in Wirtschaft

Kommentar. Deutschland und Japan gehören zu den größten und führenden Industrienationen der Erde. Nach dem 2. Weltkrieg und im Zuge eines Neuaufbaus der Industrie und Wirtschaft gingen Japan und Deutschland ab den 60er Jahren allerdings verschiedne Wege. Während Japan den steigenden Bedarf an Arbeitskräften – vor allem billigen Arbeitskräften durch eine ständig zunehmende Automatisierung deckte und heute eine der führenden Nationen auf dem Gebiet der Robotik ist, importierte die Deutsche Industrie Menschen und folgte dabei einem bereits erprobten System.

Während des 3. Reiches mussten Zwangsarbeiter, vor allem KZ-Häftlinge die Reihen der deutschen Arbeiter und auch Bauern füllen, während die eigentlichen Beschäftigten auf den Schlachtfeldern für die Waffenindustrie verbluteten. Schon im ersten Weltkrieg profitierte die deutsche Industrie von globalen, staatlich legalisierten Mord und Totschlag, die Profiteure an der Spitze der Firmen und Konzerne überstanden den Weltkrieg genauso wie die Revolution, die Republik, die Rezession und profitierten von Holocaust.

Durch den Abbruch der Nürnberger Prozesse aufgrund der stetig steigenden Spannung zwischen den USA und der Sowjet Union, wurden auch die die wenigsten Profitiere des Holocaust zur Verantwortung gezogen, nahmen im Aufbau der neuen Deutschen Staaten wieder ihre alte Machtposition ein. Als der Bedarf an billigen Arbeitskräften in den 60er Jahren stieg, importierte die Deutsche Industrie mithilfe der ihr hörigen Politiker Menschen aus Ländern, in denen der Grad der Industrialisierung noch nicht so weit fortgeschritten war, wo das Bildungsniveau sowie die Kenntnisse von Rechten, insbesondere Menschenrechten oftmals kein Gegenstand der alltäglichen Diskussion waren. Die sogenannten „Gastarbeiter“ verfügten in der Regel über keine deutschen Sprachkenntnisse, lebten in zum Teil katastrophalen Quartieren, wurden von ihren Arbeitgebern zum Teil auch wie Vieh behandelt. Die Kinder der ersten Generation von „Gastarbeitern“ erlebte zudem in den Schulen einen täglichen Rassismus, der nicht unbedingt von den Mitschülern, aber oft genug von den Lehrkräften ausging. Alle deutschen Parteien drückten sich in den 70er Jahren die Probleme anzugehen, die aus dem Massenimport von Menschen aus anderen Kulturkreisen zwangsläufig sich ergeben mussten.

Der Begriff „Gastarbeiter“ sollte – ganz in der sprachlichen Logik eines Orwellschen „Neusprech“ und „Doppeldenk“- verschleiern, dass Menschen in der BR Deutschland lebten, die fremd waren und ihren Herkunftsländern fremd wurden, in einem kulturellen Niemandsland lebten. Zu den politischen Lügen gehörten auch die stets wiederholte Behauptung, die „Gastarbeiter“ würden nur solche Jobs übernehmen, die angeblich kein Deutscher übernehmen wolle. Tatsächlich wurden jedoch selbst die Angehörigen der Berliner Abfallbeseitigungsbetriebe in den 70er Jahren so gut bezahlt, dass diese eher unangenehmen Tätigkeiten begehrt waren. Tatsächlich ging es der Führungsclique der Wirtschaft also nur lediglich darum, billigere Arbeitskräfte einzusetzen, die ihre Arbeitnehmerrechte nicht wahrnehmen konnten, da sie sprachlich ihre Umwelt sich nicht erschließen konnten.

In den 80er Jahren änderte sich die Situation, immer mehr „Gastarbeiter“ traten den Gewerkschaften bei, kämpften für ihre Rechte. Der Zusammenbruch der DDR bot der Wirtschaft in Deutschland jedoch wieder die Möglichkeit Arbeitskräfte zu Dumpinglöhnen zu beschäftigen, diesmal sogar sehr gut fachlich Ausgebildete Fachkräfte, die allerdings ebenfalls anfangs noch nicht ihre Arbeitnehmerrechte wahrnahmen oder wahrnehmen konnten. Schon in der Mitte der 90er Jahre änderte sich wieder das Bild der deutschen Arbeitnehmerlandschaft, neue billige Arbeitskräfte standen aus Osteuropa zur Verfügung, auch Regierungsgebäude in Berlin wurden von Ukrainern für teilweise 65 Cent die Stunde errichtet. Beim Bau des BER Flughafens wurden dann Arbeitskräfte aus Rumänien z.B. gar nicht mehr bezahlt und sitzen z.T. immer noch in Berlin fest. Durch die sogenannten „Hartz IV“ – Gesetze wurde es möglich, regulär und staatlich legitimiert Menschen in Dumpinglohnverträge zu pressen. Die Ausnahmeregelungen beim Mindestlohn haben diese Möglichkeit der Ausbeutung noch zementiert.

