in Wirtschaft

Am 1. November geht die Ära von Mario Draghi bei der EZB zu Ende. Christine Lagarde wird die Nachfolgerin von demjenigen, der mit seiner Geldpolitik maßgeblich dazu beigetragen hat, dass der Euro jetzt am Rande des Zusammenbruchs steht und viele Mitgliedstaaten an den Rand des Ruins getrieben wurden.

Die Wirtschaftsexperten Mattias Weik und Marc Friedrich sind der Ansicht, dass unter Mario Draghi noch nicht der absolute Tiefpunkt erreicht worden ist. Draghi habe es in seiner Amtszeit nicht einmal geschafft, den Leitzins wieder anzuheben sondern habe ihn auf dem Rekordtief von null Prozent belassen. Damit habe Draghi nicht nur den Anleihenmarkt zerstört, sondern die Bilanz der EZB auf über 4,6 Billionen mehr als verdoppelt. Draghi habe seine Politik fortgeführt, Anleihen von faktisch bankrotten Ländern wie Griechenland oder Italien sowie nicht mehr wettbewerbsfähigen Unternehmen wie italienischen Banken zu kaufen.

Doch damit hat Draghi keine Probleme in der Eurozone gelöst – im Gegenteil. Nicht mehr die EZB haftet für ihr Eigenkapital, sondern die Bürger der Eurozone – vor allem die Deutschen – haften als größter Anteilseigner für Banken-, Staats- oder Währungscrashs mit ihrem Privatvermögen. Rechnet man die Anleihekäufe der EZB und die Target2-Salden zusammen, kommt man im Extremfall auf über 5 Billionen Euro, so die Bilanz der Wirtschaftsexperten.

Mit seiner Nullzinspolitik hat Draghi den Risikoparameter Zins abgeschafft und damit eine riesige Blase an den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten geschaffen, welche beim Platzen einen noch größeren Crash als 2008 auslösen könnten. Mit seiner Geldpolitik hat Draghi den Zusammenbruch der Eurozone bislang zwar verhindert, aber Schulden in gigantischer Höhe erzeugt, die eines Tages zum Crash des Finanzsystems und /oder zu einer Währungsreform mit massiven Enteignungen führen müssen.

Mit Lagarde kommt erstmals kein Ökonom an die Spitze der EZB, sondern eine Politikerin. Lagarde hat als Ex-IWF-Chefin Erfahrung mit der Implementierung von Krisen- und Rettungspaketen gesammelt. Nun soll sie ihre Erfahrung offenbar beim großen Finale der Eurozone einbringen. Auch unter Lagarde wird es keine steigenden Zinsen geben. Im Gegenteil, es wird Minuszinsen, also Strafzinsen geben, die noch eine ganze Weile weiter gesenkt werden können. Vermutlich werden Bargeldzahlungen und Bargeldabhebungen drastisch eingeschränkt. Selbst Negativzinsen auf Bargeld sind möglich. Der Kampf gegen das Bargeld und gegen Gold wird noch drastischer geführt werden. Lagarde wird die Politik von Draghi vermutlich noch verschärfen. So ist der Crash unausweichlich.

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  • Mit Lagarde wird es noch schlimmer – Die Welt 3. November 2019

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