieb den Mitarbeitern, dass es „die Zentrale in Leverkusen voraussichtlich am härtesten treffen werde“. Zudem wird die Tochterfirma „Bayer Business Services“ aufgelöst. In einem Brief an die Beschäftigten erklärte der Bayer-Vorstand, dass „Bayer insgesamt rund 25 Prozent der Kosten reduzieren wolle“. Das bedeute, dass Bayer ab 2022 jedes Jahr 1,4 Milliarden allein in der Verwaltung einsparen wolle. Weltweit seien 7.000 Mitarbeiter von den Einsparungen betroffen, in Deutschland 4.500 Mitarbeiter.

Auch Monheim und Berlin werden betroffen sein, so der Vorstand. Wen genau es treffe, stehe aber noch nicht fest. Diese „Feststellung könne noch mindestens ein halbes Jahr dauern“. Gegen Ende dieses Quartals sollen dann die ersten betroffenen Mitarbeiter informiert werden.

Konzernchef Werner Baumann erklärte, dass die „geplanten Maßnahmen zum Stellenabbau nichts mit der Übernahme des Monsanto-Konzerns zu tun hätten und auch nichts mit der Debatte um Glyphosat“. Mit den Maßnahmen solle die Performance und Ertragskraft von Bayer nachhaltig gesteigert werden, so Baumann. Mit diesem Sparprogramm sei das Unternehmen dann bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet.

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Kommentar

  1. Das konnte man selbst als völliger Laie erahnen, das Glyphosat mal zu teueren Entschädigungsansprüchen führen wird. Schon bei der Übernahme von M an B war die Toxizität des Herbizids bekannt, es wurde nur immer schöngeredet. Und wieder trifft es einen deutschen Konzern, alles nur Zufall oder lange geplant, eine Art Wirtschaftskrieg?