Auch der Bundesfreiwilligendienst erweitert diesen Dumpinglohnsektor, zwar offiziell vom Gesetz gerade nicht so vorgesehen, aber wie eigene Anfragen beim zuständigen Bundesamt (BAFzA) und dem Fachausschuss des Bundestages gezeigt haben, durch wegsehen geduldet. Das jetzt auch die neuen Migranten und Flüchtlinge keinen Mindestlohn erhalten sollen, der gesamte Menschenunwürdige Umgang mit Ihnen, das einpferchen in Bretterbuden in Hallen usw. zeigt, dass auch diesmal die deutsche Politik, durch alle Parteien und entgegen aller Betörungen als williger Vollstrecker der Profiteure einer asozialen Wirtschaft, agiert. Ganz in der Logik von Auschwitz geht es nicht nur um Vernichtung, sondern vor allem darum, Menschen in eine Situation zu bringen, in der sie nur noch als Roboter dienen. Roboter, vom tschechischen „Robota“, „Zwangsarbeiter“.

In der Deutschen VDI Richtlinie 2860 steht: „„Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen bzw. menschlichen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.“

In der Logik der deutschen Politik: “ Migranten sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten…“, die sich selbst reproduzieren und bei Bedarf in ihre Herkunftsländern abgeschoben werden können“. Billige Migranten statt teure Roboter.
Es wäre besser, die Rechtsradikalen in unserem Lande würden in den Migranten Menschen sehen. Dann würden sie vielleicht verstehen, dass auch sie nur benutzt werden.

Teile und herrsche. Zwischen Rechts und Links, zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Arm und Reich. Seid keine Roboter. Denkt und handelt eigenständig. Und menschlich!

https://www.tu-chemnitz.de/informatik/KI/scripts/ws0405/KI_Schule/KI-Schule-04-lehr-3.pdf

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16 Kommentare

  1. 1.) Eine bestimmte Politik ist nicht der Mensch. 2. Die Mitte der Gesellschaft ist keine radikale Randgruppe. 3.) Es gibt kein Verfassungsgebot, daß Einwanderung vorschreibt, mithin muß sich die Mitte der Gesellschaft auch nicht zu einer entsprechenden Politik dadurch erpressen lassen, daß wir alle Menschen sind.

  2. Es wäre besser, die Rechtsradikalen in unserem Lande würden in den Migranten Menschen sehen. Dann würden sie vielleicht verstehen, dass auch sie nur benutzt werden.

    Auf den Satz kann man aber so was von verzichten.

    Wer ist denn hier Rechtsradikal ?
    CDU SPD GRÜNE FDP usw.
    Verwechsle bitte nicht den ungleichen Kampf gegen Sozialabbau. Mit den Begriffen etwas durcheinander gekommen ? Es gibt jede Menge deutsche Arbeitslose. 90 % Wirtschaftsflüchtlinge

  3. Weder japan noch Deutschland gehen eigene Wege weil beide Besatzungskolonien wie US Militär, CIA, NSA, abhängige Politiker, Medien die von den Allierten nach dem krieg eingesetzt wurden im Land haben. DAs System ist simpel man unterhält eine Kolonie im besetzten Land kontrolliert die Presse und Politik durch Günstlinge, die jederzeit wieder abserviert werden können also Vasallen und ansonsten läßt man der größten Masse der Menschen ihre Gewohnheiten(Machtzentrum, limbische System). Dann muss noch die Bedrohung von außen also Russland verhindert werden. Die Eliteaffen glauben das sie die menschheit durch technik wie IT und Überwachung, Staatsterror wie krieg aber auch Hartz4, endgültig kontrollieren können. Sie verstoßen gegen Machtgrundlag

  4. Ich glaube, der erste türkische Gastarbeiter ist 1968 von VW begrüßt worden.
    Anfang der 70er Jahre gab es in Deutschland 250.000 Arbeitslose. Das tolle Wirtschaftswunder war auf dem Gipfelpunkt angelangt und die nimmersatten Bosse und Parteihanseln kamen natürlich nicht auf den Gedanken, Produktionsstätten in die Türkei auszulagern, es mußte Industriefutter her.
    Als die Arbeitslosigkeit wieder anzog, holte die Politik immer mehr Ausländer ins Land und mehr und mehr und mehr, was schon zeigt, daß es bereits damals einen gehörigen Dachschaden im Parlament gab.
    Mehr Arbeitslose, mehr Staatskosten, höhere Steuern, Lebenshaltungskosten usw. Selbsttragend ist der Dumpingmarkt nicht? Da kann also irgendwas nicht stimmen?

