Es merkelt auf dem Weltwirtschaftsforum

Angela Merkel sprach nun auf dem virtuellen Weltwirtschaftsforum, dem Gipfel von Davos. Sie zog Bilanz der Corona-Politik und gab einen Ausblick in die Strategie der kommenden Monaten und Jahre – die Verteilungspolitik der Merkel-Regierung wird sich offensichtlich fortsetzen. Die Zwischenbilanz aus Kritiker-Sicht liest sich derweil anders. Angela Merkel und ihre Regierung haben in den vergangenen Monaten sowohl was Beschaffung, Organisation und auch die Kommunikation betrifft, massive Fehler begangen.

Anfangs fehlten Masken, die für unwichtig erklärt wurde, um später als zentrales Hilfsmittel betitelt zu werden. Heute fehlen zahlreichen Berechtigten die Gutscheine für den Bezug von FFP2-Masken, die über Apotheken kostenfrei verteilt werden sollen. Die Gutscheine, die nicht rechtzeitig gedruckt wurden, mussten über die Krankenkassen an Haushalte verschickt werden.

Später fehlte Pflegepersonal an den Intensivbetten. Personal, das über Jahre in den Krankenhäusern mühsam abgebaut wurde. Zu wenige Intensivbetten gab es in Deutschland während der gesamten Corona-Krise nicht an einem einzigen Tag.

Zudem fehlten Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern. Nach der Aufforstung des Personalbestands bauten die Regierungen in Deutschland den vermeintlichen Überschuss ab Spätsommer wieder ab.

Impfstoffe – das große Problem

Kritiker zeigten sich wenig überrascht, dass bis heute Schnelltests, wie sie etwa in Österreich zur Verfügung stehen, bei uns nicht bereit stehen. Das zentralere Problem, vor dem die Republik steht, ist dabei das Fehlen von Impfstoffen. Die Kanzlerin höchstselbst, die laut Amtseid Schaden vom deutschen Volk abwenden soll, hat die Beschaffung 2020 an die EU delegiert. Die EU hat offensichtlich anders als etwa die USA, Israel oder Großbritannien, bei den falschen Herstellern geordert und vor allem zu spät bestellt. Darauf beruft sich nun die britisch-schwedische AstraZeneca. BioNTech, ein Lieferant aus Deutschland, bot der EU größere Bestellmengen an. Die lehnte ab.

Die Bilanz der Kanzlerin auf dem Weltwirtschaftsforum: „Wir alle“ haben Fehler gemacht. Zur bevorstehenden Pleitewelle in Deutschland verlor Angela Merkel kein Wort.

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