in Wirtschaft

Deutschlands Wirtschaft wächst kaum noch, meldete kürzlich das statistische Bundesamt. Tatsächlich liegt damit aktuell noch keine „Rezession“ vor. Die, ein Wirtschaftsabschwung, wird erst dann angenommen, wenn das Wirtschaftswachstum in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen negativ ist. Der frühere Finanzstaatssekretär Flassbeck allerdings ist der Meinung, dass die Zahlen schön gerechnet sind.

Offizielle Fehlinformation…

Heiner Flassbeck spricht im Interview mit „n-tv“ davon, dass eine offizielle Fehlinformation des Statistischen Bundesamtes vorliegen würde. „Alle verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass die Zahlen bewusst so interpretiert wurden, dass keine Rezession herauskam“.

Harter Tobak, so Beobachter. Denn der Vorwurf lautet damit im Kern, dass das statistische Bundesamt hier schwindeln würde. Er ist der Meinung, die deutsche Wirtschaft – oder wir alle – steckten „schon tief drin in der Rezession“. Es sei eindeutig, dass etwa das produzierende Gewerbe inklusive der Bauwirtschaft schrumpfen würde. Der sogenannte „Produktionsindex“, den das Bundesamt selbst verantwortet, hat für die beiden zurückliegenden Quartale einen Rückgang in Höhe von insgesamt 5 % angezeigt. Das sei von anderen Sektoren nicht aufzufangen, so der Ökonom.

Es würde damit zumindest „naheliegen“, dass das Amt die Lage auch aus politischen Motiven heraus schönreden würde. Die Regierung habe ein Interesse, dass die Bezeichnung „Rezession“ nicht in der öffentlichen Debatte auftauchte. Ministerium und das Bundesamt würden sich ja abstimmen bei derartigen Publikationen.

Rein formal aber ist die Regierung im Recht. Sie dürfte jedoch derzeit nicht abwarten, sondern müsse gegensteuern. Schon jetzt seit klar, dass der Einzelhandelsumsatz „schwach“ sei. Vor allem aber ist die internationale Konjunktur derzeit angeschlagen. Da wir in Deutschland besonders stark von der konjunkturellen Entwicklung abhingen, könnte die Abschwächung uns enorm treffen.

Seine Empfehlung: Die Regierung müsse mit viel Geld die Binnenkonjunktur unterstützen. Die EZB, die Europäische Zentralbank, könne nicht mehr helfen.

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  1. Jedes Jahr erzählt man dem blöden Volk dass die Wachstums zahlen bei 2,8% liegen, welche am Jahresende auf 0,1% runtergeschraubt werden.