in Gesellschaft

Der Rüstungskonzern Rheinmetall gerät zunehmend ins kritische Visier von friedenspolitischen Kampagnen. Nicht nur in Deutschland, sondern vermehrt auch in der Schweiz und in Italien. Rheinmetall ist der größte Rüstungskonzern in Deutschland. Weltweit steht der Konzern an 26. Stelle der Rüstungsunternehmen. Die Standorte des Konzerns sind auf allen Kontinenten verteilt. Rund 11.000 Menschen arbeiten in 117 Standorten für die Rüstungsindustrie des Konzerns und rund 12.000 für die Produktion von Militärfahrzeugen.

Die Rüstungsbranche befindet sich im kontinuierlichen Ausbau und die Profite steigen konstant. Laut dem Bericht des Unternehmens rechnet der größte Munitionshersteller mit einem Umsatzplus in der Rüstung von 12 bis 14 Prozent im Jahr 2018. Rheinmetall produziert nicht nur Waffen und Munition, sondern auch Fahrzeuge für militärische Einsätze wie Panzer und militärische LKWs. Zudem stellt der Konzern Aufklärungstechnik, Radarsysteme und Vernetzungstechniken her.

Rheinmetall wurde bereits 1889 in Düsseldorf unter dem Namen „Rheinische Metalwaaren- und Maschinenfabrik“ gegründet. Der Hauptsitz ist auch heute noch in Düsseldorf. Das Unternehmen stellte zunächst Munition, Zünder und Maschinenpistolen her. Im Laufe des Ersten Weltkrieges entwickelte sich das Unternehmen zum größten Rüstungshersteller im deutschen Kaiserreich. Im Dritten Reich erhielt der Rüstungskonzern „kriegsvorbereitende Aufträge“ vom Reichskriegsministerium. Die Waffen- und Munitionsherstellung boomte wieder und Rheinmetall wurde auf Kosten von Millionen Menschenleben zum größten Rüstungskonzern Deutschlands.

Empörung verursachte der Einsatz von deutschen Leopard-Panzern durch die türkische Armee im Rahmen der völkerrechtswidrigen Invasion in Afrin/Syrien. Rheinmetall will zudem die Panzerproduktion in der Türkei vorantreiben und einen Auftrag für die Produktion von 1.000 Panzern erhalten. In Algerien hat Rheinmetall bereits eine Fabrik gebaut und angefangen, dort knapp tausend „Fuchs-Panzer“ für die „Terrorbekämpfung“ zu produzieren. Rheinmetall arbeitet seit längerem daran, seine Produktionen zu internationalisieren, um die deutschen Exportrichtlinien besser umgehen zu können.

Kriegsgeräte und Waffen von Rheinmetall sind weltweit an Kriegsschauplätzen im Einsatz. Rheinmetall erfährt deshalb zunehmend Gegenwind von Kriegsgegnern. Proteste verstärkten sich in den vergangenen Jahren gegen den Konzern. Den Ausschlag gaben die Profite, die der Rüstungskonzern durch den völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen machte sowie die fragwürdigen Auslagerungen der Produktion, um deutsche Exportrichtlinien zu umgehen und der Einsatz der Leopard-Panzer durch die türkische Armee in Afrin. Auch in der Schweiz und in Italien wurden Aktionen gegen Rheinmetall gestartet. Menschen blockierte Zufahrtstraßen zu Fabriken des Konzerns und Demonstranten protestierten vor den Werkstoren auf Sardinien.

 

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Kommentar

  1. Rheingold, ein geflügeltes deutsches Wort, Rheinmetall, ein mit Pulver beladenes deutsches Wort. Und immer wieder Deutschland im Blickpunkt der Kritik. Wer aber sind die Eigner von Rheinmetall? ES sind Spekulanten, die über Investfirmen die Profite aus dieser Kriegsindustrie ziehen. Und die Deutschen, sie arbeiten bei Rheinmetall und bangen um ihre Jobs. Jobs auf gut deutsch sind profitbringende Arbeitsplätze. Braucht es diese Arbeitsplätze tatsächlich? Mitnichten braucht es die und die Menschen wären trotzdem nicht arbeitslos, da in einem geordneten Staat diese Menschen andere Arbeit hätten. Zumal in einem geordneten Staat ohne Kriegs- und Besatzungskosten eine geringere Arbeitszeit eines jeden Einzelnen benötigt würde um den jetzigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

  2. Schön, dass die Hexenjäger hier wieder ein neues Opfer gefunden haben (Sarkasmus off). Schade aber, dass schlecht recherchiert oder berichtet wird. Rheinmetall ist ein Technologiekonzern, der sich nicht ausschließlich mit Rüstung beschäftigt. Es gibt zwei große Sparten: Automotive und Defence. Nach vorläufigen Zahlen für 2017 trugen diese mit 2.861 Mio Umsatz, Ergebnis 249 Mio Automotive bzw. 3.036 Mio Umsatz, Ergebnis 174 Mio Defence zum Konzernumsatz bei. Rheinmetall ist einer der Hauptlieferanten der Bundeswehr.
    Weltweit steht Rheinmetall wohl an 26. Stelle der Rüstungsunternehmen.
    Beschäftigt werden insgesamt, nicht nur in Defence, ca. 23.000 Mitarbeiter, davon ca. 11.000 im Ausland. Es existieren 78 Standorte außerhalb Deutschlands.

    • Herr Buchhalter das kann ja sein ,
      Trotzdem Ziel weit verfehlt denn es geht um den Kriegstreiber-Staat Deutschland.
      In den Lügenpressen und Erklärsendern für Deutsche wird nur über andere böse Länder und deren Hochrüstung, Massenvernichtungsindustrie berichtet , Nie über den ,,Rechtsstaat“ Deutschland.
      Gut das da eine sichere Beschäftigungszahl gibt, der Sinn der da hinter steckt ist ein ganz anderer : Benötigt Deutschland solche Kriegs-Industrie nur um Geschäfte zu machen ODER auch zur Selbstverwirklichung. Nochmal die Frage : Wer sind unsere Feinde ?? Warum haben wir Feinde ??
      Ich hab das mal in der Schule gelernt ,, NIE WIDER KRIEG VON DEUTDCHEN BODEN AUS“ und wir Kriegen auf der halben Welt rum , dann werden eben Gründe erfunden.