    • Produktionsstätten auslagern ? Nein, warum auch – die Gastarbeiter sollten ihre Lebenshaltungskosten ja hier ausgeben. Die haben zu acht und zehnt in fabrikeigenen Einzimmerhütten hinter den Fabriken gehaust, zu horrenden Mieten versteht sich. Damals waren die Märkte auch noch nicht so heiß umkämpft wie heute, die Sozialstandards kleiner, da lohnten sich noch die Inlandsproduktionen, und nicht zu vergessen die Profitgier von der man heute sagen kann, sie ist das wahre Wirtschaftswunder, die hat noch nie stagniert ! Heute werden in der dritten Welt ja sogar fast-Tote für den Organhandel ausgeschlachtet. Bin gespannt wann Tote für ihre Beerdigung arbeiten müssen, ansonsten wird’s Haifutter, da freut sich wieder der Chinese !

  5. Die deutsche Industrie hätte darüber neue Märkte erschließen können wie ein Imperator und zu bombastischer Größe wachsen können.

    Bosse und Rechnen – das Schulsystem hat versagt.

  6. Ein scharfer Artikel, der aber leider weitgehend richtig ist. Natürlich möchten hier wieder einige absahnen – nach der Parole: Kosten sozialisieren – Gewinne privatisieren! Aber: die Zuwanderer von heute haben alle Internet und Handy – das war vor Jahrzehnten bei den Gastarbeitern anders. Da kamen tatsächlich Menschen, die kein Wasserklosett kannten. Die jetzigen Zuwanderer sind cleverer und haben die Lücken und Schwächen unseres Systems schnell erkannt: Während der deutsche Michel sich bei der A-Agentur demütigen läßt, kassieren die Strategen gerne mit mehreren Identitäten ab und betreiben nebenbei noch ene Kneipe im Kiez usw. – machen zwischendurch Urlaub in Marrakesch! Ich bleibe deshalb dabei: Als Hollande letztes JAHR ÜBERMÜTIG WURDE und den $ als Leitwährung ablösen wollte, da war eine Strafaktion fällig – vorsichtshalber gegen ganz Europa: Man hat die #Migrationswaffe gezogen. Auch um Europa zu destabilisieren und den Dollar zu stabilisieren. Kerry sagte gerade eben süffisant: Die Massenmigration sei ein TEST für Deutschland und Europa. Hätten unsere Politiker nicht Koks im Sinn, sondern würden auch mal ein politisches Fachbuch lesen, wie es jeder tut, der sich in seinem Beruf weiterbilden möchte, dann hätten sie über viele Jahre die Strategiepapiere der US-Denkfabriken lesen können: Dort steht alles wie in einem Drehbuch und wird gerade als TEST 1:1 ausgeführt! http://www.cornellpress.cornell.edu/book/?GCOI=80140100627270

  7. Seitens der Wirtschaft wird die Asylpolitik der Kanzlerin stets verteidigt. Natürlich hoffen sie auf billige Arbeitskräfte. Dass mit der moslemischen Massenzuwanderung die Gesellschaft verändert wird, ist ihnen egal. Michael Kiesen, Autor u.a. Roman „Halbmond über Berlin“

    • …aber sowas von egal !!!
      Kein Wunder, wann treffen die schon mal auf Flüchtlinge – Nie ! – weder im Job noch privat und im Urlaub schon garnicht – ach doch, die Hotelsklaven und die blutjungen Sexsklaven männl. + weibl. und die Kinderficker kommen natürlich auch auf ihre Kosten – nennt sich Hotelservice !

  8. Am 24. April eröffnet Obama die Hannover Messe. Man erwartet 100 Begleiter. 2009 in Dresden hat uns sein Besuch 30 – 40 Mio. gekostet !
    Was will der hier ? Angeblich TTIP „durchboxen“ !
    Wieder eine PR-Lüge !
    Wahrscheinlich geht’s den Amis nicht schnell genug mit den Revolten in Deutschland, die haben nicht damit gerechnet, dass wir derart hartleibige Couch-Potatos sind. Jetzt kommt der Chef vom Ganzen persönlich um die Stimmung anzuheizen.
    Und wer weiß schon, wer ihm den Unsinn eingeredet hat, – ein Attentat auf den US-Präsidenten in Deutschland macht sich im Strippenzieherland vielleicht auch nicht schlecht !?

  9. was ist es mit der neo Presse und dem auslassen von Kommas? macht mich wütend sowas. die Artikel werden auch immer seichter. denkt mal drüber nach!

  10. Liebe „Hannah“
    Der Plural von „Komma“ lautet „Kommata“.
    „Neopresse“ ist ein Wort.
    „Auslassen“ ist in diesem Fall ein Substantiv und wird folglich groß geschrieben.
    Nach dem Punkt beginnt ein neuer Satz, ergo schreibt man „Denkt“ groß. „Was“ im ersten Satz, „macht“ im zweiten Satz ebenfalls.
    „drüber“ sollte wohl „darüber“ heißen.
    Die Satzstellung des zweiten Satzes scheint von Yoda konzipiert worden zu sein…
    Aber ansonsten nehme ich mir diese Kritik gerne zu Herzen.
    Danke!
    :o)