in Wirtschaft

Die neuesten Studien für den deutschen Wohnungsmarkt sind besorgniserregend. Der Markt wird in Zukunft noch größere Verwerfungen zwischen arm und reich hervorbringen, heißt es in einer Studie, aus der die „FAZ“ nun zitiert. Die Studie wurde vom „Wohnungswirtschaftsverband GdW“ erstellt und bezieht sich auf die sogenannten „Wohntrends 2035“.

Digitalisierung macht den Unterschied

Der entscheidende Unterschied in der Wohnqualität wird demnach künftig vor allem in der digitalen Ausstattung bestehen. Die Wohnungen oder Wohneinheiten der Zukunft werden demnach vollautomatisiert sein. Digitale Technik wird die Nutzbarkeit und die Bequemlichkeit dramatisch erhöhen. Die Wohnungen werden unmittelbares WLAN bieten, die Heizungen lassen sich aus der Ferne steuern, es gehe um „Einziehen und loswohnen“. Nach dieser Studie würde die Technik allerdings nicht „im Vordergrund“ stehen, sondern quasi geräuschlos wirken.

Dies wird vor allem in den Städten sichtbar werden, da es einen „Trend zur Polarisierung“ gebe und – wie diese Redaktion anmerkt – die Verfügbarkeit oft höher ist als auf dem Land. Heute noch und morgen weiterhin.

Dies wiederum dürfte den Unterschied zwischen arm und reich noch erhöhen. Wer mehr Geld zur Verfügung hat, wird den Trend zur Verlagerung in die Städte nachvollziehen können. Die Wohnungen dort dürften teurer werden. Der Anteil am Einkommen, der aufzuwenden ist, wird steigen.

Umgekehrt werden unter anderem Alleinerziehende oder „Seniorenhaushalte“ hinten runterfallen. Der „Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch“, so das Zitat aus der „FAZ“.

Die Redaktion erlaubt sich darauf hinzuweisen, dass die Politik hier eine zentrale Rolle einnimmt. Sie müsste die technologische Grundausstattung auch auf dem Land dramatisch erhöhen und verbessern. Bei der Ausstattung mit Glasfaserkabeln hängt Deutschland heute im internationalen Vergleich bereits weit hinterher. Die Qualität des Netzes gerade im ländlichen Raum ist teils erschütternd. Die technologische Grundausbildung ist niedriger als in anderen Ländern. Es gäbe viel zu tun. Wenn die Politik weiterhin wegsieht, wird die Verarmung zunehmen – der Beleg ist erbracht.

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Kommentar

  1. Ein noch wesentlicherer Aspekt wird hier ausgeblendet: Das Qualitätskriterium für künftiges Wohnen wird die Sicherheit sein, also die Sicherheit des Wohnviertels und die Professionalität der Bewachung. Die Funktionseliten werden ihre Wohnanlagen oder Eigenheimsiedlungen weit mehr als bisher in Gated Communities umwandeln und den mittellosen Pöbel auf Distanz halten. Dies geschieht einerseits aus verständlichem Sicherheitsbedürfnis, andererseits aus dem Bedürfnis nach sozialer Segregation. Man möchte unter Seinesgleichen wohnen.

  2. Scheiss egal, die deutschen Steuerzahler haben doch genug auf der Kante. Schon vergessen? Es wird sich nie ändern, die Preise sind generell nach oben offen! Billiger wird im diesem Staat nichts mehr, ausser für…….!