Hohe Mieten als Folge von Geldentwertung

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Ich liebe es, so richtig „in your face“ gegen eine Mainstreammeinung zu sein. Sind die Mieten gestiegen oder ist der Wert des Geldes gefallen?

Diese Frage ist keine Philosophie sondern eine ausrechenbare Tatsache. Welt und Focus berichteten über eine Studie des Maklerverbandes, nach der die Mieten seit 1992 (kaufkraftbereinigt) sogar gefallen sind. Ach ja, und Hausbesitzer werden so wie alle anderen Menschen enteignet – man glaubt es kaum, wozu eine vom Volk gewählte Politik in der Lage ist.

Die durchschnittlichen Mietrenditen sind tatsächlich seit Anfang der Neunziger Jahre konstant bei zirka 4%. Die Kennzahl errechnet sich aus der Jahreskaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis. Die Kaufpreise stiegen tendenziell stärker als die Mieten, weshalb diese Renditen aktuell rückläufig sind. Immobilien gelten fälschlicherweise als „sichere Geldanlage“ und viele Investoren kaufen panisch irgendwelche Objekte. Dies stützt die Preise und senkt damit die Mietrenditen. Dass sich Vermieter die Taschen voll stopfen kann man nicht erkennen. In einigen Ballungszentren kommen Knappheitseffekte hinzu; hier handelt es sich aber um lokale Probleme und nicht um ein Massenphänomen. Fakt ist: Die Renditen der Immobilienanleger sind nicht gestiegen.

„Inflationsbereinigt bezahlen die Deutschen heute weniger für das Wohnen als vor 20 Jahren“
, sagte Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Interessenverbandes der Makler.
Im Durchschnitt sind laut Studie die Wohnungsmieten in Deutschland seit 1992 nominal von 5,04 Euro pro Quadratmeter auf 5,51 Euro pro Quadratmeter und damit um 9,4 Prozent gestiegen – in Großstädten von 7,01 Euro auf 7,96 Euro, das sind 13,6 Prozent. Im selben Zeitraum habe sich allerdings das allgemeine Preisniveau um rund 42 Prozent erhöht. Unter dem Strich lägen die inflationsbereinigten, also die realen Mieten des Jahres 2012 im bundesweiten Durchschnitt 22,8 Prozent unter dem Niveau des Jahres 1992, die Mieten der Top-10-Städte 19,8 Prozent darunter.

Die schleichende aber immer allgegenwärtige Geldentwertung treibt Sachwerte in die Höhe während das Papiergeld stetig an Wert verliert. Scheinbar steigende Mieten sind eine Folge dieser inflationären Umverteilung. Treue Leser meines Blogs kennen das schon lange. Nun erleben wir es an einem Live-Beispiel! Die sogenannte Inflation kommt noch nicht bei den Verbraucherpreisen an, spielt sich aber akut auf den Kapitalmärkten ab. Immobilien, Aktien und Rohstoffe (Stichwort Energie) stehen preislich stark unter liquiditätsgetriebenem Anstiegsdruck. Die Tatsache, dass Gehaltsempfänger mehr Papiergeld für diese echten Werte verwenden müssen ist mehr als logisch. Die Forderung der SPD, die Miete zu deckeln, ist mehr als dämlich. Wir brauchen neues Geld – das darf von mir aus auch Euro heißen. Nicht der Euro ist das Problem sondern seine Funktionsweise.

Es freut mich irgendwie auch, dass nun so viele Menschen das Problem der „steigenden Mieten“ sehen. Die Frage ist: Steigen die Preise oder fällt unsere Währung? Wenn Kaufpreise für Immobilien steigen, dann müssen es die Mieten auch, sonst würde ja die Mietrendite fallen und niemand würde mehr Wohnraum erschaffen. Wer das nicht versteht, wiederholt am besten noch mal die sechste Klasse – dort lernt man die Prozentrechnung. In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal betonen, dass Inflation und Geldentwertung keine Probleme des Euros sind. Das sind Probleme, die auch andere Währungen haben (auch die D-Mark!). Es ist eine mathematische Tatsache, das verzinsliches Schuldgeld kontinuierlich an Wert verlieren muss. Dieses System wird alle vier Jahre von ca. 99,9% der Wähler legitimiert. Der Deutsche geht erst auf die Straße, wenn er Hunger hat. Wie ein Tier. Menschen sind eben auch nur Tiere. Manchmal vergessen wir das.

Zum weiter lesen und verstehen:
Umverteilung durch das Geldsystem: Financial Repression
Vorsicht Immobilienblase!
Das Exportmärchen
Geldsystem: Exponentielle Umverteilungsmaschine
Die Ursachen: Hohe Spritpreise
WachstumsWAHN & SchuldenWAHN: Sind wir alle WAHNsinnig?
Der Ruf nach Monetative
Über das Geld, das keines ist
Geldpolitik – Der reinste Porno!
Die Finanzdiktatur ist Realität

PS: Geldpolitik ist das, wo ungewählte exGoldmanSachs-Chefs mit unserem Geld machen. Ich finde es mehr als wichtig, darüber zu sprechen. Geld regiert die Welt und wer regiert das Geld? Und wie wird es regiert? Es muss verdammt noch mal erlaubt sein, darüber zu schreiben und zu sprechen. PPS: Ich finde den Euro übrigens relativ toll. Mit der DM hätten wir womöglich zwar weniger „Krise“ aber ähnliche Inflations- bzw. Umverteilungsprobleme.

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